Bornheim ist ein Stadtteil von Frankfurt am Main. Er ist im Osten der Stadt nahe dem Stadtzentrum gelegen und hat etwa 26.000 Einwohner (2004). Zur immer wieder stark umstrittenen räumlichen Ausdehnung von Bornheim sei auf den folgenden Link verwiesen: Bornheims Grenzen
Bornheim selbst, entstanden etwa im Jahre 500 als fränkische Siedlung, wurde im Jahre 1194 erstmals urkundlich erwähnt. Es ist nämlich festgehalten, dass Henricus von Bornheim zu dieser Zeit die Bornburg bewohnte. Die Bornburg war ein Hofgut umgeben mit Mauern und Wassergraben, das allerdings nicht erhalten geblieben ist. Sie lag in der Ossenau (Ochsenau) etwa am Platz der ehemaligen Gnadenkirche (heute Orangerie), wurde später Günthersburg genannt und gab dem heutigen Günthersburgpark den Namen. Sie sah so aus.
Im Mittelalter bildete Bornheim zusammen mit 18 weiteren Dörfern die Grafschaft Bornheimer Berg, deren Landrecht im Jahre 1303 im “Bornheimer Weistum” festgehalten wird. Vom Frankfurter Bürgermeister Rulmann Weiß von Limpurg wird berichtet, dass er nach der Amtsübernahme 1327 seinen Wohnsitz außerhalb der Stadt behielt und die Bornburg bewohnte.
1474 erwirbt die Stadt Frankfurt das Reichslehen von Bornheim, das bis dahin bei dem Ort Bergen lag und 1481 wird Bornheim zusammen mit Hausen und Oberrad zum Frankfurter Dorf, ohne allerdings eingemeindet zu werden. Gleichzeitig verzichtet Frankfurt auf seine Rechte hinsichtlich der anderen 16 Gemeinden der Grafschaft Bornheimer Berg, auch wenn diese nach einem fast einhundertjährigen Verfahren vom Reichsgericht bestätigt worden waren. Bornheim verläßt damit die Grafschaft, die zu dieser Zeit den Grafen von Hanau unterstand. Grafschaftsgericht und Galgen werden vom Bornheimer Berg nach Bergen verlegt. In diese Zeit (1476 bis 1477) fällt auch als Teil der Frankfurter Landwehr der Bau der Bornheimer Landwehr, einer Feldbefestigung; dabei entsteht auf dem Eulenberg die Friedberger Warte, einer der heute noch erhaltenen vier Frankfurter Warttürme.
Im Jahre 1522 entstand schließlich die Bornheimer Heide. Nachdem der Erzbischof von Mainz als Reaktion auf reformatorische Ideen in Frankfurt die Holzlieferungen aus dem Spessart nach Frankfurt unterbunden hatte, sahen die Bornheimer gute geschäftliche Möglichkeiten, holzten den Bornheimer Wald ab und verkauften das Holz an Frankfurt. Durch die so entstandene Heide führte die bekannt gewordene Pappelallee *, die Frankfurt mit Bornheim verband.
Die Bornheimer Heide, die im Gebiet des heutigen Nordend etwa zwischen Merianstraße und Höhenstraße lag, war Schauplatz von Heeresaufmärschen und von vielen Großveranstaltungen. Am 3.10.1785 stieg der Franzose Jean-Pierre Blanchard hier vor den Augen von 100.000 Frankfurtern und Besuchern in einem Heißluftballon auf und flog in 39 Minuten nach Weilburg an der Lahn, eine Strecke, die sonst mit 14 Wegstunden berechnet wurde. Eine Sensation. Erst zwei Jahre zuvor hatten die Brüder Montgolfier die Ballonfahrt mit Heißluftballons entwickelt und erst im Januar 1785 hatte Blanchard mit dem Ballon den Ärmelkanal überwunden. Blanchard war eigens zur Herbstmesse angereist, da hier die Stadt voller Menschen war und sich der verlangte Eintrittspreis von 2 bis 11 Gulden realisieren ließ.
