Folkpartiet liberalerna (Liberale Volkspartei) ist eine der im schwedischen Reichstag vertretenen politischen Parteien. Sie ist eine sozialliberale Partei. Parteivorsitzender ist seit 1997 Lars Leijonborg. Die Liberale Volkspartei erreichte bei den Reichstagswahlen 2002 13,3% der Stimmen und 48 von 349 Mandaten. Die Partei ist als liberale Partei Mitglied der ELDR.
Nachdem diese Reformen 1920 durchgeführt worden waren, führten unterschiedliche Standpunkte in der Alkoholpolitik zum Auseinanderbrechen der Partei, und in den folgenden Jahren konkurrierten zwei liberale Parteien miteinander. Erst 1934 kam es mit der Neubildung der Liberalen Volkspartei zu einer Wiedervereinigung des liberalen Lagers.
Die neue Partei entwickelte ein sozialliberales Programm, in dem klassische liberale Positionen durch die Forderung nach sozialer Verantwortung des Staates für die Schwächsten der Gesellschaft ergänzt wurden. In den 50er Jahren, die die Blütezeit der liberalen Volkspartei waren, verstand man es, diese sozialliberale Politik deutlich zu formulieren und sich gleichzeitig vom Sozialismus und der Planwirtschaft der sozialdemokratischen Regierung abzugrenzen.
In den 60er und 70er Jahren geschah ein Generationswechsel in der Partei und die liberale Volkspartei öffnete sich auch gegenüber dem hauptsächlichen politischen Gegner, den Sozialdemokraten, was zu einer Zusammenarbeit in der Legislaturperiode von 1973 bis 1976 führte. Als aber die bürgerlichen Parteien 1976 die Mehrheit erreichten, trat die Liberale Volkspartei in die bürgerliche Koalitionsregierung ein. Nach dem Zusammenbruch dieser Regierung 1978, bildete die Volkspartei eine Minderheitsregierung unter Ola Ullsten, die ein Jahr später von einer neuerlichen bürgerlichen Koalition abgelöst wurde.
Nach einem weiteren Führungswechsel 1983 aufgrund eines katastrophalen Wahlresultates positionierte sich die Liberale Volkspartei mehr und mehr im bürgerlichen Lager, und sie nahm auch an der bürgerlichen Koalitionsregierung 1991-94 teil. Die Wahlen in den 90er Jahren aber brachten die Partei in die gefährliche Nähe der Vierprozent-Hürde, doch konnte sie sich mit dem Überraschungsergebnis von 2002 wieder konsolidieren.
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