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Als Flugschrift bezeichnet man eine Gelegenheitsdruckschrift mit einem Umfang von mindestens vier Seiten.

Die Flugschrift ist eng verwandt mit der Publikationsform des Flugblatts, das ebenfalls einen geringen Umfang hat.

Erscheinungsbild


  • mehrseitig
  • nicht periodisch
  • nicht gebunden
  • selten illustriert
  • Quartformat

Funktion


  • Kontroverse Stellungnahme zu aktuellen Ereignissen
  • Meinungsbild beeinflussen
  • aktuelles Geschehen darstellen
  • zeitgenössisches Wissen vermitteln
  • religiöse Ermahnung

Zielgruppe


  • gebildete und solvente Abnehmer

Autoren


  • anonym oder pseudonym ohne Impressum
  • oder mit Druckort, Druckjahr und Autor
  • Humanisten
  • Theologen
  • Handwerker
  • gebildetes Bürgertum
  • Gelehrte
  • Revolutionäre

Verwendete Gattungen


  • Traktat
  • Epistel
  • Dialog
  • Predigt
  • Gebet
  • Lied
  • Gedicht
  • akademische Rede
  • Erlass

Verwandtschaft


  • Zeitung (periodische Schriften):
    • Bemühen um Aktualität
    • meinungsbildene Funktion

  • Buch:
    • drucktechnisch
    • gestalterisch

  • außerdem: Mandat, Kalender, Broschüre

Literatur


  • Gerhard Dünnhaupt: . Kometenflugschriften in der Publizistik der Barockzeit, in: Philobiblon XVIII.2 (Juni 1974)
  • Paul Wilhelm Hohenemser: Flugschriftensammlung Gustav Freytag, 1925 (Ndr. 1966)
  • W. Kothe: Fünfzig Jahre deutsche Geschichte 1907-1957 in Plakaten und Flugschriften. 1957

Weblinks


Druckerzeugnis | Politischer Widerstand

 

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