Siemens S65 Kamera.JPG mit integrierter Kamera auf der Rückseite]] SHARP_TM200-2.jpg TM 200 mit 2-Megapixel Kamera]] Handykameramakephoto.jpg | Handykamerafoto.jpg | Handykameraobjektiv.jpg | Samsung SCH-V770 (Vorderseite).jpg]]
Ein Fotohandy oder ein Kamera-Handy ist ein Mobiltelefon mit integrierter Digitalkamera.
Die Nachfrage nach Kameras in Mobiltelefonen ergab sich im Rahmen der immer besser werdenden Multimediafähigkeiten von Handys. Besonders für Jugendliche war es trotz zunächst allgemein schlechter Auflösung nach dem VGA-Standard attraktiv, spontan Bild-, Ton- und Videoaufnahmen zu machen und diese dann mittels des Multimedia Messaging Service an Freunde zu versenden.
Seit 2004 wurden dann immer bessere Digitalkameras in die tragbaren Telefone verbaut und Fotohandys mehr und mehr zum Standard. Mit dem Siemens S65 wurde das erste 1,3 Megapixel-Kamerahandy auf den Markt gebracht. Zwischenzeitlich geht der Trend zu 2 Megapixel-Kamerahandys. Auf der CeBIT 2005 stellte der koreanische Handyhersteller Samsung mit dem ersten 7-Megapixel-Fotohandy Samsung SCH-V770 das erste Kombigerät zwischen Kamera und Telefon - welches vorerst allerdings nur für den asiatischen Markt bestimmt ist - vor; darüber hinaus wurde ein Fotohandy mit Zoom und Autofokus-Funktion vorgestellt, welches mit einer neuartigen Flüssiglinse ausgestattet ist.
Simple Digitalkamera-Funktionen mit niedriger Auflösung (meist VGA oder QVGA) fanden ungefähr ab dem Jahre 2003 zusammen mit farbigen Displays ihren Weg in Handys. Mittlerweile besitzen fast alle Modelle eine Handykamerafunktion. Die aktuelle Generation schafft es, sich von der Handykamerafoto.jpg der Fotos zu lösen und bietet Auflösungen im Megapixelbereich. Ein weiterer Fortschritt ist die Implementation eines Autofokus, was eine deutlich überlegene Bildschärfe im Gegensatz zu den zuvor üblichen Handys mit Fixfokus-Objektiv liefert.
Weitere Funktionen sind vorgefertigte Effekte per Software (Rahmen, Digitalzoom, Bildtönung, einfachste Bildbearbeitung) oder ein eingebauter Minispiegel in der Nähe des Objektivs, um sich selbst zu fotografieren. Auch ist es meist möglich, Videos von bescheidener Qualität aufzunehmen.
Mit Hilfe eines entsprechenden Datenkabels oder per Bluetooth bzw. Infrarot können die Fotos auf den Computer geladen oder kostenlos an andere Handys verschickt werden. Allerdings wünschen sich die Mobilfunkprovider dass der Fototransfer zwischen Mobilgeräten über ihre kostenpflichtigen MMS-Dienste abgewickelt wird. Am restriktivsten geht hier der Provider Vodafone vor, der bei gebrandeten Handys die entsprechende Funktionalität zum Dateitransfer via Infrarot oder Bluetooth entfernt beziehungsweise deaktiviert.
Leider ist das Objektiv der Kamera in den wenigsten Fällen gegen Verkratzen geschützt, somit leidet die Bildqualität. Bei einigen Modellen sitzt das Objektiv tiefer im Gerät (bspw. BenQ-Siemens), bei anderen schiebt man eine Klappe vor (bspw. Sony Ericsson).
Der Trend der Fotohandys geht jetzt hin zu zwei Kameras am Mobiltelefon: Eine auf der Vorderseite, um über UMTS Videos bei der Videotelefonie zu senden, und auf der Rückseite eine mit höherer Auflösung, um Fotoaufnahmen in besserer Qualität zu machen.
In den letzten Jahren gerieten jugendliche Täter häufiger in die Schlagzeilen, die Gewaltakte mit Fotohandys fotografiert oder gefilmt haben und anschließend im Internet oder über Bluetooth und Infrarot verbreitet haben (Happy Slapping). Der jüngste Fall war eine gefilmte Vergewaltigung einer 16-jährigen durch vier 13- bis 15-jährige Jugendliche mit Migrationshintergrund im Volkspark Jungfernheide in Berlin *.
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