Fluntern ist ein Quartier der Stadt Zürich. Die ehemals selbständige Gemeinde Fluntern wurde 1893 eingemeindet und bildet heute zusammen mit Hottingen, Hirslanden und Witikon den Kreis 7.
Wappen
Blasonierung
- In Blau zwei gekreuzte silberne Lilienstäbe
Lage
Das Quartier liegt an den südwestlichen Hängen des
Zürichbergs. Das Gebiet erstreckt sich von den Hochschulen oberhalb der Innenstadt bis zur 200 Meter höher gelegenen höchsten Erhebung des Hügels und auch auf dessen anderen Seite wieder ein wenig hinunter in Richtung
Schwamendingen.
Ortsgliederung
Der flache unterste Teil des Quartiers bei den Hochschulen wird als
Platte bezeichnet. Die Bezeichnung
Vorderberg wird heute mehr und mehr vom Namen der
VBZ-Haltestelle (
Kirche Fluntern) verdrängt. Nördlich davon liegt der
Hinterberg. Die
Allmend Fluntern liegt auf dem unbewaldeten Teil des Bergrückens, gehört aber teilweise bereits zu
Hottingen.
Klösterli wird dasjenige Stück der Allmend genannt, das sich auf der Nordostseite des Hügels in Richtung Schwamendingen zieht.
Geschichte
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Früheste Funde stammen aus der
Eisenzeit und von den
Römern. Besiedelt war das Gebiet von den
Alemannen. Schriftlich wurde Fluntern erstmals im Jahr
876 als
Flobotisreine erwähnt. Im Jahr
1127 entstand auf dem Zürichberg das
Augustinerkloster St. Martin. Im Jahr
1525 wurde es in Folge der
Reformation aufgelöst. Heute erinnern noch diverse
Flurbezeichnungen und das Restaurant
Altes Klösterli an dessen Standort.
Eingemeindung
1893 kam die eigenständige Gemeinde zur Stadt Zürich. Schon zuvor hatte sich städtisches Leben in Fluntern breit gemacht, nachdem am Rand und teilweise auch auf dem Gebiet Flunterns die Gebäude der
ETH, der
Universität, des
Universitätsspitals und anderer
Krankenhäuser entstanden waren. Das andere Ende des Quartiers, die
Allmend Fluntern, entwickelte sich zu einem beliebten Ausflugsziel der Städter. Eine
Tramlinie führte seit
1895 auf den Berg. Immer weiter hinauf zogen sich die Villen, die Fluntern zu einem der Nobelquartiere Zürichs machten.
Wirtschaft
Mit den beiden Hochschulen, zahlreichen Krankenhäusern und Forschungseinrichtungen wie der
Schweizerischen Meteorologischen Anstalt sind die zahlreichen Arbeitsplätze im Quartier vor allem in den Sektoren Bildung/Forschung und Gesundheit angesiedelt. Industrie gibt es im Nobelquartier nicht.
Sport und Freizeit
Die Allmend Fluntern hat noch immer eine wichtige Bedeutung für die Stadtbevölkerung als Ausflugsziel und Ort für die Freizeit. Neben den Sportanlagen der Hochschulen und dem Wald ist vor allem der
Zoo Zürich eine Attraktion, die pro Jahr beinahe zwei Millionen Besucher anzulocken vermag.
Die Fédération Internationale de Football Association hat auf der Allmend Fluntern ihren Hauptsitz, das Home of FIFA.
Verkehr
Fluntern ist nur durch die Tramlinien 5 und 6 sowie einige Buslinien der
Verkehrsbetriebe Zürich erschlossen. Die Buslinien von
Dübendorf über
Gockhausen enden bei der Kirche. Viele Bewohner des Quartiers fühlen sich durch den privaten Autoverkehr gestört: Werktags benutzen viele Pendler die Strasse über den Adlisberg als Ausweichsroute, und an den Wochenenden reisen viele Zoobesucher mit dem Auto an. Auch die
Südanflüge auf den Flughafen Zürich belasten die Bewohner in Teilen des Quartiers. Eine
Seilbahn vom
Bahnhof Stettbach zum Zoo, die eine attraktive Alternative zum Auto und zur langen Tramfahrt vom Stadtzentrum werden soll, ist zur Zeit in der Projektierungsphase.
Persönlichkeiten
Literatur
- Zunft Fluntern (Herausgeber): Fluntern – Vom Weinbauerndorf zum Stadtquartier am Zürichberg. Verlag Schippert, Ebmatingen 1995 ISBN 3-9520779-0-9
Weblinks
Stadtteil (Zürich)