Franz Albert von Sachsen-Lauenburg (* 31. Oktober 1598; † 10. Juni 1642) war ein bedeutender Feldherr im Dreißigjährigen Krieg der zeitweise auf Seiten beider Kriegsparteien focht.
Franz Albert von Sachsen-Lauenburg wurde am 31. Oktober 1598 geboren und trat, nachdem er zunächst im Heer der Liga unter Tilly, 1625–1629 im kaiserlichen Heer Wallensteins gedient hatte, 1630 in schwedische Kriegsdienste. Er kämpfte 1632 in der Schlacht bei Lützen, wo er fälschlich in Verdacht geriet, den König Gustav Adolf, an dessen Seite er sich befand, verräterisch erschossen zuhaben. Nachdem er deshalb in sächsische Dienste getreten war, wurde er im Februar 1634 von Wallenstein zu Herzog Bernhard von Weimar nach Regensburg gesandt, um geheime Verhandlungen zu führen. Er geriet jedoch auf dem Rückweg in die Hände der Kaiserlichen, die ihn nach Wien brachten, wo er samt seinem Bruder, dem kaiserlichen Obersten Heinrich Julius von Sachsen-Lauenburg, längere Zeit in Haft blieb (bis August 1635). 1637-1640 geriet er in Konflikt mit dem Herzog Adolf Friedrich von Mecklenburg-Schwerin und vermählte sich 1640 mit der Tochter des Herzogs Johann Albrecht von Mecklenburg-Güstrow. 1641 trat er an Stelle Arnims an die Spitze des kaiserlichen Korps in der Oberlausitz. 1642 kommandierte er ein Korps unter dem Erzherzog Leopold Wilhelm in Schlesien, wo er bei einem Versuch, Schweidnitz zu entsetzen, durch Torstensson geschlagen, schwer verwundet und gefangen wurde. Er starb am 10. Juni 1642 in Schweidnitz an seinen Wunden.
Umformulierung des Artikels aus Meyers Konversationslexikon von 1898.
Deutscher | Mann | Militärperson (HRR) | Militärperson (Schweden) | Dreißigjähriger Krieg (Person) | Geboren 1598 | Gestorben 1642
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"Franz Albert von Sachsen-Lauenburg".
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