Der Ausdruck Foul (englisch foul = faul, schlecht, schmutzig) bezeichnet im Sport – außer im Baseball – ein regelwidriges Verhalten: Ein Spieler verstößt gegen bestimmte Regeln, er wirkt auf einen Mitspieler unsportlich ein, und/oder er verhindert einen unmittelbar bevorstehenden Erfolg des Gegners.
Je nach Spielregeln und Schwere eines Fouls soll es mit einer Strafe belegt werden. Dies sind je nach Sportart Freistoß, Freiwurf, Gelbe Karte (Verwarnung), Rote Karte (Ausschluss vom Spiel), Zeitstrafe (Zeitweiser Ausschluss vom Spiel) oder Strafpunkte.
Taktische Fouls unterscheiden sich von gewöhnlichen durch mehrere Merkmale. „Normale“ Fouls werden in der Regel als letztes Mittel, den Gegner aufzuhalten, verwendet. Unter anderem spielt häufig auch Aggression und Wut eine Rolle, was bei taktischen nicht der Fall ist. Zudem werden gewöhnliche Fouls meist mit der Absicht begangen, dem Gegner Schaden zuzufügen, weshalb oft brachiale Methoden wie eine Blutgrätsche eingesetzt werden. Dies ist bei taktischen Fouls nicht notwendig. Stattdessen erfolgen Griffe an den Arm oder ans Trikot, was keine Gefährdung des Gegners nach sich zieht und den Schiedsrichter trotzdem dazu bewegt, das Spiel zu unterbrechen.
Taktische Fouls sorgen des Öfteren für Diskussionen, da sie das Reglement, was ja eigentlich für Fairness sorgen soll, zum Erreichen eines Vorteils ausnutzen. Unter anderem deshalb gibt es in einigen Sportarten (z. B. Fußball) die Möglichkeit für den Schiedsrichters auf Vorteil zu entscheiden. Außerdem wird ein offensichtlich aus taktischen Motiven begangenes Foul im Fußball mit einer Verwarnung bestraft.
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