Das Frankfurter Ostend ist ein Frankfurter Stadtteil. Es entstand aus der so genannten östlichen Außenstadt, die sich im 19. Jahrhundert gebildet hatte.
Das Ostend war vor dem 2. Weltkrieg im Westen geprägt von der jüdischen Bevölkerung. An der Friedberger Anlage erhob sich die Anfang des 20. Jahrhunderts errichtete orthodoxe Synagoge – ein Hochbunker steht noch heute an ihrer Stelle – am Röderbergweg befanden sich das jüdische Waisen- und das Krankenhaus. Heute erinnern noch viele Straßennamen wie Reinganum- oder Königswarterstraße an die große jüdische Gemeinde im Ostend.
Ostend_Paul-Arnsberg-Platz.JPG Am Frankfurter Osthafen wird die inzwischen stillgelegte Großmarkthalle demnächst zur neuen Zentrale der Europäischen Zentralbank umgebaut, bzw. erweitert. Dafür wurde extra der Hochhausrahmenplan abgeändert. In den östlichen Bereichen entstanden im Gefolge des Osthafenbaus (ab 1908) Arbeiterwohnquartiere wie die Riederwald-Siedlung, die heute einen eigenen Stadtteil bildet. Mit dem Frankfurter Zoo beherbergt das Ostend auch eine über Frankfurt weit hinaus bekannte Institution.
Von den vergleichsweise schweren Kriegszerstörungen und Bevölkerungsverlusten durch die Deportation erholte sich das Viertel nur sehr langsam, doch gilt es nicht erst seit dem angekündigten Neubau der EZB als zukunftsorientierter Stadtteil. Nach 1945 oft nur extensiv genutzte Flächen und das Gelände des früheren Gaswerks am Main wurden bereits in Wohngebiete umgewandelt, entlang des Osthafens hat sich auf alten Industriebrachen eines der innovativsten Dienstleistungs- und Gewerbequartiere der Stadt entwickelt. Darüberhinaus ist „die Hanauer (Landstraße)“ mit ihrem vielfältigen Angebot an Clubs, Restaurants und Bars eine beliebte Ausgehmeile.
Auch in anderen Bereichen wird das Viertel zunehmend attraktiver. 2002 hat sich die Internationale Bankakademie im Ostend angesiedelt und im Frühjahr 2005 hat direkt neben der Bankakademie das Bildungszentrum Ostend eröffnet, das mehrere Schulen und ein Musikkonservatorium umfasst. Im Oktober 2005 zog das Frankfurter Literaturhaus in die wiederaufgebaute klassizistische Stadtbibliothek von 1825 um. Zwischen Bildungszentrum, Ostendstraße und Rückertstraße wurde der Paul-Arnsberg-Platz angelegt, auf dem ein Wochenmarkt stattfindet.
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