Flomen oder Flom (ndt., männl.) ist das Bauchwandfettgewebe des Schweins, welches zwischen Bauchfell und innerer Bauchmuskulatur liegt. Aus dem Flomen wird das sehr feine Flomen-, Liesen- oder Schweineschmalz hergestellt. Das Schmalz (ahd. smalz, Ausgeschmolzenes) wird meist mit Hilfe von Dampf und unter Druck (= Nass-Schmelze) oder durch Ausbraten (= Auslassen von Fett) erschmolzen. Als Nebenprodukt der Fettgewinnung fallen hierbei gebräunte, häutige Stücke, die sogenannten Grieben an, die in Österreich auch als Grammeln und in Bayern als Krämel bezeichnet werden. In der feinen Küche ist das Flomenschmalz sehr beliebt, da es sich um hochreines und geruchloses Fett handelt, welches ideal zum Schmalzen, Dämpfen oder Braten geeignet ist.
Der Begriff Flomen wird seltener auch für das Schlachtfett von Gänsen verwendet. Gänseflomen ist das rohe Brust- und Eingeweidefett der Gans, das zur Herstellung von Gänseschmalz (auch Genselschmer) verwendet wird. Letzteres ist noch teurer als das perlweiße Schweineschmalz. Im Unterschied zu diesem ist Gänseschmalz durch eine blassgelbe Färbung und einen unverwechselbaren, typischen Geschmack gekennzeichnet.
Neben Flomen sind auch die Begriffe Liesen oder Schmer (ahd. smero, Fett) gebräuchlich.