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Der Flughafen Braunschweig liegt im Norden von Braunschweig. Zur Zeit (Juli 2006) finden täglich zwei Linienflüge der CSA im Auftrag der Volkswagen AG statt, die allerdings nicht von Privatpersonen gebucht werden können. Dafür wird eine ATR 42-500 eingesetzt. Die Volkswagen AG führt auch mit eigenen Flugzeugen viele geschäftliche Flüge von Braunschweig aus durch. Gelegentlich gibt es zu Auswärtsspielen des Fußballvereins Eintracht Braunschweig Charterflüge durch HLX, meist mit einer Fokker 100. Des weiteren wird der Flughafen von der allgemeinen Luftfahrt benutzt. Möglichkeiten zum Segelfliegen und zum Fallschirmspringen stehen ebenfalls zur Verfügung. Außerdem sind hier Forschungsflugzeuge des DLR, sowie der TU Braunschweig stationiert.

Der Flughafen besitzt drei Start- und Landebahnen. Die asphaltierte Hauptlandebahn hat eine Länge von 1680 m und eine Breite von 30 m. Daneben steht eine Graspiste mit 900 m Länge und 30 m Breite zur Verfügung. Im Norden befindet sich außerdem ein Segelflugstreifen mit 950 m Länge und 150 m Breite.

Betreibergesellschaft


Haupteigentümer der Betreibergesellschaft Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH ist zu 42,6 % die Stadt Braunschweig, zu jeweils 17,8 % das Land Niedersachsen, die Volkswagen AG und die Stadt Wolfsburg, so wie zu je 2 % die Landkreise Gifhorn und Helmstedt.

Geschichte


Der südlich des Dorfes Waggum im Norden von Braunschweig gelegene Flughafen wurde 1934/35 gebaut, weil der bis dahin auch für Verkehrszwecke genutzte, im Westen der Stadt liegende Flugplatz Broitzem nun von der Luftwaffe ausschließlich für eigene Zwecke beansprucht wurde. Der neue Flughafen war ursprünglich allerdings nur halb so groß, was die Blickrichtung des heute noch bestehenden ersten Empfangsgebäudes und der zugehörigen Halle nach Nordwesten erklärt. Doch bereits 1937 wurde er nach Osten auf die jetzige Größe erweitert. Das auch heute noch benutzte Empfangsgebäude entstand allerdings erst 1939. Am 18. Mai 1936 landete nach der Abnahme des Platzes durch das Luftamt Hannover das erste Flugzeug. Es war eine Heinkel He 70 der Deutschen Lufthansa, die damit Braunschweig in ihr Streckennetz aufnahm. Es gab Direktverbindungen nach Berlin, Halle und Hannover. Technisch interessant war auch die Kraftstoffversorgung des Flughafens. Vom Kanalhafen Thune aus führten unterirdische Rohrleitungen zum Großtanklager Ehmen, das sich in einem aufgelassenen Salzstock befand. Von dort aus brachte eine Leitung den Kraftstoff direkt zum Flughafen, der auf eigene Lagerstätten zunächst verzichten konnte.

1936 entstand am Südrand des Platzes die Deutsche Forschungsanstalt für Luftfahrt, der 1938 das mit der Technischen Hochschule verbundene Luftfahrtlehrzentrum folgte. Bis 1939 war der Flughafen, dessen Graslandefläche von 1000 x 1600 m die Landung von Flugzeugen bis 14 t erlaubte, Schauplatz vieler großer Luftsportveranstaltungen.

Nach dem Krieg konnte der Flugbetrieb unter dem alten und neuen Flughafendirektor Wilhelm Sondermann, einem Weltkrieg I Flieger, erst 1955 wieder aufgenommen werden. Zur selben Zeit, am 1. Februar, begann auch die Arbeit beim Luftfahrt-Bundesamt (LBA), zu dessen Sitz der damalige Bundesverkehrsminister, Hans-Christoph Seebohm, Braunschweig und den Flughafen Waggum bestimmt hatte. Die asphaltierte Start- und Landebahn wurde allerdings erst 1967 gebaut.

Lage und Verkehrsanbindung


Mit der Buslinie 413 kann die Innenstadt Braunschweigs in 30 Minuten erreicht werden. Der Flughafen liegt direkt an der Autobahn A 2, welche die Anschlussstelle Nr.56 Braunschweig-Flughafen besitzt.

Kritik


Unter anderem wegen eines neuen Forschungsflugzeugs (Airbus A320) des DLR muss die Landebahn verlängert werden, um Starts und Landungen bei allen Wetterbedingungen und Beladungszuständen zu ermöglichen. Die Forderung nach einem Ausbau wird auch von der Volkswagen AG unterstützt, weil deren eigene Flugzeuge, ein Airbus A319, zwei Falcon 900 und zwei Falcon 2000, gelegentlich auf den Flughafen Hannover ausweichen müssen. Allerdings stößt diese Forderung auf den Widerstand der Bewohner der Stadtteile Bienrode, Waggum, Bevenrode und Hondelage, sowie des BUND. Derzeit läuft das Planfeststellungsverfahren, in welchem Naturschutz- und Anwohnerbelange erörtert werden.

Frequenzen


Navigation:

  • Piste 08, NDB DME HLZ 117,3 MHz, 269 Grad, NDB BRU Braunschweig 427 kHz
  • Piste 26, ILS BRU 108,5 MHz, 264 Grad, NDB BRU Braunschweig 427 kHz

Sprechfunk:

  • Kontrollturm 119,35 MHz
  • Ankunft 119,60 MHz

Weblinks


Flughafen (Deutschland) | Braunschweig | Unternehmen (Braunschweig) | Bauwerk (Braunschweig) | Technische Universität Braunschweig

Braunschweig-Wolfsburg Regional Airport

 

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