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Nach dem 2. Weltkrieg wurden in England Monoposto-Rennwagen gebaut, in welchen 500 ccm Motorradmotoren verwendet wurden. Die bekannteste Marke war Cooper, zuerst mit JAP-Motoren und später mit Norton Manx Motoren. Motor und Motorrad-Getriebe waren hinter dem Fahrer vor der Hinterachse eingebaut. Die Kraftübertragung erfolgte über eine Kette aufs Getriebe und von dort über eine zweite Kette auf die Hinterachse, das Differential war Sonderzubehör. Die Radaufhängung war unabhängig, mit unteren Dreiecklenkern je einer Querblattfeder oben. Spätere Wagen waren extrem leicht, trocken ca. 240 kg, sie hatten einen Gitterrohrrahmen und Magnesiumräder. Ihr Hauptkonkurrent war der Kieft und der Martin, beide heute verschwunden.

Die Formel 3, in Deutschland seit 1975 als Deutsche Meisterschaft und Formel-3-Cup ausgetragene Rennformel, die auch respektvoll die "Schule der Grand-Prix-Stars" genannt wird. Viele aktuelle Formel-1-Fahrer waren in der Formel 3 aktiv und dabei auch mehr oder weniger erfolgreich. Die Formel 3 bildet in vielen Ländern die höchste nationale Monoposto-Rennserie. Es werden Automobile mit vier Rädern und seriennahen Motoren der Hersteller Opel, VW, Fiat, Toyota, BMW, Alfa Romeo und Mercedes, die für Geschwindigkeitsrennen auf Rundstrecken oder geschlossenen Strecken hergestellt wurden, eingesetzt.

Seit 2004 gibt es die Euroserie mit Rennläufen in mehreren europäischen Staaten. Etwas im Schatten stehen die national ausgerichteten Veranstaltungen, bei welchen der technische Aufwand nicht gar so hoch getrieben werden muss.

Nahezu jedes Land mit einer nennenswerten Aktivität im Motorsport führt auch Formel 3- Rennen durch. Durch das international einheitliche Reglement sollte man meinen, ein italienischer F3 wäre einem englischen oder deutschen sehr ähnlich. Das ist aber nicht so, weil in jedem Land andere Reifen vorgeschrieben sind. Die Technik eines F3 ist so ausgereizt, dass durch einen anderen Reifen eine andere Fahrwerksabstimmung nötig ist (ganz abgesehen von der Fahrweise, aber das kriegen die Fahrer meist hin). Das geht weiter bis zur Getriebeabstufung und zur Motorsteuerung. Die also äußerlich bis auf die Reifen gleichen Autos unterscheiden sich somit erheblich im Fahrverhalten.

Technische Basisdaten


Karosserieabmessungen
  • Gesamtbreite: 185 cm
  • Breite vor den Vorderrädern: 130 cm
  • Breite zwischen Vorder- und Hinterrädern: 130 cm
  • Breite des Heckspoilers: 90 cm
  • Höhe ohne Überrollbügel: 90 cm
  • Mindestradstand: 200 cm
  • Mindestspurweite: 120 cm
  • Mindestgewicht: 550 kg inklusive Fahrer

Motor

  • Hubraum: max. 2000 ccm
  • Zylinder: max. 4, keine Aufladung
  • Airrestriktor (Luftmengenbegrenzer) 26 mm Durchmesser

Räder und Reifen

  • Reifen: Hankook, Reifengröße: 200/50VR13 vorne, 240/45VR13 hinten

Alle Sieger der Deutschen Formel 3 seit 1975


Jahr Fahrer Fahrzeug/Motor Team
1975 Ernst Maring / D Maco 375 / Toyota Maring Motorsport
1976 Bertram Schäfer / D Ralt RT 1 / BMW BSR Racing
1977 Peter Scharmann / D Toj-F302 / Toyota Team Obermoser Jörg
1978 Bertram Schäfer / D Ralt RT 1 / BMW-Toyota BSR Racing
1979 Michael Korten / D March 793 / Toyota Mike Korten Motorsport
1980 Frank Jelinski / D Ralt RT 3 / Toyota BSR Racing
1981 Frank Jelinski / D Ralt RT 3 / Toyota BSR Racing
1982 John Nielsen / DK Ralt RT 3 / VW Volkswagen Motorsport
1983 Franz Konrad / D Anson SA4 / Toyota Konrad Racing
1984 Kurt Thiim / DK Ralt RT 3 / Alfa Romeo Bongers Motorsport
1985 Volker Weidler / D Martini MK 45 / VW J. Kaufmann Racing
1986 Kris Nissen / DK Ralt RT 30 / VW BSR Racing
1987 Bernd Schneider / D Dallara 387 / VW Schübel Rennsport Int.
1988 Joachim Winkelhock / D Reynard 883 / VW WTS Racing
1989 Karl Wendlinger / A Ralt RT 33 / Alfa Romeo RSM Marko
1990 Michael Schumacher / D Reynard 903 / VW WTS Racing
1991 Tom Kristensen / DK Ralt RT 35 / VW BSR Racing
1992 Pedro Lamy / P Reynard 923 / Opel WTS Racing
1993 Jos Verstappen / NL Dallara 393 / Opel WTS Racing
1994 Jörg Müller / D Dallara 394 / Fiat RSM Marko
1995 Noberto Fontana / RA Dallara 395 / Opel KMS Motorsport
1996 Jarno Trulli / I Dallara 396 / Opel Opel Team KMS Benetton Formula
1997 Nick Heidfeld / D Dallara 397 / Opel Opel Team BSR
1998 Bas Leinders / B Dallara 398 / Opel Van Amersfoort Racing
1999 Christijan Albers / NL Dallara 399 / Opel Opel Team BSR
2000 Giorgio Pantano / I Dallara F3/00 / Opel Opel Team KMS
2001 Toshihiro Kaneishi / J Dallara F3/01 / Opel Opel Team BSR
2002 Gary Paffet / GBR Dallara F3/02 / Opel Team Rosberg
2003 Joao Paulo de Oliveira / BRA Dallara F302 Opel-Spiess JB Motorsport
2004 Bastian Kolmsee / D Dallara F302 Opel-Spiess HS Technik Motorsport

Weblinks


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