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Griesheim ist seit 1928 ein westlicher Stadtteil von Frankfurt am Main nördlich des Mains.

Geografie und Infrastruktur


Griesheim grenzt im Westen an Nied, im Norden an Bockenheim, im Osten an Gallus und das Gutleutviertel sowie im Süden, getrennt durch den Main, an Schwanheim und Niederrad.

Durch einen S-Bahnhof ist Griesheim gut mit der Frankfurter Innenstadt (S1 und S2) sowie dem westlichen Umland und Wiesbaden verbunden. Die Bahnlinie sowie die Mainzer Landstraße im Norden teilen den Ort in drei Teile: Süd, Mitte und Nord.

Im Süden befindet sich das Ortszentrum mit einem umfangreichen Angebot an Einkaufsmöglichkeiten, Arztpraxen und Gastronomie. Griesheim-Mitte, gelegen zwischen Bahnlinie und Mainzer Landstraße, ist geprägt durch den Siedlungsbau der 1960er und 1970er Jahre. Griesheim-Nord entstand zu großen Teilen in den frühen 1950er Jahren durch den Bau von Wohnungen, die zu Beginn überwiegend von Heimatvertriebenen bewohnt wurden. Momentan werden diese Gebäude durch umfangreiche Renovierungsarbeiten modernisiert.

Eine zusätzliche ÖPNV-Anbindung des nördlichen Teils ist durch die Straßenbahnlinie 11 sowie die Buslinie 59 gegeben.

Industrie


Neben dem Chemiewerk am westlichen Ortsrand liegt nahe der Mainzer Landstraße ein großes Gewerbegebiet, in dem mehrere Autohäuser, Verbrauchermärkte, ein Kino sowie eine Diskothek zu finden sind. Das ebenfalls dort ansässige Werk Messer Griesheim entwarf die Fackel für die Olympischen Spiele in Sydney.

Soziales


In Griesheim gibt es Kindertagesstätten in kirchlicher, kommunaler beziehungsweise privater Trägerschaft sowie drei Grundschulen und eine Integrierte Gesamtschule.

Im 1987 fertig gestellten Bürgerhaus nahe dem Bahnhof befindet sich eine Dependance der Stadtbücherei.

Griesheim galt lange Zeit als einer der größten sozialen Brennpunkte der Stadt. Durch die zum Teil hochproblematische Wohnsituation in einigen Siedlungen (z. B. westliche Ahornstraße) kam es in den 1990er Jahren zu Vorkommnissen, die Griesheim den Namen Frankfurter Bronx einbrachten. Durch die Bewohner einbeziehende Hilfsmaßnahmen konnte jedoch in den folgenden Jahren die Entstehung eines Ghettos nach amerikanischem Vorbild verhindert werden. Stigmatisierungen Griesheims in dieser Hinsicht, die mitunter bis heute von Außenstehenden klischeehaft angeführt werden, sind nicht zutreffend.

Nach wie vor gibt es jedoch Bereiche, die ein Weiterführen integrativer Maßnahmen erforderlich machen. Um dem gerecht zu werden, ist seit Anfang 2005 Griesheim-Nord Teil des Projektes Soziale Stadt, in dessen Rahmen mittels Quartiersmanagement eine stärkere Integration innerhalb des Stadtteils erreicht werden soll.

Es gibt unter anderem drei offene Jugendeinrichtungen:

  • Jugendclub des Internationalen Bundes, Autogenstraße
  • Jugendclub des Ev. Vereins für Jugendsozialarbeit, Froschhäuser Straße
  • Kinder- und Jugendbüro der Ev. Kirchengemeinde Frankfurt-Griesheim, (Hausaufgabenhilfe, Jugendtreff, Projektarbeit), Jägerallee 28
Naherholungsgebiete finden sich am Mainufer mit Spielplätzen und Freizeitangeboten sowie im Niedwald im nördlichen Teil.

Des weiteren existiert ein vielfältiges Vereinsleben, zahlreiche Sport- und Kulturvereine sorgen für unterschiedliche Betätigungsmöglichkeiten. In der Ev. Kirchengemeinde finden regelmäßig musikalische Veranstaltungen statt, in deren Mittelpunkt mitunter die historische Sauer-Orgel in der Segenskirche steht.

Kirchengemeinden

  • Evangelisch: Ev. Kirchengemeinde Ffm-Griesheim, Am Gemeindegarten 6a / Jägerallee 28 (Fusioniert seit Januar 2005)
  • Katholisch: Kath. Pfarrei Mariä Himmelfahrt, Linkstr. 45
  • Katholisch: Kath. Pfarrei St. Hedwig, Elsterstr. 18

Veranstaltungen

Großer Beliebtheit erfreut sich das alljährlich im Sommer stattfindende Mainuferfest.

Darüber hinaus gibt es über das Jahr verteilt zahlreiche Feste und Veranstaltungen, die von Vereinen oder Kirchengemeinden organisiert werden.

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Bauwerke


Staustufe Griesheim

Die Staustufe Griesheim ist ein Laufwasserkraftwerk. Sie wird als Wasserkraftwerksbetriebsstelle durch das Wasser- und Schiffahrtsamt Aschaffenburg betrieben. Sie wurde von 1929 bis 1932 als Walzenwehr mit Kraftwerk in den kubischen Formen des Bauhauses erbaut. Sie galt seinerzeit als die modernste und leistungsfähigste Binnenschifffahrtsanlage Europas. Renovierungen wurden 1967 und 1984 vorgenommen.

Weblinks


Stadtteil von Frankfurt am Main

Griesheim (Frankfurt am Main)

 

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