FDR in 1933.jpg Franklin Delano Roosevelt * (* 30. Januar 1882 in Hyde Park, New York; † 12. April 1945 in Warm Springs, Georgia) war von 1933 bis zu seinem Tod 1945 der 32. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika (USA). Er war Kandidat der Demokratischen Partei und wurde nach seiner ersten Amtszeit dreimal wiedergewählt (1936, 1940, 1944) – er ist damit der einzige Präsident der USA, der länger als 2 Wahlperioden amtierte; denn erst seit einer Verfassungsänderung im Jahre 1951 gibt es eine formale Begrenzung auf zwei Amtszeiten, die Präsidenten vor Roosevelt hatten dies jedoch alle als informelles Prinzip anerkannt.
Roosevelt war Mitglied der Holland Lodge No. 8 der Freimaurer in New York. Seit seinem 40. Lebensjahr litt er an Poliomyelitis und war seither meist auf die Benutzung eines Rollstuhls angewiesen. Verheiratet war er seit dem 17. März 1905 mit Eleanor Roosevelt, ebenfalls einer Verwandten (Nichte von Theodore Roosevelt). Sie wurde später selbst zu einer bekannten Person des öffentlichen Lebens.
Die kooperativen, gutnachbarschaftlichen und gleichberechtigten Austauschbeziehungen der ländlichen Gemeinden Amerikas untereinander waren das Modell, nach dem die USA unter Roosevelt auch die internationalen Beziehungen eingerichtet wissen wollten. Aus diesem sehr pragmatischen, vom „common-sense“ (Vernunft) geprägten Ansatz heraus war für Roosevelt die Außenpolitik immer auch eine unmittelbare Funktion einer auf Ausgleich, Entwicklung und Gerechtigkeit gegründeten humanen Gesellschaftspolitik im Innern.
Dies musste den Präsidenten zwangsläufig zu einem natürlichen Antagonisten der europäischen Diktatoren Hitler und Mussolini und des japanischen Kaiserreiches machen.
Anstelle eines engen Nationalismus suchte Roosevelt dem Gedanken der globalen Abhängigkeit aller von allen („One World“) in seiner Außenpolitik zur Geltung zu verhelfen. Diesem sollten sich auch die weltweiten industriellen und die Finanzinteressen der amerikanischen Konzerne unterordnen:
Wenige Monate bevor er starb, schrieb Roosevelt:
Während des Krieges berief er sich mit einer bewussten Zielrichtung gegen Hitler und die Nazis gerne auf seine "jüdischen Ahnen". Dabei handelt es sich nicht um eine rein rhetorische Floskel. Jüdische Vorfahren wurden in seiner, im 17.Jahrhundert aus den Niederlanden nach Nordamerika eingewanderten Familie von Heraldikern nachgewiesen, lagen aber Generationen zurück.
Mit dem britischen Premier Winston Churchill einigte er sich auf den Grundsatz „Germany first“, also auf den Vorrang des Krieges gegen Adolf Hitlers Deutsches Reich (siehe Zeit des Nationalsozialismus). Auf der Konferenz von Casablanca im Januar 1943 setzte er gegen Churchills Bedenken die Forderung nach der bedingungslosen militärischen Kapitulation des Deutschen Reiches durch.
In der Atlantik-Charta, welche die Gründungsurkunde der Vereinten Nationen vorwegnahm, einigte er sich mit Churchill auf die Grundsätze einer Nachkriegsordnung. Sie sollte auf den „Vier Freiheiten“ begründet sein. Diese hatte er bereits in einer Rede vom 6. Januar 1941 skizziert:
Als wichtigstes Mittel, diese Freiheiten in der internationalen politischen Ordnung nach dem Krieg zu realisieren, sah er die Gründung der Vereinten Nationen an. Um auch die Sowjetunion in die Weltorganisation einzubinden, war er auf den Konferenzen von Teheran und Jalta zu erheblichen Zugeständnissen an Stalin bereit.
Wenige Wochen nach der Konferenz von Jalta, kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa, starb Franklin Delano Roosevelt am 12. April 1945 im Alter von 63 Jahren überraschend an einer Hirnblutung. Sein Amt übernahm sein dritter Vizepräsident Harry S. Truman.
Mann | US-Amerikaner Präsident der Vereinigten Staaten | Gouverneur (New York) | Freimaurer (19. Jh.) | Freimaurer (20. Jh.) | Geboren 1882 Gestorben 1945
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