Flipflop schaltzeichen.png 40900 Teil 12]] Ein Flipflop (engl. flip-flop), auch bistabile Kippstufe oder bistabiles Kippglied genannt, ist eine elektronische Schaltung, die zwei stabile Zustände einnehmen und diese speichern kann.
Ein Flipflop hat zwei Zustände: setzen (set) und rücksetzen (reset). Um das Flipflop zu setzen, muss am "set" Eingang ein Signal angelegt werden (z.B. bei der Transistor-Transistor-Logik (TTL) eine Spannung von 5 Volt), danach bleibt das Flipflop im gesetzten Zustand, bis ein weiteres Signal auf den "reset" Eingang gelegt wird. Durch diese Zustände kann beispielsweise eine binäre Ziffer dargestellt werden (0 oder 1)
Durch das Zusammenschalten mehrerer Flipflops entstehen komplexe Systeme wie Zähler (Asynchron / Synchron), Datenspeicher (Halbleiterspeicher) und Mikroprozessoren. Flipflops sind Grundbausteine für die gesamte Digitaltechnik und Mikroelektronik von heute, einschließlich der Computer.
Siehe auch Kippstufe, Multivibrator
Flankengesteuerte Flipflops können den Zustand nur bei der Taktflanke ändern. Dazwischen bleibt der Zustand gespeichert. Man unterscheidet vorderflankengesteuerte (Wechsel bei steigender Taktflanke) und rückflankengesteuerte (Wechsel bei fallender Taktflanke) Flipflops. Zweiflankengesteuerte Flipflops werden auch "Master-Slave-Flipflops" genannt. Sie bestehen aus zwei hintereinander geschalteten Flipflops. Die erste Flanke setzt nur den Master, die zweite den Slave. Dieser ist mit dem Ausgang verbunden, sodass der Ausgang erst bei der zweiten Flanke reagiert. Es gibt eine Vielzahl von verschiedenen Ausführungen.
Streng genommen werden als Flipflop nur flankengesteuerte Bausteine bezeichnet. Pegelgesteuerte Bausteine werden als Latch bezeichnet.
| Name | Schaltsymbol | Impulsdiagramm | Ersatzschaltbild | Wahrheitstabelle | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| RS-Flipflop mit Takt | SR flip-flop.png | SR latch impulse diagram.png | ISO-RS-FF-NAND-with-clock.png |
| _S_ | _R_ | Takt-Flanke | _Q_ |
| 0 | 0 | neg | unverändert |
| 0 | 0 | pos | unverändert |
| 0 | 1 | neg | unverändert |
| 0 | 1 | pos | 0 (zurückgesetzt) |
| 1 | 0 | neg | unverändert |
| 1 | 0 | pos | 1 (gesetzt) |
| 1 | 1 | neg | unverändert |
| 1 | 1 | pos | unzulässig |
Ein RS-Flipflop mit nur einem Eingang, der gleichzeitig Setz-Eingang und negierter Rücksetz-Eingang ist, wird D-Flipflop (D für Delay) genannt. Bei jedem Takt (C für Clock) nimmt das Flipflop den Zustand an, der am Eingang anliegt.
| Name | Schaltsymbol | Impulsdiagramm | Wahrheitstabelle | ||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| JK-Flipflop | JK_flip-flop.png | JK FF impulse diagram.png | |||||||||||||||||||
| während des Taktes | nach Taktflanke | |
|---|---|---|
| J | K | Q |
| 0 | 0 | Zustand bleibt erhalten |
| 0 | 1 | 0 (Flipflop zurückgesetzt) |
| 1 | 0 | 1 (Flipflop gesetzt) |
| 1 | 1 | Zustand wechselt (toggle) |
Viele der erhältlichen Flipflops vereinen verschiedene Bauformen in sich und sind so vielseitiger einsetzbar.
Wenn die beiden Eingänge des JK-FF mit logisch "1" verbunden werden, ergibt sich ein T-Flipflop (T für toggle). Wegen der oben schon erwähnten Eigenschaft des mit halber Frequenz des Taktsignals wechselnden Ausgangspegels dienen diese Flipflops vor allem als Frequenzteiler und Zähler.
| bgc | Q |
|---|---|
| 0 | 0 |
| 1 | 1 |
| 0 | 1 |
| 1 | 0 |
Im obigen Ersatzschaltbild ist ein RS-FF eingezeichnet und der obige Text behauptet, das T-FF bestehe aus einem JK-FF. Nun, beides ist richtig, ein RS-FF fängt jedoch - anders als im obigen Impulsdiagram gezeigt - bei anliegendem Takt an zu oszillieren. Damit es umschaltet, muss das Takt-Signal genau eine halbe Oszillation auf 1 liegen. Im Folgenden ist ein JK-FF gezeigt. Man beachte, dass durch die Rückkopplung die Meister- und Sklaven-Rolle beim Umschalten aufgehoben ist. Häufig kann man auf ein explizites Setzen oder Löschen des T-FF verzichten und dadurch eine schnellere Schaltung erreichen.
Auch das SRAM besteht aus einer Flipflop-Schaltung, im Gegensatz zum DRAM welches im Grunde aus einer R/C-Schaltung besteht (Widerstand/Kondensator).
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