Das Haufendorf Nieder-Erlenbach mit seinen etwa 4.000 Einwohnern ist der nördlichste Stadtteil und Ortsbezirk von Frankfurt am Main und ein südlicher Ausläufer der Wetterau. Die Frankfurter Innenstadt liegt 11 km entfernt, Bad Vilbel nur 3 km. Die Kaufkraft beträgt 18.045 Euro pro Einwohner.
Ab 1376 übt die Reichsstadt Frankfurt am Main die Herrschaft in Nieder-Erlenbach aus; die Stadt kann nach dem von Karl dem IV. verliehenen Recht der Dorfherrschaft auch die Schultheißen und Schöffenämter besetzen; 1401 gebietet der König noch einmal ausdrücklich den Nieder-Erlenbachern, Frankfurt gehorsam zu sein. Der Grund dieser Anordnung ist nicht überliefert, lässt aber nicht auf große Liebe der Dörfler zu ihren städtischen Herrschern schließen. Die von Frankfurt eingesetzten Beamten nennen sich in der Folge (spätestens ab 1403) Burggrafen.
Im 17. Jahrhundert wird Nieder-Erlenbach zweimal durch verheerende Brände weitgehend vernichtet (1602 und 1677).
Im Jahre 1866 anlässlich der preußischen Okkupation wird die Frankfurter Herrschaft über Nieder-Erlenbach beendet. Die Gemeinde fällt an das Großherzogtum Hessen-Darmstadt.
Nieder-Erlenbach blieb ein eigenständiges Dorf in der Wetterau bis es 1972 auf Grund eines Eingemeindungsvertrages doch gänzlich nach Frankfurt am Main eingemeindet wurde.
Über die Buslinien 25 (Berkersheim/Harheim), 27 (Preungesheim) und 29 (Nordwestzentrum) ist der Ort an die S6 in Berkersheim bzw. die U2 in Nieder-Eschbach angebunden. Die Buslinie 65 verbindet den Ort mit Bad Vilbel und Petterweil, während die Linie n4 am Wochenende den Anschluss an das Frankfurter Nachtbusnetz herstellt.
Ortsbezirk von Frankfurt am Main | Stadtteil von Frankfurt am Main
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