Forza Italia (aus der Sportlersprache entlehnt; auf deutsch etwa: Vorwärts Italien) ist eine Politische Partei in Italien.
1993 wurde sie vom Unternehmer (u.a. Besitzer der Fininvest) Silvio Berlusconi gegründet, der auch ihr Vorsitzender ist. Gemeinsam mit anderen Mitte- und Rechtsparteien wie der regionalistischen Lega Nord, der Alleanza Nazionale und der christdemokratischen UDC bildet sie das Wahlbündnis Casa delle Libertà (deutsch: Haus der Freiheiten), das bis 2006 die Mehrheit im italienischen Parlament stellte.
Kritiker werfen der Partei vor, nur unzureichende Parteistrukturen aufgebaut zu haben und führen die scheinbar unangreifbare Position von Silvio Berlusconi als Argument ins Feld. Historisch gesehen hat die Forza Italia großen Teilen der nach der Auflösung der italienischen Christdemokratie (Democrazia Cristiana, DC) heimatlos gewordenen bürgerlichen Kräfte eine neue Heimat gegeben. In Wirtschaftsfragen tritt sie liberal auf, sonst eher konservativ und christdemokratisch. Bei den Parlamentswahlen im Jahr 2006 hat die Forza Italia mit einem Anteil von 23,7 % deutlich weniger Stimmen erhalten als noch 2001 (29%) und gleichzeitig ihre Regierungsmehrheit eingebüßt, ist allerdings weiterhin mit großem Abstand stärkste Partei.
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