Hausen ist ein nordwestlicher Stadtteil von Frankfurt am Main mit etwa 6.800 Einwohnern. Das ehemaliges Mühlendorf wurde 1132 zusammen mit dem benachbarten Stadtteilen Ginnheim, Praunheim, Rödelheim und einigen weiteren nördlichen Stadtteilen nach Frankfurt eingemeindet.
Hausen grenzt im Nordwesten an Praunheim und im Südosten an den Industriehof in Bockenheim an und bildet mit diesen Stadtteilen eine bauliche Einheit. Im Nordosten trennt der Volkspark Niddatal Hausen von Ginnheim. Im Südwesten liegt jenseits der Nidda der Stadtteil Rödelheim.
Hausen ist hauptsächlich Wohngebiet und verfügt neben dem alten Ortskern über neuere Siedlungen. Nördlich der A66 gibt es eine ehemalige Erwerbslosensiedlung aus den 20er Jahren, die in den 70er Jahren durch Neubauten (u. a. vier Hochhäuser) verdichtet wurde und heute nach dem ehemaligen Oberbürgermeister Willi Brundert benannt ist. Das Gebiet östlich der Straße Am Hohen Weg wurde seit den 60er Jahren neu bebaut. Westlich von Hausen gelegen und durch die Ludwig-Landmann-Straße getrennt wurde in den 30er Jahren die Siedlung Westhausen gebaut. Trotz der irrtümlichen Namensgebung gehört Westhausen offiziell nicht zu Hausen, sondern zur Gemarkung Praunheims. Ein ebenfalls geläufiger Irrtum ist, dass das in Bockenheim gelegene Gewerbegebiet Industriehof zu Hausen gehört.
Die russisch-orthodoxe Kirche St. Nikolaus wurde durch die Russisch-Orthodoxe Gemeinde Frankfurt, die 1945 aus russischen Kriegsgefangenen und so genannten Ostarbeitern entstanden war, nach zweijähriger Bauzeit an Ostern 1967 am verkehrsreichen Industriehofkreisel eingeweiht. Entworfen und gebaut wurde es im altrussischen Stil durch den Frankfurter Architekten W. Drevermann nach dem Vorbild einer Kirche in Pskow aus dem 15. Jahrhundert. Der Innenraum wurde im strengen Nowgorod-Stil mit Ikonen des in Frankfurt lebenden Ikonenmalers Adam Russek mit christlichen Motiven gestaltet. Er malte daran nahezu 12 Jahre. Vor dem offenen Glockenturm wurde nun (2004/2005) ein Portal geschaffen und auch der Altarraum wird zur Zeit erweitert, sowie ein neues Gemeindehaus errichtet.
Im Westen verläuft die Ludwig-Landmann-Straße, ein Teil der Bundesstraße 44 und eine wichtige Ausfallstraße in Frankfurt am Main. Dort befindet sich eine Anschlussstelle der Bundesautobahn 66.
Seit 1986 hat Hausen Anschluss an das U-Bahn-Netz. Die Linie U6 (Praunheim Heerstraße - Hauptwache - Enkheim) umfährt den Ortskern westlich über die Ludwig-Landmann-Straße und die Linie U7 (Hausen - Hauptwache - Ostbahnhof) östlich über die Straße Am Hohen Weg und endet in der Willi-Brundert-Siedlung. Zuvor wurde die oberirdisch verlaufende Trasse von der Straßenbahn befahren, mit der 1910 eingemeindete Stadtteil bereits 1913 Anschluss an das Straßenbahnnetz erhielt.
Frankfurt brotfabrik.jpg]] Ein bekanntes kulturelles Zentrum von Hausen ist die Brotfabrik.
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