| Wappen
| Karte
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| Kein Wappen
| mk Frankfurt Karte Nordend.png
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| Basisdaten
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| Fläche: | 1,688 km² (Ost) 3,070 km² (West)
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| Einwohner: | 26.133 (Ost) 27.877 (West)
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| Bevölkerungsdichte: | 15.482 Einwohner/km² (Ost) 9.080 Einwohner/km² (West)
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| Postleitzahlen:
| 60316, 60318, 60320, 60322, 60385, 60389
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| Vorwahlen: | 069
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| Gliederung
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| Ortsbezirk: | Innenstadt III, teilweise Innenstadt IV
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| Anzahl Stadtbezirke: | 12
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Das Nordend bildet zwei Frankfurter Stadtteile, die aber in aller Regel in ihrer Gesamtheit betrachtet werden. Die Stadtteile heißen gemäß ihrer geografischen Lage Nordend-Ost und Nordend-West. Die Grenze zwischen beiden bildet die Friedberger Landstraße.
Das gesamte Nordend hat mehr als 54.000 Einwohner, während die Fläche etwa der des relativ kleinen Frankfurt-Höchst entspricht. Demzufolge besitzt das Nordend die höchste Einwohnerdichte des Frankfurter Stadtgebietes.
Zusammen bilden beide Stadtteile in etwa den Ortsbezirk Innenstadt III.
Das Nordend ist eine beliebte Wohngegend.
Abgrenzung
Friedberger Warte, Frankfurt.jpg
Beide Stadtteile liegen nördlich der
Frankfurter Innenstadt und werden von dieser durch den
Anlagenring klar erkennbar abgegrenzt. Die Ausdehnung nach Norden reicht allerdings weit über die äußere Frankfurter Ringstraße, den
Alleenring, hinaus, so dass heute keine klare Abteilung zu den anschließenden Stadtteilen zu erkennen ist. Grob lassen sich aber der
Eschenheimer Turm im Südwesten, das Funkhaus des
Hessischen Rundfunks und der neue
jüdische Friedhof im Norden, die
Friedberger Warte im Nordosten, sowie der
Günthersburgpark im Osten als Grenzpunkte ausmachen.
Der deutlich kleinere aber auch geringfügig bevölkerungsreichere östliche Stadtteil verfügt mit dem Sandweg über eine Grenzstraße zum Ostend. Die Begrenzung zu Bornheim verläuft zunächst über die Arnsburger, Wiesen- und Comeniusstraße, anschließend durch Wasserpark und Friedhof Bornheim entlang der Dortelweiler Straße bis an die Friedberger Landstraße.
Nordend-West liegt zwischen der Friedberger Landstraße im Osten und der Eschersheimer Landstraße im Westen. Es grenzt östlich neben Nordend-Ost noch Bornheim und westlich das Westend an. Die nördliche Grenze zum Dornbusch wird durch die Bertramswiese und den Kühhornshofweg beschrieben. Die Grenze zu Eckenheim verläuft quer durch den Frankfurter Hauptfriedhof.
Die Bezirksgrenzen des dritten Innenstadtbezirks sind geringfügig enger gezogen. Der Block zwischen Alleenring (Höhenstraße) und Burgstraße (statistischer Bezirk 240, Nordend-Ost) gehört zum vierten Innenstadtbezirk.
Sehenswürdigkeiten
Parks und Grünanlagen
Das westliche Nordend ist durch den 75
Hektar großen
Frankfurter Hauptfriedhof geprägt. Er liegt zwischen den zwei bedeutenden Ausfallstraßen
Eckenheimer Landstraße und
Friedberger Landstraße. Der nördliche Teil des Friedhofs sowie der angrenzende neue jüdische Friedhof gehören bereits zum Stadtteil
Eckenheim. Im östlichen Stadtteil ist der
Bethmannpark (oder
Von-Bethmann-Park) zu erwähnen. Er liegt im Süden an der
Friedberger Anlage. Seit
1989 befindet sich im Park der
Chinesische Garten zum himmlischen Frieden, einer der wenigen
Chinesischen Gärten in Deutschland. Zwei weitere bekannter Parks sind der
Günthersburgpark am östlichen und der
Holzhausenpark am westlichen Ende des Stadtteils.
