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| Forschungszentrum Rossendorf e.V. | ||
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| fz_rossendorf.jpg | Dresden in Germany.png | |
| Gründungsjahr: | 1992 | |
| Wissenschaftlicher Direktor: | Prof. Dr. Roland Sauerbrey | |
| Kaufmännischer Direktor: | Dr. Dr. h.c. Peter Joehnk | |
| Mitarbeiter/-innen: | 550 (2004) | |
| Gesamtetat: | ca. 61 Mio. Euro | |
| Rechtsform: | e.V. | |
| Ort: | Dresden, Deutschland | |
| Offizielle Website: | www.fz-rossendorf.de | |
| Offizielle E-Mail: | kontakt@fz-rossendorf.de | |
Das Forschungszentrum Rossendorf (FZR) (ehemals Kernforschungszentrum der DDR) ist ein naturwissenschaftliches Forschungszentrum in Dresden im Freistaat Sachsen in Deutschland und Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Es wurde im Jahre 1992 gegründet und betreibt anwendungsorientierte Grundlagenforschung.
Das Forschungszentrum befindet sich in Rossendorf und liegt ungefähr 12km außerhalb von Dresden (in nordöstlicher Richtung). Es wurde 1999 zusammen in der Ortschaft Schönfeld-Weißig nach Dresden eingemeindet.
Das Forschungszentrum beschäftigt ca. 550 Mitarbeiter (2004). Auf einer Gesamtfläche von 186 ha wird in den Disziplinen Physik, Chemie, Biologie und Medizin Anwendungs- sowie Grundlagenforschung betrieben. Die Grundfinanzierung von ca. 56 Mio. Euro wird jeweils zur Hälfte durch Bund und Länder bereitgestellt, sowie zusätzlich rund 8 Mio. Euro aus Drittmitteln. Bei den Mitteln der Länder wird der Großteil vom Freistaat Sachsen getragen. In der DDR war langjähriger Direktor des Kernforschungszentrums Prof. Klaus Fuchs.
Als ehemaliges Kernforschungszentrum der DDR waren in Rossendorf verschiedenste Forschungsreaktoren in Betrieb. Alle wurden vom Zentralinstitut für Kernforschung Rossendorf auf dem heutigen Gelände des Forschungsstandortes betrieben und schrittweise nach der Auflösung der DDR außer Betrieb gesetzt. Für die Stilllegung und den Rückbau wurde der Verein für Kernverfahrenstechnik und Analytik Rossendorf e.V. (VKTA) vom Freistaat Sachsen beauftragt::
1991 wurde der Reaktor endgültig abgeschaltet. Die bis dahin benutzten 951 Brennelemente wurden bis zu Ihrem Abtransport in einer gesonderten Halle in CASTOR-Behältern vom Typ MTR 2 untergebracht. Von Ende Mai 2005 bis Mitte Juni 2005 fand der Abtransport der eigentlich aus der ehemaligen Sowjetunion stammenden Brennelemente zum Zwischenlager Ahaus in 3 gesonderten Transporten statt. Hierbei kam es zu heftigen Protesten von Atomkraftgegnern in Ahaus und an der Strecke des Castorzuges. Bis zu seiner endgültigen Lagerung in einem Endlager sind die Brennelemnte dort in einer gesonderten Halle untergebracht.
Dieser Forschungsreaktor hatte eine sehr geringe Leistung von ca. 10 Watt. Solche Reaktoren werden auch als „Nullleistungsreaktoren“ bezeichnet. Der Reaktor wurde 1969 errichtet und diente hauptsächlich reaktorphysikalischen Experimenten unter anderem zur Ermittlung von kritischen Massen, zur Wirksamkeit von Regel- und Abschalttechnik, zur Abbrandoptimierung, zur Neutronenflussverteilung sowie zur Validierung und Verbesserung von Rechenmodellen. Nach der Aussonderung im Jahre 1991 wurde er anschließend im Jahre 1998 vollständig abgebaut und aus dem Geltungsbereich des Atomgesetzes entlassen.
Der Ringzonenreaktor (RRR) in Rossendorf war der erste Reaktor, der in der DDR eigenständig entwickelt wurde. Er wurde zwischen 1962 und 1991 als Forschungsreaktor betrieben und hatte eine Leistung von 1000 Watt. Der RRR wurde in der reaktorphysikalischen Grundlagenforschung eingesetzt, insbesondere wurden Messverfahren in der Neutronenspektrometrie, für die Reaktivitätsmesstechnik und die Reaktordiagnostik entwickelt und erprobt. Inzwischen wurde der RRR vollständig abgebaut und aus dem Geltungsbereich des Atomgesetzes entlassen.
Wissenschaft (Dresden) | Forschungszentrum | Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft
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