Die Flugsicherung dient der Lenkung und Sicherung des Luftverkehrs. Die Dienste der Flugsicherung werden vor allem von Linienflügen, aber auch für militärische Einsatzflüge in Anspruch genommen. Wegen der Zunahme des Flugverkehrs - beispielsweise über Deutschland fast 3 Millionen jährliche Flugbewegungen - wird diese Aufgabe immer wichtiger.
Die Luftraumstrukturen im oberen Luftraum sind meist größer dimensioniert und oft nicht exakt an politischen Grenzen orientiert. Die Grenze zwischen oberem und unteren Luftraum liegt nach ICAO bei Flugfläche (FL, Flight Level) 245, wird jedoch oft aus pragmatischen Gründen lokal variiert.
In Europa ist man bestrebt, die nationalen Flugsicherheitsdienste in EUROCONTROL zusammenzufassen. Das gilt insbesondere für die kleineren Staaten sowie für den oberen Luftraum. Die Europäische Union (in Kooperation mit Norwegen und Schweiz) erarbeitet gegenwärtig unter dem Motto „Single European Sky“ gemeinsam mit EUROCONTROL, den nationalen Flugsicherungsdiensten und Verbänden der Luftraumnutzer Vereinbarungen zur Vereinheitlichung der Luftraumstruktur, der Flugsicherungsverfahren, der technischen Flugsicherungssysteme sowie der Entgelterhebung.
Der eigentliche Flugverkehrskontrolldienst (ATC, Air Traffic Control Service) wird nur im kontrollierten Luftraum ausgeübt. Kontrolliert werden alle Luftfahrzeuge, unabhängig davon, ob sie nach Instrumentenflugregeln (Instrument Flight Rules, IFR) oder Sichtflug-Regeln (VFR) operieren.
Verantwortlich für die Flugsicherung ist die jeweilige Flight Information Region (FIR), die durchschnittlich 100.000 km² oder den Umfang kleiner Staaten umfasst. Deutschland beispielsweise hat fünf (Berlin, Bremen, Düsseldorf, Frankfurt, München), Italien hat drei FIRs, Österreich, Tschechien, Dänemark oder die Schweiz bilden jeweils eine FIR. Über den FIR's liegen die UIR's (upper flight information region). In Deutschland gibt es drei UIR's (Berlin, Hannover, Rhein).
Die FIR bzw. UIR hat ihren Namen von Flug-Informations-Dienst (FIS, Flight Information Service). Dieser steht im kontrollierten wie unkontrollierten Luftraum für Flüge nach Sicht- wie für Flüge nach Instrumentenflug-Regeln (IFR) zur Verfügung.
Die Basis moderner Flugsicherung sind Air-Traffic-Management-Systeme, die im wesentlichen aus einem Flugplandatenverbeitungssystem und einem Radardatenverarbeitungssystem bestehen. Radar-Anlagen, die Europa und Nordamerika in Abständen von 200 - 300 km überdecken speisen die ATM-Systeme mit aktuellen Überflugdaten. Eine zusätzliche Absicherung ist die zugewiesene (und vom Piloten rückgemeldete) Flughöhe und der vor dem Start eingereichte Flugplan. Die Koordination der Flüge zwischen den Systemen der einzelnen Kontrollzentralen wird von den ATM-Systemen automatisch durchgeführt und überwacht.
Die Deutsche Flugsicherung feierte 2003/04 ein Doppeljubiläum: 50 Jahre Flugsicherung in Deutschland und 10 Jahre DFS, die 1993 aus der BFS hervorgegangen war.
Siehe auch: Austro Control, Area Control Center, Tower (Flugplatz)
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