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Die Innenstadt oder Neustadt ist der zentrale Stadtteil von Frankfurt am Main. Sie erstreckt sich im Norden und Osten rund um den Stadtteil Altstadt. Weitere benachbarte Stadtteile sind im Westen das Bahnhofsviertel, im Nordwesten das Westend, im Norden das Nordend und im Osten das Ostend. Im Süden ist der Stadtteil durch den Main begrenzt, auf dem gegenüberliegenden Flussufer befindet sich das Apfelweinviertel Sachsenhausen.

Innenstadt und Altstadt bilden das innerhalb der Frankfurter Wallanlagen liegende rechtsmainische Stadtgebiet und sind dadurch auf dem Stadtplan deutlich zu erkennen.

Ein Kontrast zu den Parkanlagen bieten die Wolkenkratzer des Bankenviertels. In der Innenstadt befindet sich auch die Zeil, Deutschlands umsatzträchtigste Einkaufsstraße, sowie zwentrale Plätze wie die Hauptwache und die Konstablerwache. Auf der Freßgass tummeln sich am Mittag die Banker und Büroangestellten der naheliegenden Bürohäuser zum Mittagessen.

Quartiere und Viertel, Straßen und Plätze


Die Innenstadt unterteilt sich, von Westen nach Osten, in folgende Viertel:

Bankenviertel

Das Bankenviertel liegt beiderseits der Taunusanlage und verteilt sich damit auf die Stadtteile Innenstadt, Bahnhofsviertel und Westend. Die meisten Kreditinstitute im östlichen Bankenviertel liegen in der Neuen Mainzer Straße, der Großen Gallusstraße, der Junghofstraße und den umliegenden Straßen. Alle genannten Straßen sind Standorte von Hochhäusern, deren höchstes der (mit Antenne) 300 Meter hohe Commerzbank-Tower ist. Vor allem die „Hochhausschlucht“ der Neuen Mainzer Straße bietet ein beeindruckendes Bild.

Der südliche Teil des Viertels zeigt eine größere Nutzungsvielfalt, vor allem entlang der Kaiserstraße und am Kaiserplatz. Hier befindet sich der Frankfurter Hof, eines der bekanntesten Hotels der Stadt. Im Großen Hirschgraben, der Grenze zur Altstadt, liegt einer der kulturellen Höhepunkte der Stadt, das Goethe-Haus.

Opernviertel

Die Hauptachse des nordwestlichen Quartiers der Innenstadt ist die vom Rathenauplatz zum Opernplatz verlaufende Große Bockenheimer Straße, aufgrund der vielen gastronomischen Einrichtungen besser bekannt als Freßgass. Die südlich parallel verlaufende Goethestraße ist die teuerste Einkaufsstraße der Stadt. Der in den Wallanlagen liegende Opernplatz gilt als einer der schönsten Stadtplätze Frankfurts. An der Einkaufsstraße Schillerstraße liegt die Frankfurter Wertpapierbörse.

Die Platzfolge Rathenauplatz-Goetheplatz-Roßmarkt bildet den Übergang zum benachbarten Viertel rund um die Zeil.

Die Straßen rund um die Freßgass sind einer der Schwerpunkte des Frankfurter Nachtlebens. In der Kleinen Bockenheimer Straße befindet sich mit dem Jazzkeller eine wichtige kulturelle Institution.

