Fließ ist eine Gemeinde im Bezirk Landeck des Bundeslandes Tirol (Österreich).
Fließ ist ein Haufendorf im Oberen Gericht das auf einem kleinen Plateau etwa 200 m über dem Inntal liegt. Die Ortschaft liegt am Fuß des Krahbergs, der zum Venet-Massivs gehört.
Fließ verfügt verfügt gemeinsam mit Landeck über ein kleines Skigebiet. Die Gemeinde hat auch Anteil am Naturpark Kaunergrat.
Vor der Errichtung der Talstraße verlief die Verbindung richtung Reschenpaß durch den Ort.
Zur Römerzeit war Fließ eine wichtige Raststation, was zahlreiche Funde beweisen. Der kleine Ort verfügt über die älteste Kirche dieser Region von der Grundmauern aus dem 6. Jahrhundert entdeckt wurden.
Nach einem Großbrand im Jahre 1933 wurde Fließ wesentlich weitläufiger neuerrichtet und restauriert. Heute bestehen noch Teile des alten Ortskerns und einige alte Gehöfte in den áußerhalb liegenden Weilern.
Als Sehenswürdigkeiten können in Fließ die barock-klassizistische Barbarakirche aus dem Jahre 1804, die gotische Pfarrkirche mit barockem Altar und das Archäologische Museum mit den Funden aus dem Gemeindegebiet bestaunt werden. Das Schloss Bideneck existiert seit etwa 1200 und kann besichtigt werden.
Zu Fließ gehören viele kleine Weiler, die sich über das Inntal und die ganzen Hänge links und rechts des Tales verteilen
Faggen, Fiss, Jerzens, Kaunerberg, Ladis, Landeck, Prutz, Tobadill, Wenns, Zams
Das Tal der heutigen Pillerhöhe bildete vor mehr als 100.000 Jahren die Fortsetzung des Oberinntals. Der Piller Sattel (wie er auch genannt wird) bildete trotz des steilen Anstiegs vom Oberinntal her eine vielbenutzte Abkürzung vom Engadin über das vordere Pitztal nach Imst. Der "Gache Blick" auf 1559 m bietet einen weiten Ausblick auf das obere Inntal. Von hier führen Straßen nach Fließ und in das vordere Kaunertal.
Das Gebiet ist reich an kleinen Hochmooren, hier führt auch ein Moorlehrpfad durch.
1992 wurde auf der Pillerhöhe ein Brandopferplatz aus der La-Tène-Zeit und der Römerzeit entdeckt, die Funde sind in Fließ ausgestellt.
Die steilen Trockenhänge in einem etwa 8 km langen schmalen Gürtel zwischen dem Ortsteil Eichholz westlich vom Hauptort und der Pontlatzer Brücke bilden eine Landschaft mit Trockenrasen und Buschwerk. Typisch für trockenwarme inneralpine Täler ist ein Föhrenwald, hier wurde der Wald jedoch längst für Weidenutzung gerodet. Dadurch hat sich eine Pflanzengemeinschaft aus Buschwerk und Rasen angesiedelt. Eine geringfügige Beweidung ist notwendig, um das Zuwachsen mit Büschen zu vermeiden.
Das Heckengestrüpp und zur Bewässerung angelegte Steinmäuerchen bieten einen Lebensraum für Schmetterlinge, Insekten und Eidechsen.