Gebäude
Das wohl bekannteste Gebäude des Nordends dürfte das „
Funkhaus Am Dornbusch“ sein. Als es kurz nach dem
Zweiten Weltkrieg gebaut wurde, sollte es das
Plenargebäude des
Deutschen Bundestags werden. Als Frankfurt in der Hauptstadtfrage
Bonn knapp unterlag, wurde der Saal mit dem runden Grundriss zum „
Großen Sendesaal“ des
Hessischen Rundfunks umfunktioniert. Der Gesamtkomplex erhielt anschließend den Namen des
angrenzenden Stadtteils.
Nicht weit davon entfernt liegt die Deutsche Bibliothek an der Kreuzung Nibelungenallee/ Eckenheimer Landstraße, die 1946 zur Sammlung des deutschen Schriftguts für die Westzonen in Frankfurt etabliert wurde. Seit der Wiedervereinigung ist sie zweiter Standort der Nationalbibliothek neben der Deutschen Bücherei in Leipzig. Das Gebäude ist gut an den künstlerisch aufgestellten Backsteinplastiken zu erkennen.
Am Nibelungenplatz steht das höchste Hochhaus des Stadtteils. Es wurde 1966 von Shell errichtet und hat eine Höhe von 110m. Das damals höchste Gebäude der Stadt verfügte unter Anderem über einen Atomschutzbunker im Keller. Nachdem es 1993 umfassend umgebaut und mit einem Panoramaaufzug versehen wurde, ist es heute unter dem Namen Büro Center Nibelungenplatz bekannt.
Seit wenigen Jahren ist im Nordend ebenfalls das Polizeipräsidium Frankfurt beheimatet. An der Kreuzung Miquel-/Adickesallee/Eschersheimer Landstraße ist es äußerst verkehrsgünstig gelegen. Die riesigen Ausmaße des Polizei-Hauptquartiers haben zu dem Spitznamen Pentagon, in Anlehnung an das US-Verteidigungsministerium, geführt.
Neben den markanten Einzelgebäuden ist das Nordend durch mehrstöckige Wohngebäude aus dem späten 19. Jahrhundert geprägt. Im innenstadtnahen südlichen Teil der beiden Stadtteile herrscht eine fast durchgängige Bebauung im Stil der Gründerzeit, der Neurenaissance sowie des Spätklassizismus vor. Weiter nördlich besitzen die Häuser tendenziell weniger Stockwerke und weisen eine villenartige Ausstattung auf.
Infrastruktur und Verkehr
Das Nordend zählt zu den am Besten angeschlossenen Stadtteilen Frankfurts. In Ost–West-Richtung werden sowohl Nordend-West als auch Nordend-Ost vom
Frankfurter Alleenring durchfahren. In Nord–Süd-Richtung verlaufen gleich drei wichtige Ausfallstraßen. Die westlichste ist die
Eschersheimer Landstraße, die Richtung
Oberursel und
Bad Homburg. Dann folgt die
Eckenheimer Landstraße am Hauptfriedhof und die
Friedberger Landstraße, die Teil der
Bundesstraße 3 ist.
Das Nordend hat aber auch die größte U-Bahndichte in Frankfurt. Gleich drei Linienäste der U-Bahn Frankfurt (U1/U2/U3, U4, U5) durchlaufen die Stadtteile und halten dort insgesamt zehn mal (Nordend-West: 8x, Nordend-Ost: 2x). Hinzu kommt eine Trasse der Straßenbahn Frankfurt am Main, die von der Linie 12 befahren wird. Die liegt auf der Friedberger Landstraße, die U-Bahn-Linien verlaufen unterhalb bzw. auf der Eschersheimer Landstraße, der Eckenheimer Landstraße und der Berger Straße. Dafür verfügt der Stadtteil über keinen Anschluss an das Netz der S-Bahn Rhein-Main oder der Regionalbahn.
