Die Franckeschen Stiftungen wurden 1698 durch August Hermann Francke, den Hauptvertreter des Halleschen Pietismus in Halle an der Saale gegründet. Der Beginn liegt in einer 1695 aus Spendengeldern ermöglichten Gründung einer Armenschule zu Glaucha. Aus dieser entwickelte sich in wenigen Jahrzehnten eine Schulstadt. Zu ihr gehörten mehrere Erziehungsanstalten, die Ostindische Missionsanstalt, die Cansteinsche Bibelanstalt, das Historische Waisenhaus, Lehrmittelsammlungen wie die Kunst - und Naturalienkammer, botanische Anlagen, die Bibliothek der Franckeschen Stiftungen, Wirtschaftsgärten und produzierende Einrichtungen, u. a. Apotheke, Buchdruckerei und landwirtschaftliche Betriebe.
Die pädagogische Tradition wird bis heute fortgeführt. Institute der Martin-Luther-Universität, zugehörige Bibliotheken, das Evangelische Konvikt und das Internat des Landesgymnasiums Latina befinden sich heute in den historischen Gebäuden, neben bereits vorher erwähnten Einrichtungen.
Der Freundeskreis der Franckeschen Stiftungen unterstützt die Franckeschen Stiftungen finanziell.
A.H. Franckes Reform- und Programmschrift des Halleschen Pietismus:
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