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Eine Flugroute kann im kontrollierten oder im unkontrollierten Luftraum verlaufen. Zu ersterem zählen in erster Linie die kontinentalen Luftstraßen (Airway, kurz AWY), die alle wichtigen Flughäfen möglichst geradlinig verbinden und durch Funkfeuer am Boden markiert sind. Die Zuteilung der in einer AWY einzuhaltenden Flughöhe erfolgt durch die Fluglotsen der jeweiligen Bezirkskontrollstelle ACC unter Berücksichtigung des eingereichten Flugplans.

Beim Abflug folgt die Flugroute zunächst der Richtung der Landebahn (gegen den Wind), gefolgt von einer Kurve, die auf einer der vier bis zehn genau definierten, einige Grad geneigt verlaufenden Spuren zur gewünschten Luftstraße führt. Ebenso gibt es Flugrouten für den Landeanflug, die auf die Richtung der Landebahn führen. Die Festlegung dieser Anfangs- und Endrouten in der Terminal Area (TMA) nimmt vor allem Rücksicht auf dicht bebaute Gebiete und prinzipiell auch Aspekte des Lärmschutzes. Die Luftstraßen selbst verlaufen in gestaffelten Höhen - für den Jetverkehr meist über 10 km, was einer Flugfläche (Flightlevel, FL) höher als etwa 300 entspricht.

Nicht kontrollierte Flugrouten werden hauptsächlich von Privatfliegern der Allgemeinen Luftfahrt und in niedrigeren Höhen beflogen. Teilweise erfolgen sie nach Sichtflugregeln (VFR) und können dabei die Fluginformationsdienste (FIS) bzw. die Flugberatung in Anspruch nehmen. Solche Flugrouten werden teilweise Luftwege oder ADR (Advisory Route) genannt.

Über wenig beflogenen Ozeanen ist die Wahl der Flugroute vielfach freigestellt und richtet sich teilweise nach den Windverhältnissen. Einen Jetstream von 200 Knoten auszunützen oder ihm bei Gegenkurs auszuweichen, kann Unterschiede in Flugdauer oder Treibstoffverbrauch von bis zu 25 Prozent bedeuten. Die diesbezüglichen Techniken lassen sich energetisch optimieren - ähnlich wie bei einer Segelregatta - aber auch nach vereinfachten Methoden des Single Heading Flight abwickeln.

Siehe auch


Flugsicherung, Meteorologische Navigation

Flugnavigation

 

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