Der Ford Capri ist ein Sportcoupé und wurde zwischen November 1968 und Dezember 1986 von Ford Europa gebaut.
Hergestellt wurden nur zwei Baureihen, die im Laufe der Zeit jedoch diverse Modifikationen erhielten. Dabei kamen Motoren von 1300 cm³ mit 50 PS (V4-OHV) bis zu 3000 cm³ und maximal 188 PS (2,8l V6-OHV Turbo), zum Teil mit Einspritzmotoren zum Einsatz, die auch in anderen Fordmodellen, etwa dem Granada zum Einsatz kamen.
Als "Kultauto" gilt in erster Linie der Ford Capri RS 2600. Er wurde von Ende 1970 bis zum Schluss der Baureihe Capri I 1973 gebaut. Dieses Fahrzeug war mit einer mechanischen Kugelfischer-Einspritzanlage ausgerüstet. Der 2,6-Liter Motor wurde mit 150PS angegeben. Diese Angabe war tiefgestapelt, die meisten Fahrzeuge hatten zwischen 160 und 170PS. So sind auch die für damalige Verhältnisse hervorragenden Fahrleistungen zu erklären (0-100 ca. 7,7 bis 8,0 sec. und eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h). Dieses Fahrzeug war die Basis für die Werks-Renncapris. Der Capri 2.6 RS wurde auf Initiative des damaligen Leiters der Ford RS-Abteilung Jochen Neerpasch entwickelt und diente zur Homologation. Hierfür wurde auch eine Wettbewerbsversion ab Werk über die Motorsportabteilung angeboten. Der sogenannte Leichtbau-Capri hatte GFK-Türen mit Kunststofffenstern und einen GFK-Kofferraumdeckel. Im Innenraum wurde der Wagen mit Vollschalensitzen ausgestattet, auf jegliches Dämmmaterial wurde aus Gewichtsgründen verzichtet.In dieser Light-Version verzichtete man auch auf die Kugelfischer-Einspritzanlage und verbaute statt dessen einen Vergaser.Auch gab es für die Wettbewerbsversion einen überarbeiteten Motor,der über das Motorsport-Netz angeboten wurde, wobei sich der Hubraum durch aufbohren von 90mm auf 93mm dann auf 2,8 Liter erhöhte.Dazu konnte mann dann zwischen div. Vergasern oder Vergaseranlagen, schärferen Nockenwellen, größeren Ventilen, Auspuffanlagen, ein Riesensortiment an Felgen und Fahrwerksteilen, Spoilern usw. wählen. Den Fordbegeisterten Motorsportfahrern durfte es an nichts fehlen. Dieses Fahrzeug wurde 1970-1971 angeboten und hatte ein sensationelles Leistungsgewicht von 6kg/PS. Hier eine kleine Übersicht der offiziellen Baureihenbezeichnungen:
| Ford-capri.jpg | Capri2a.jpg | capri28i.jpg |
Auch einige Sondermodelle, wie der Tickford, Cabrios der Fa. Karl Deutsch, Cabrios aus Halewood oder selbst Aston-Martin-Capris wurden gebaut. Es gab in geringer Stückzahl Capris mit einem V8-Motor (5500 cm³ und 375 PS), der aus einem Mustang Shelby GT 350 transplantiert wurde. Der Konstrukteur Ing. Gerd Knözinger hat unter dem Firmennamen MAKO ebenfalls Capris mit V8-Motoren ausgestattet. Seine mit 4,9-Liter-Hubraum und diversen Leistungsstufen gebauten Fahrzeuge waren zusätzlich auch mit dem gesamten Antriebsstrang, einschließlich der Bremsanlage des Mustang, umgebaut worden. Er hatte aber auch Ford-Granada-Modelle mit Porsche-Motoren im Angebot. Der Vertrieb der schnellen MAKO-Fahrzeuge endete allerdings wieder früh, bereits zu Anfang der 80er-Jahre. In den Jahren 1981 brachte Ford den heute am meisten gesuchten Capri Turbo in begrenzter Stückzahl heraus. Diese 200 Fahrzeuge wurden nur über das RS-Händlernetz angeboten und waren optisch vom normalen Capri durch verschiedene RS-typische Merkmale zu unterscheiden. Zum äußerlichen Erscheinungsbild kamen zum einen die Kotflügelverbreiterung, der Front-, bzw. der doppelte Heckspoiler und die 235/60R13 Reifen auf breiten Stahlfelgen, bzw. auf Wunsch mit 7 1/2" Ronal-Alufelgen.Im Innenraum wurden Sportsitze in grauem Velourstoff und ein 4-Speichen RS-Lenkrad montiert. Auch der Tuner SUHEund die Fa. Wolf Motorsport oder Gerstmann,um nur einige zu nennen, boten sowohl optisches als auch technisches Zubehör für das Sportcoupé an.
Im Motorsport konnten mit dem Capri große Erfolge erzielt werden. Zum Beispiel siegte Jochen Mass beim populären 200-Meilen-Rennen auf dem Norisring und schlug dabei seinen Formel-1-Kollegen Hans-Joachim Stuck auf BMW.
Beim damals noch sehr jungen Autosport namens Rallycross setzte das Werk in England zwischen Anfang 1969 und Ende 1971 selbst zwei Capri 3000GT 4WD (mit Zodiac-V6-Motoren) unter Rallye-Werksfahrer Roger Clark und seinem Bruder Stan Clark ein und unterstützte außerdem noch das Semi-Werksauto von Rod Chapman. Die später gut 250 PS starken 4x4-Capris (mit 3-l-Motoren, CanAm-Benzin-Einspritzung, ZF-Getriebe und Ferguson-Allradantrieb ausgerüstet) hatten anfänglich zwar mit vielen „Kinderkrankheiten“ zu kämpfen, wurden aber irgendwann so überlegen, dass sie erst fünf oder zehn Sekunden (4WD penalty – abhängig von der jeweiligen Rennstrecke) nach ihren Gegnern starten durften und trotzdem oftmals siegreich blieben.
Von den Ford Capri wurden mit den Jahren auch zahllose Modelle diverser Spielzeughersteller angeboten. Darunter Modellbausätze aus Kunststoff wie auch Metall, Fertigmodelle und Slotcars.
Slotcar1-1.jpg
Die Bilder zeigen das Modell Ford Capri'73 XL mit Vinyldach
PKW-Modell | Ford | Sportcoupé
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Ford Capri".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world