Franco Frattini * (* 14. März 1957 in Rom) ist ein italienischer Politiker; er gehört der Partei Forza Italia an.
Frattini studierte Rechtswissenschaften, legte 1979 das Staatsexamen ab und war danach lange Zeit als Staatsanwalt tätig. Bei den Parlamentswahlen von 1996 wurde er als Vertreter des Wahlkreises Bozen - Leifers in das Italienische Parlament (Abgeordnetenhaus) gewählt und war als Vertreter der Opposition Mitglied der Geheimdienstkommission. Obwohl er 2001 wieder in Bozen und Leifers kandidierte, wurde er nicht gewählt, weil die Südtiroler Volkspartei den Kandidaten des Ulivo Claudio Bressa unterstützt hat. Durch das komplizierte Wahlsystem zog er trotzdem über den nationalen Verhältniswahlkreis ins Parlament ein und wurde zum Minister für Geheimdienst und 2002 wurde er Außenminister seines Landes.
Im November 2004 wurde Frattini als künftiger EU-Kommissar vorgeschlagen. Zunächst sollte dies Rocco Buttiglione werden, der jedoch wegen diverser Äußerungen umstritten war. Seit dem 18. November 2004 ist er Vizepräsident der Europäischen Kommission und für Justiz, Freiheit und Sicherheit zuständig. Sein Nachfolger als Außenminister ist Gianfranco Fini.
Im Februar 2006 sorgte er für Wirbel, als er die Weigerung eine Studie zur umstrittenen Vorratsdatenspeicherung, welche alle EU-Bürger betrifft, damit begründete, dass eine kurzfristige Folgenabschätzung "keinen Mehrwert" bringen würde.
Mann | Italiener | Politiker (Italien) | EU-Kommissar | Geboren 1957
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