Mit dem Namen Taunus wurden nach dem 2. Weltkrieg bis 1967 alle deutschen Ford-Modelle bezeichnet. Die amerikanische Mutter Ford Motor Company verbot in jener Zeit der Ford-Werke AG, den Markennamen "Ford" zu benutzen. "Taunus" war bis 1967 ein Markenname und zugleich ein Synonym für Ford. Die PKW hatten Bezeichnungen wie 12M, 15M etc., wurden aber unter der Marke "Taunus" verkauft. Sogar der kleine Lieferwagen wurde als "Taunus" mit der Bezeichnung Transit angeboten. 1967, mit dem Erscheinen der P7-Modelle, verschwand der Name Taunus jedoch, und die Autos hießen jetzt nur noch 12M, 17M etc.
Es gab folgende Modelle:
Während sich das erste Modell, auch Knudsen-Taunus genannt (nach S.E. Knudsen, Vorstandsvorsitzender bei Ford, der dem ersten Taunus die charakteristische Frontpartie und Hutze auf der Motorhaube verlieh), deutlich von seinen geglätteten Nachfolgern abhebt, unterscheiden sich die beiden letzten Modellreihen TC '76 und TC '80 vor allem durch die Gestaltung der Frontpartie (geänderter Kühlergrill beim TC '80 mit grossen Plastiklamellen und um die Kanten gezogenen Blinkern), des Hecks (der TC '80 besitzt breitere Rückleuchten als der TC '76) sowie in den Proportionen der Karosserie: der TC '80 besitzt eine höhere Fahrgastzelle als der TC '76.
Der Ford Taunus TC der 1. Serie wurde im September 1970 vorgestellt (Modelljahr 1971). Fünf Ausstattungsvarianten waren zu haben: Standard, L, der luxuriös angehauchte XL, der sportlich aufgemachte GT, und als Topmodell der GXL.
Alle Varianten waren als zwei- oder viertürige Limousine erhältlich, den Kombi gab es nur als Standard, L oder XL, und das elegante Coupé war nicht in Standardausführung erhältlich.
Standard, L (serienmäßig mit runden Scheinwerfern ausgestattet, die sie von den besseren Modellen abheben sollten) und XL (eckige Scheinwerfer) waren serienmäßig mit einem 1300cm³-OHC-LC-Vierzylinder ausgerüstet, welcher 55 PS leistete. Auf Wunsch gab es auch einen 1600cm³-OHC-HC-Motor gleicher Bauart, der 72 PS leistete (später auch mit niedrigerer Verdichtung und 68 PS lieferbar). GT und GXL waren serienmässig ebenfalls mit einem 1600cm³-OHC-HC-Motor ausgerüstet, der jedoch (u.a. aufgrund eines Fächerkrümmers und eines anderen Vergasers) 88 PS brachte. Sie besaßen außerdem ein "sportlicher abgestimmtes" Fahrwerk sowie eine leistungsfähigere Bremsanlage mit größeren Trommelbremsen an der Hinterachse und kamen mit ab Werk mit Extras wie z.B. einem Fach in der Mittelkonsole, umschäumtes Sportlenkrad, Halogen-Zusatzleuchten und Zusatzinstrumenten (Drehzahlmesser, Ampèremeter, Öldruck)etc. Auf Wunsch war bei diesen Modellen auch ein Zweiliter-V6-Motor mit 90 PS lieferbar, der bereits aus den 20m-Modellen der 60er bekannt war (Baureihe P5). Ende 1971 war dann als neue Spitzenmotorisierung ein 2,3 Liter-V6-Motor erhältlich, der in seiner Bauart gleich mit dem Zweiliter war und mit seinen 108 PS den Taunus auf damals beachtliche 175km/h beschleunigte. Aufgrund gravierender Qualitätsmängel bei den frühen Fahrzeugen bekam der Taunus vom ADAC die "Silberne Zitrone", den Preis für gravierende Neuwagenmängel, verliehen. Die damaligen Autotester bemängelten auch das insgesamt schwammige, unkomfortable Fahrwerk sowie das unübersichtliche Armaturenbrett, welches in seinem Design jenem des 1969er Ford Mustang ähnelt.
1973 wurde der Taunus entsprechend den Kritikpunkten der Presse umgestaltet: das Armaturenbrett wurde komplett "nüchtern und funktional" neugestaltet (und in dieser Form auch im Taunus'76 beibehalten), das Fahrwerk wurde neu abgestimmt und serienmässig mit vorderen und hinteren Stabilisatoren ausgerüstet, was das Fahrverhalten ein wenig verbesserte. Äußerlich änderte sich wenig, alle Modelle besaßen jetzt einheitlich einen mattschwarzen Plastikkühlergrill mit eckigen Scheinwerfern, dafür bekamen Standard und L jetzt anstatt eines Wappens in der Mitte des Kühlers einen Fordschriftzug welcher am Kühlergrill auf der Fahrerseite zu finden war. Die Ausstattungsvariante GT fiel weg, dafür erhielt der XL jetzt einen Drehzahlmesser sowie den 2l V6 auf Wunsch, und der GXL bekam äußerlich andere, breitere Zierleisten und innen echtes Holz für Armaturenbrett und Türverkleidungen.
Zum Modelljahr 1975 wurde der Taunus nochmals überarbeitet. Bei den einfachen Modellen Standard und L waren die Zierleisten um die Fenster nun mattschwarz, die gekrönten Wappen mit der Hubraumangabe an den Vorderkotflügeln wichen nüchternen Zahlen, das Ford-Wappen auf dem Kühlergrill wurde jetzt bei allen Modellen durch einen simplen "Ford"-Schriftzug ersetzt. Der Ford-Schriftzug auf der Heckklappe, der bisher die gesamte Breite einnahm und bei XL und GXL als breite Aluleiste ausgeführt, wanderte in verkleinerter Form die linke obere Ecke des Kofferaumdeckels, der Taunus-Schriftzug wurde statt in geschwungener Schreibschrift wie bei den früheren Modellen, nun in einfachen Druckbuchstaben ausgeführt. Der Kombi, der nun statt Turnier "Freizeit-Taunus" hieß, war nun auch mit GXL Ausstattung zu haben.
Zum Jahreswechsel 75/76 wurde dann das neue Modell vorgestellt, das zwar äußerlich geglättet war, aber technisch immer noch viel mit dem TC der ersten Serie gemeinsam hatte: der Taunus TC '76.
Mögliche Motorisierung:
PKW-Modell | Markenname | Ford | Mittelklasse
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"Ford Taunus".
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