Zeil und Umgebung

Die Fußgängerzone Zeil und ihre beiden Endpunkte Hauptwache und Konstablerwache sind der Mittelpunkt der Frankfurter Einkaufscity. Neben den großen Kaufhäusern befindet sich hier Einkaufszentren wie die Zeilgalerie und das im Bau befindliche FrankfurtHochVier. An der Hauptwache beginnen weitere wichtige Straßen, etwa der Roßmarkt, der Steinweg, die Schillerstraße oder die Große Eschenheimer Straße. In letzterer standen das Palais Thurn und Taxis, das derzeit rekonstruiert wird, sowie wichtige Bauten der Nachkriegszeit wie das Fernmeldehochhaus und das Rundschau-Haus. An ihrem nördlichen Ende steht der Eschenheimer Turm, Relikt der spätmittelalterlichen Stadtbefestigung. An der Hauptwache steht die Katharinenkirche, die evangelische Hauptkirche Frankfurts, an der Bleichstraße die Peterskirche mit ihrem erhaltenen Friedhof, der einzigen Grünfläche des Viertels. Der Bereich zwischen Konstablerwache und Alter Gasse ist das Zentrum der schwul-lesbischen Gemeinde Frankfurts.

Gerichtsviertel

Die nordöstliche Innenstadt wird begrenzt durch die östliche Hälfte der Zeil, die Konrad-Adenauer-Straße und die Friedberger Anlage. Hier befinden sich, im Justizpalast in der Heiligkreuzgasse und zahlreichen weiteren Gebäuden, das Oberlandesgericht, das Landgericht und eine Untersuchungshaftanstalt. In einem sehenswerten 50er-Jahre-Hochhaus an der Seilerstraße befinden sich mehrere Berufsschulen.

Die Gerichte sollen in den kommenden Jahren in Neubauten an der Adickesallee im Nordend verlegt werden, das Gerichtsviertel würde dadurch seinen Charakter völlig verändern und neuen Nutzungen zugeführt werden.

In der Heiligkreuzgasse liegt Frankfurts bekanntestes Varieté, der Tigerpalast. Das Odeon im Anlagenring an der Seilerstraße ist ein 1808 für Simon Moritz von Bethmann erbauter klassizistischer Ausstellungspavillon. Hier befindet sich heute eine Diskothek.

Allerheiligenviertel

Das kleine Viertel zwischen Zeil und Battonnstraße bildet eine multikulturelle Insel in der ansonsten dem Kommerz gewidmeten Frankfurter City. Die Breite Gasse bildet, neben dem Bahnhofsviertel, ein zweites Frankfurter Rotlichtquartier. An der Zeil befindet sich die zentrale Stadtbibliothek, an der Langen Straße mehrere städtische Ämter. Die beim Wiederaufbau neu angelegte Kurt-Schumacher-Straße überdeckt das Gebiet des früheren jüdischen Ghettos der Stadt.

Fischerfeldviertel

Das südöstliche Viertel der Innenstadt wurde erst im frühen 19. Jahrhundert bebaut, nachdem das zuvor sumpfige Gelände trockengelegt wurde. Der Börneplatz war bis zur Zerstörung der Synagogen während des Naziterrors ein Zentrum des Jüdischen Lebens in Frankfurt, der jüdische Friedhof in der Battonnstraße ist einer der ältesten in Europa. Im Fischerfeldviertel befinden sich außerdem die zentralen Einrichtungen der Stadtwerke und der Arbeitsagentur.

Geschichte


Mk_Frankfurt_EschenheimerTor_1.jpg Die heutige Innenstadt ist vor allem geprägt von den Umgestaltungen in den Nachkriegsjahren und im späten 19. Jahrhundert. In dieser Zeit wurden Parkanlagen, die Alte Oper und die Frankfurter Wertpapierbörse gebaut. Nachdem im Zweiten Weltkrieg fast die gesamte Innenstadt zerstört wurde, verschwand der mittelalterliche Charme der Großstadt. Viele breite Straßen konnten jetzt erst gebaut werden und die Stadt wuchs in die Vertikale. Immer neue Höhenrekorde wurden erreicht. Heute stehen acht der zehn höchsten Hochhäuser Deutschlands in Frankfurt. Unter der Erde entstanden S- und U-Bahn-Strecken, die die Anfang des 20. Jahrhunderts eingeführten Straßenbahnen ersetzen sollten. Als erste Straße in Frankfurt wurde die Zeil 1974 zur Fußgängerzone.

Stadtteil von Frankfurt am Main

Innenstadt (Frankfurt am Main)

 

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