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Bei einem Flugmotor handelt es sich um eine Verbrennungskraftmaschine, am häufigsten in Form eines Kolbenmotors, die speziell für den Einsatz in einem Fluggerät konstruiert wurde. Aufgrund dieses Umstandes werden an einen Flugmotor besondere technische aber auch gesetzliche Anforderungen gestellt. Dieses verhindert, bis auf wenige Ausnahmen, den Einsatz von vergleichsweise preisgünstigen PKW- oder Motorradmotoren.
Flugmotoren werden unter anderem durch die Startleistung charakterisiert, die sie in der Regel nur kurzzeitig abgeben dürfen, um eine Überlastung zu verhindern. Im Reiseflug muss die Leistung reduziert werden, meist auf 75% oder weniger.
Diese sich widersprechenden Anforderungen, die geringen Stückzahlen, hohen Entwicklungskosten und gesetzlichen Nachweispflichten (Zertifizierung) führen dazu, dass zahlreiche Flugmotoren seit Jahrzehnten praktisch unverändert gebaut werden. Aktuelle leistungsstarke Flugkolbenmotoren, besonders der beiden großen amerikanischen Hersteller Lycoming und Continental entsprechen heute noch größtenteils dem technischen Stand der frühen 1960er Jahre. Mittlerweile werden neben Vergasermotoren auch Einspritzsysteme angeboten. In kleineren Leistungsklassen sind Zweitaktmotoren üblich.
Außerdem ergeben sich aufgrund der Änderungen der Ansaugluftdichte und der Lufttemperatur, je nachdem in welcher Flughöhe sich das Fluggerät gerade befindet, der Zwang nach geeigneten Regelvorrichtungen für die Gemischbildung (Siehe auch Leanen).
Durch Motoraufladung bleiben Flugmotoren auch in großer Höhe leistungsfähig.
Im Zweiten Weltkrieg und bis in die 1950er Jahre wurden Kolbenflugmotoren mit bis zu 2942 kW (4000 PS) Startleistung und mehr als 50 Liter Hubraum produziert, um die Jagdflugzeuge, Bomber und großen Passagiermaschinen zu motorisieren.
Die wesentlichen Unterschiede/Abweichungen:
Generell wird bei direkt angetriebenen Propellern ein großer Hubraum verwendet, typischerweise 360 Kubikzoll, also etwa 5,9 l Hubraum für 132 kW (180 PS) oder 320 Kubikzoll, also 5,25 l Hubraum, für 118 kW (160 PS). Der Stundenbenzinverbrauch eines solchen Flugmotors beträgt etwa 35-40 Liter AVGAS pro Stunde, größere mit 8,9 Liter Hubraum, also etwa 540 Kubikzoll und 265 kW (360 PS) verbrauchen bis zu 100 Liter AVGAS pro Stunde.
Aber auch niedervolumige Flugmotoren mit Wasserkühlung werden aktuell hergestellt, allerdings nur mit geringerer Leistung. Hierbei wären der Thielert-Dieselmotor (Mercedes Benz Dieselmotor des A-Klasse Mercedes mit 1,7 l Hubraum, turbogeladen, 100 kW (135 PS), Verbrauch 12 l/h Kerosin oder Diesel) und die Bombardier-Rotax Motoren der 912er / 914er Serie (1,4 l Hubraum, bis 85 kW (115 PS, Verbrauch 18 l/h Superbenzin) zu nennen.
Heute sind kurz bauende Boxermotoren üblich, während früher häufig Sternmotoren verwendet wurden, deren Ölverbrauch systembedingt allerdings stets höher lag als beim Boxermotor.
Flugmotor | Triebwerksart | Kraftmaschine | Verbrennungsmotor
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