Im französischen Revolutionskrieg eroberte eine französische Armee unter General Jean-Baptiste Kléber gegen den Widerstand des österreichischen Generals von Wartensleben die Stadt Frankfurt. Die Beschießung der Stadt führte am 15. Juli 1796 zur Zerstörung der Pappelallee. Die Kapitulation der Frankfurter nahm der französische General ebenfalls in Bornheim, im Gasthof Goldener Adler, entgegen.
Am 9. Dezember 1827 wurde der Hohe Brunnen eingeweiht, der heute noch als ein Wahrzeichen Bornheims gilt; er liegt an der Berger Straße, Ecke Alt Bornheim, in Höhe der Kirchnerschule. Erstmals hatte Bornheim eine akzeptable Wasserversorgung; zuvor musste das Wasser von auswärtigen Brunnen mühsam herbeigetragen werden.
1837 begann die Anlage des Günthersburgparks, nachdem Freiherr Mayer Amchel von Rothschild die ehemalige Bornburg erworben hatte. Beauftragt mit der Ausführung war der Frankfurter Stadtgärtner Sebastian Rinz. Der Sohn Rothschilds, Mayer Carl von Rothschild, ließ später die Günthersburg abreißen und durch ein Schlößchen ersetzen (“Sommerresidenz”), die allerdings im Jahre 1891 nach seinem Tode in Befolgung seines Testamentes wieder abgerissen wurde. Das Gelände war in das Eigentum der Stadt Frankfurt übergangen, die kurz darauf den Günthersburgpark der Öffentlichkeit zugänglich machte.
1863 wurde in Bornheim die Gasbeleuchtung eingeführt. Ab 1879 verkehrte nach vorherigen gescheiterten Versuchen im Linienverkehr der Frankfurter Trambahn-Gesellschaft eine regelmäßige Pferdebahn zwischen Bornheim und der Frankfurter Innenstadt.
Am 1.1.1877 wurde Bornheim schließlich nach Frankfurt eingemeindet.
Der Frankfurter Baustadtrat Ernst May initiierte neben anderen Projekten zur Linderung der entstandenen Wohnungsnot in der Zeit von 1926 bis 1930 am Bornheimer Hang die Errichtung einer völlig neuen Siedlung. Der Bau wurde durch Nutzung industriell vorgefertigter Teile beschleunigt, so dass in vier Jahren 1234 Wohnungen fertiggestellt werden konnten. Die Siedlung soll ein Musterbeispiel modernen kommunalen Wohnungsbaus darstellen.
„Bernem“, wie die Einheimischen Bornheim nennen, ist auch heute noch ein sehr lebhafter Stadtteil, der geprägt ist von der Berger Straße, die im Nordend beginnt und durch ganz Bornheim hindurchführt. Restaurants mit Speisen aus den verschiedensten Ländern, Kneipen, ein Kino (Das „Berger Kino“ hat fast schon Kultcharakter) und Läden – von kleinen Einzelhandelsbetrieben bis zum mondänen mehrstöckigen Elektronik-Discounter – begründen den Ruf der „Bernemer Zeil“, die als Einkaufsstraße und Flaniermeile in ganz Frankfurt bekannt ist.
Auch abseits der Berger Straße finden sich in Bornheim nach wie vor traditionelle Apfelweinkneipen (Eulenburg *, Schmärrnche), wie sie schon seit 500 Jahren als attraktives Ziel für durstige Frankfurter galten. Das Schmärrnche gegenüber der Johanniskirche liegt genau im alten Dorfkern des 1877 eingemeindeten Dorfes Bornheim.
Bürgertreff Bornheim
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Evangelische Johanniskirche
Hoher Brunnen
Museum
Bornheimer Karneval-Gesellschaft 1901
Große Bornheimer Karneval-Gesellschaft Stutzer Website
Karneval-Gesellschaft Bernemer Käwwern
Frankfurter Karneval-Ges. Narrhalla
Carnevalverein Pierrette
Karnevalverein "Der Frankfurter" 02
Frankf. Karnevalverein 1911 und seine Maa-Gard
Karnevalverein "Die Spinner"
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"Frankfurt-Bornheim".
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