| Flughunde | ||||||||||||||
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| : | Landwirbeltiere (Tetrapoda) |
| : | Säugetiere (Mammalia) |
| : | Höhere Säugetiere (Eutheria) |
| : | Laurasiatheria |
| : | Fledertiere (Chiroptera) |
| : | Megachiroptera |
| : | Flughunde |
Im Körperbau entsprechen die Flughunde den übrigen Fledertieren, die Flugmembran wird von den verlängerten zweiten bis fünften Fingern gespannt und reicht bis zu den Fußgelenken. Allerdings haben die meisten Flughunde (mit Ausnahme des Langschwanzflughundes (Notopteris)) keinen oder nur einen sehr kurzen Schwanz. Auch das Uropatagium (die Schwanzflughaut) ist nur ein schmaler Streifen entlang der Hinterbeine. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal zu den Fledermäusen ist eine Kralle am zweiten Finger, die bei den meisten Flughundarten vorhanden ist, bei den Fledermäusen jedoch fehlt.
Die Gesichter der Flughunde sind einfach gebaut, die Ohren sind klein und oval und einfach gebaut, ein Tragus fehlt. Die Schnauzen sind oft verlängert, dieses hundeartige Aussehen hat zu ihrem deutschen Namen geführt. Die Nasen sind einfach gebaut und haben keine Nasenblätter.
Ein weiterer Unterschied zu den Fledermäusen ist das Fehlen der Echoortung - außer bei den Rosettenflughunden. Sie haben gut entwickelte Augen und einen ausgezeichneten Geruchssinn. Aufgrund des warmen Klimas in ihrem Verbreitungsgebiet halten sie keinen Winterschlaf. Während die größeren Arten oft in großen Gruppen zusammenleben, sind die kleineren Arten eher Einzelgänger.
Trotz ihrer Größe sind Flughunde völlig ungefährlich, denn sie ernähren sich alle nur pflanzlich, von Nektar, Pollen, Früchten und Blüten. Eine Reihe von Arten ist dadurch für die Vegetation wichtig, da sie beim Verzehr von Früchten Samen transportieren oder auch Blüten bestäuben (Chiropterophilie).
Die interne Systematik der Flughunde ist heute noch immer umstritten und Gegenstand zahlreicher Untersuchungen. Die folgende Einteilung in Gattungsgruppen basiert weitgehend auf Kate E. Jones u.a. A Phylogenetic Supertree of Bats (PDF-Version). Als phylogenetische Untersuchung verwenden die Autoren für die Taxa keinen Rang im klassischen Sinn, die Bezeichnung aller acht Gruppen als Tribus mit der Endung -ini hier und in den Taxoboxen ist daher willkürlich gewählt, manchmal findet man einzelne Gruppen auch im Rand einer Unterfamilie (-inae) oder Subtribus (-ina).
Die Entwicklungsgeschichte der Flughunde kann in folgendem Diagramm zusammengefasst werden: Flughunde (Pteropodidae) |--N.N. | |--Röhrennasenflughunde (Nyctimenini) | |--Kurznasenflughunde (Cynopterini) | |--N.N. |--N.N. | |--Rosettenflughunde (Rousettini) | |--Epaulettenflughunde (Epomophorini) | |--Pteropodinae |--Langzungenflughunde (Macroglossini) |--N.N. |--Spitzzahnflughunde (Harpyionycterini) |--N.N. |--Nacktrückenflughunde (Dobsoniini) |--Eigentliche Flughunde (Pteropodini)
Megabat | Pteropodidae | Velešišmiši | Kalong | オオコウモリ亜目 | Vaisėdžiai šikšnosparniai | Vleerhonden | Крыланы | Megachiroptera
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