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Fluorescein
 

Strukturformel
fluoresceine.png
Allgemeines
Name Fluorescein
Andere Namen Fluoreszein, Resorcinphthalein, C.I. 45350:1, 6-Hydroxy-9- (2-carboxyphenyl)- 3(3H)-xanthenon, 2-(6-Hydroxy-3-oxo- 3H-xanthen-9-yl)- benzoesäure
Summenformel C20H12O5
CAS-Nummer 2321-07-5
Kurzbeschreibung annähernd rotes, kristallines Pulver
Eigenschaften
Molmasse 332,3 g/mol
Aggregatzustand fest
Dichte (1,6 ± 0,1) g/cm³ bei 20 °C (berechnet)
Schmelzpunkt 314-316 °C (Zersetzung)
Siedepunkt (620 ± 50) °C bei 1 atm (berechnet)
Dampfdruck 70 fPa bei 25 °C (berechnet)
Löslichkeit gut löslich in DMSO,
unlöslich in Wasser,
leicht löslich in Alkalien
Absorptionsmaximum 490 nm (pH 9)
Extinktionskoeffizient 93 000 cm-1 mol-1 (pH 9)
Emissionsmaximum 514 nm (pH 9)
Quantenausbeute 0.93 (50 µmol Fluorescein in
0,1 mol Natriumboratpuffer, pH 9,5)
Fluoreszenzlebensdauer 4,16 ns (Dianion in Natronlauge)

Flourescein ist ein fluoreszierender Farbstoff (Xanthen-Farbstoff) aus der Gruppe der Phthalsäurefarbstoffe.

Geschichte


Fluorescein und andere Phthaleine wurden 1871 von Adolf von Baeyer entdeckt. Den alternativen Namen Resorcinphthalein verdankt der Stoff den Edukten, aus denen ihn von Baeyer synthetisierte.

Verwendung


Fluorescein.JPG Fluorescein wird in der analytischen Chemie als Indikator verwendet. Darüberhinaus dient es zum Nachweis von Bromiden, zur Quellenfärbung und zur Färbung von Seifen und Badeextrakten/-salzen.

Weiterhin ist Fluorescein ein Fluoreszenzfarbstoff, der bei Anregung mit blauem Licht (Absorptionsmaximum bei einer Wellenlänge von 496 nm, z.B. durch einen Argon-Ionen-Laser) grünes Licht (Wellenlänge ca. 520 bis 530 nm) abgibt. Verwandte Reaktivfarbstoffe wie z.B. Fluoresceinisothiocyanat (FITC) können mit verschiedenen Antikörpern (Immunglobulinen) gekoppelt werden und so für die Fluoreszenzmikroskopie oder Durchflusscytometrie eingesetzt werden. Damit können in Flüssigkeiten, Zellen oder Geweben dann spezifische Oberflächeneigenschaften (Antigene), z.B. auch von Krankheitserregern, nachgewiesen werden. Man bezeichnet diese Arbeitstechnik als direkte Immunfluoreszenz.

Fluorescein hat eine hohe Quantenausbeute von bis zu 93 %, seine Nützlichkeit zur Fluoreszenzmarkierung wird aber durch eine Reihe von Nachteilen eingeschränkt: Die Intensität der Fluoreszenz hängt vom pH-Wert ab und fällt stark unterhalb von pH 7 (pKS ≈ 6,4). Unter Beleuchtung geht außerdem die Fluoreszenz schnell zurück (starkes Photobleichen). Das Fluoreszenzmaximum ist nicht sehr scharf, die dazugehörige Bande recht breit.

Analytik


Das klassische Verfahren beruht auf der Bromierung, durch die das rote Eosin (Tetrabromfluorescein) entsteht.

Außerdem fallen verdünnte Lösungen von Fluorescein durch ihre gelbgrüne Fluoreszenzfarbe (Name!) auf.

Wiki-/Weblinks


Chicago River, dye travelling upstream.jpg]] Das wasserlösliche Natriumsalz des sauren Phenols Fluorescein trägt den passenden Namen Uranin (gleiche C.I.-Nummer 45350) und ist ein vielfältig verwendeter gelber, unter UV- und Tageslicht grün fluoreszierender Farbstoff.

Am 17. März, dem St. Patrick’s Day, wird der Chicago River, der durch Chicago fließt, mit Uranin grün eingefärbt. 1962 wurden dafür noch 45 kg des Farbstoffes verwendet, heute (2005) wurde die Menge auf 18 kg reduziert.

Chemische Verbindung | Farbstoff | Fluoreszenzfarbstoff

Fluorescein | Fluorescein

 

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