| Flussneunauge | ||||||||||||||
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| Lampetra_fluviatilis.jpg | ||||||||||||||
| : | Wirbeltiere (Vertebrata) |
| : | Kieferlose (Agnatha) |
| : | Rundmäuler (Cyclostomata) |
| : | Neunaugenartige (Petromyzontiformes) |
| : | Neunaugen (Petromyzontidae) |
| : | Flussneunaugen (Lampetra) |
| : | Flussneunauge |
Das Flussneunauge ist eine Art der Neunaugen (Petromyzontidae) und damit ein Rundmaul (Cyclostomata). Es ist ein anadromer Wanderer, was heißt, das die adulten Flussneunaugen zum Laichen aus dem Meer ins Süßwasser bis in die starkströmenden Regionen der Oberläufe und Bäche aufsteigen. Im Meer ernähren sich die Flussneunaugen von Fischen, an die sie sich mit ihrem Saugmaul anheften. Mit der bezahnten Zunge wird das Muskelfleisch des Fisches regelrecht abgeraspelt. Ein von Drüsen in der Mundhöhle gebildetes Sekret verhindert dabei die Gerinnung des Blutes.
Auffällig sind die sieben runden Kiemenöffnungen, die gemeinsam mit dem echten Auge und der Nasenöffnung zum Namen „Neunauge“ geführt haben. Das Maul ist zu einem Saugmaul umgestaltet, mit den sich das parasitisch lebende Tier an seinen Wirten festsaugen kann. In diesem Maul stehen fünf bis neun scharfe Hornzähne auf einer Hornplatte unterhalb der Mundöffnung. Hinzu kommen weitere kräftige Zähne oberhalb und neben der Mundöffnung.
Die Larven ernähren sich dagegen als Filtrierer von Planktonorganismen und organischen Materialien, die aus dem Süßwasser aufgenommen werden (siehe unten).
Die jungen Flussneunaugen wandern mit der Strömung zum Meer und leben dort bis zum Eintritt der Geschlechtsreife. Die geschlechtsreifen Tiere stellen im Herbst die Nahrungsaufnahme ein und wandern bis in die Oberläufe der Flüsse. Dabei bildet sich der Darm zurück. Nach dem Aufwandern in die Laichflüsse machen die Flussneunaugen erst eine Winterruhe durch, danach verpaaren sie sich in den Monaten von Februar bis Mai.
Sie laichen dann bei Wassertemperaturen ab 9° C in kleinen Gruppen ab. Wie das Männchen des Bachneunauges schlagen auch die Flussneunaugen Laichlöcher. Die Weibchen saugen sich oberhalb dieser Senken fest und werden von den Männchen mit dem Hinterleib umschlungen. Das Männchen presst dabei die Eier aus dem Weibchen und gibt sein Sperma dazu. Dabei legt ein einzelnes Weibchen innerhalb weniger Tage bis zu 40.000 Eier, die Elterntiere sterben nach dem Laichen ab.
European river lamprey | Lampetra fluviatilis | Lamproie de rivière | Upinė nėgė | Rivierprik | Minog rzeczny
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