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Der Palmengarten ist einer von zwei botanischen Gärten in Frankfurt am Main und liegt im Stadtteil Westend. Direkt neben dem Gelände des Palmengartens schließt sich der Botanische Garten Frankfurt an, der zum Fachbereich Biologie der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt gehört. Nordöstlich schließt sich der größte Park Frankfurts an, der Grüneburgpark, so dass dieses Areal in seiner Gesamtheit die „Grüne Lunge“ der Innenstadt der Main-Metropole bildet.

Geschichte


1868 wurde er wie viele Frankfurter Sehenswürdigkeiten, z.B. der Eiserne Steg, rein privat finanziert. Dazu wurde ein Verein gegründet, um die vom ehemaligen Herzog Adolf von Nassau (dem späteren Großherzog von Luxemburg) zum Verkauf angebotenen tropischen Baum- und Pflanzenbestände der Orangerie seiner ehemaligen Residenz von Schloss Biebrich für diesen neuen Bürgerpark zu kaufen. Sehr schnell waren die Aktien für rund 300.000 Gulden gezeichnet. Am 9. April 1870 öffnete der von Garteninspektor Heinrich Siesmayer gestaltete Palmengarten an der Bockenheimer Landstraße. Daher heißt die im Osten begrenzende Straße Siesmayerstraße. Einen Großteil der Flächen stellte neben den privaten Spendern die Stadt Frankfurt, einen weiteren Teil stellten die Flächen des angrenzenden Frankfurter Tennisclubs, der integriert weiter betrieben wurde.

Das denkmalgeschützte Gesellschaftshaus wurde im Krieg teilweise zerstört. Bei einer Renovierung 1954 wurden die verzierten Wände mit einfachen Holzverschalungen verdeckt. Im November 2005 genehmigte der Magistrat der Stadt den größten Teil der für die Wiederherstellung benötigten Mittel. Demnach soll 2006 nur provisorisch repariert und in den Jahren 2007 und 2008 grundlegend renoviert werden. Dabei soll auch das ursprüngliche Dekor des Festsaals restauriert werden. 2008 soll das Gesellschaftshaus wieder eröffnet werden.

Ein Besuch der besonderen Art war 1890 der des amerikanischen Büffeljägers Buffalo Bill, der mit 200 Indianern und Cowboys auftrat und eine einzigartige Westernshow darbot.

1931 wurde der Palmengarten von der Stadt Frankfurt übernommen. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte er von 1945 bis 1948 zum Sperrgebiet, das die amerikanische Besatzungsmacht im Westend eingerichtet hatte. Erst 1954 konnten die wesentlichen Kriegsschäden im Palmengarten beseitigt werden. In den 1980er Jahren wurden die Tennisplätze verlegt, alte Gewächshäuser saniert und eine Reihe von neuen Schauhäusern errichtet. 1992 waren die Umbauten abgeschlossen.

Bis Oktober 2005 befand sich südlich des Palmengartens das Amerikanische Generalkonsulat.

Aufbau


Die Exponate befinden sich je nach Herkunft entweder auf den Freiflächen oder auch in klimatisierten Gewächshäusern. In diesen findet man zahlreiche tropische und subtropische Pflanzen bis hin zu einer sub-arktischen Landschaft im Glaspavillon und zwei Wüstenlandschaften. Der Palmengarten bietet eine ganzjährige Sequenz thematischer Ausstellungen, die hauptsächlich im und um das Gewächshaus des Gesellschaftshauses Platz finden.

Mit 29 ha ist der Palmengarten der größte Garten seiner Art in Deutschland.

Bilder aus dem Palmengarten


Image:Palmengarten_Palmenhaus.jpg|Historisches Palmenhaus Image:Gewaechshaus palmengarten frankfurt.jpg|Historisches Palmenhaus Image:Palmengarten Tropicarium.jpg|Tropicarium Image:Palmengarten_Kugelbrunnen.jpg|Brunnen mit schwimmender Steinkugel Image:Palmengarten Wasserfall.jpg|Wasserfall am Bootsweiher Image:Palmengarten Impression.jpg|Impression aus dem Palmengarten Image:Palmengarten-frankfurt-2005-wuestenhaus1.jpg|Wüstenhaus Image:Palmengarten-frankfurt-2005-weltkugel1.jpg|Weltkugel Image:Pfingstrosen.JPG|Pfingstrosen im Staudengarten Image:Pfingstrose.JPG|Pfingstrosenblüte

Veranstaltungen


  • Am 6. Juni 1897 fand erstmals ein Leichtathletik-Sportfest im Palmengarten statt; die Palmengarten-Sportfeste wurden in den Jahren danach die bedeutendste Leichtathletik-Veranstaltung in Deutschland.
  • Seit 1931 wird im Palmengarten das Rosen- und Lichterfest gefeiert.
  • "Jazz im Palmengarten" gibt es seit 1959 und gilt damit als das älteste Jazzfestival Deutschlands. Die künstlerische Betreuung der 6 Open-Air Konzerte liegt seit 2003 bei der Jazzinitiative Frankfurt.

Literatur


  • Beate Taudte-Repp: Der Palmengarten. Ein Führer durch Frankfurts grüne Oase. Frankfurt am Main 2005: Societäts-Verlag

Weblinks


Frankfurt am Main | Botanischer Garten

Palmengarten | Jardín Botánico de Fráncfort del Meno

 

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