Ein Thema über das zur Zeit diskutiert wird, ist der Bau einer Trasse der Bundesautobahn 66, die dann ab der Rat-Beil-Straße auch durch Nordend-Ost verlaufen würde, um dann einen Anschluss an die Bundesautobahn 661 zu ermöglichen. Der Bau eines anschließenden Tunnels unterhalb des Alleenrings, wie er schon seit 40 Jahren im Gespräch ist, ist zumindest vorläufig nicht vorstellbar.
Geschichte
Vorgeschichte und Gutshöfe
Das Gebiet des heutigen Nordends war schon in der Antike besiedelt. In der Nähe des heutigen
Günthersburgparks, auf der heutigen
Hartmann-Ibach-Straße, befand sich eine römische Villa, noch bevor die Stadt
Frankfurt am Main gegründet wurde. Die Villa mit dem angeschlossenen Hof war unter Verwaltung der römischen Stadt
Nida (heute:
Frankfurt-Heddernheim). Im anschließenden Mittelalter entstanden einige königliche
Meierhöfe. Mit dem Ende des Spätmittelalters und dem Beginn der Neuzeit wurden aus den Meierhöfen Gutshöfe der Frankfurter
Patrizier. Einige dieser Höfe stehen bis heute Pate für Straßennamen:
Nordend, Frankfurter Gemarkung.png
- „Kühhornshof“, später „Bertramshof“
- An diesen Hof erinnern die Straßen Kühhornshofweg, Bertramstraße und Betramwiese die zugleich die nördlichste Ausdehnung von Nordend-West darstellen. Überregionale Bekanntheit hat die Bertramstraße und der „Bertramshof“ durch den HR.
- „Holzhausenhof“ oder „Holzhausen-Oed“, wegen der Abgelegenheit
- Neben dem noch erhaltenen Wasserschlösschen, das die Familie Holzhausen im 18. Jahrhundert errichten ließ, und der Holzhausenstraße, die den ehemaligen Hof nördlich tangiert, erinnert noch der Oeder Weg, der schon lange zum (Holzhausen-)Oed führt an diesen Gutshof. Die umgebenden Annastraße, Justitianstraße und Hammanstraße nehmen Bezug auf die Vornamen einzelner Familienmitglieder.
- „Stalburger Hof“ oder „Stalburger Oed“, östlich des Holzhausen-Oeds
- Dorthin zweigte der Oeder Weg ab. Die Stalburgstraße verläuft heute nördlich davon.
- Dieser Hof lag zwischen Friedberger und Bornheimer Heide. 1690 gerät der Hof in die Hände von Johann Jakob Günther, dem Namensgeber des heutigen Günthersburgparks, der anstelle des Hofs angelegt wurde.
Seit Ende des 14. Jahrhunderts waren diese Gutshöfe durch die Frankfurter Landwehr geschützt.
Gründerzeit
Meyers5 Frankfurt Holzhausen.png
Der Name
Nordend entstand um
1850. Zu dieser Zeit stellte es die nördlichste Ausdehnung der städtischen Bebauung dar. Die Fläche zwischen der ehemaligen Kernstadt und dem „lustigen Dorf“
Bornheim wurde im Bauzonenplan von Frankfurt als Wohnviertel ausgewiesen und in der Gründerzeit nach der Jahrhundertwende dicht bebaut, sodass es zum Stadtteil mit der höchsten Bevölkerungsdichte wurde. Breite Alleen in wilhelminischem Stil entstanden und auch heute noch ist roter Sandstein häufige Sockelverkleidung der meist vierstöckigen Häuserzeilen. Mit dem Ende des
19. Jahrhunderts versuchte man zum ersten Mal das Stadtgebiet in
statistische Bezirke einzuteilen. Das Nordend bestand somit aus den Bezirken 12, 13, 20, 21, 22, 23 und 24. Diese Nummerierung blieb bis heute nahezu unverändert. Unter Oberbürgermeister
Franz Adickes expandierte das Nordend und die anderen gründerzeitlichen Stadtteile stark. Um der Bebauung eine Grenze zu setzen wurde eine
zweite Ringstraße angelegt, die die stark verdichteten Wohngebiete umschließen sollte.
Weblinks
Links von Einrichtungen im Frankfurter Nordend
Stadtteil von Frankfurt am Main
Nordend (Frankfurt am Main)