| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen Flensburg.png | Lage der kreisfreien Stadt Flensburg in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Schleswig-Holstein |
| Kreis: | Kreisfreie Stadt |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 0-54 (durchschnittl. 20) m ü. NN |
| Fläche: | 56,38 km² |
| Einwohner: | 85.955 (31. März 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 1.525 Einwohner je km² |
| Postleitzahlen: | 24901 - 24944 (alt: 2390) |
| Vorwahlen: | 0461 |
| Kfz-Kennzeichen: | FL |
| Gemeindeschlüssel: | 01 0 01 000 |
| Stadtgliederung: | 13 Stadtteile mit 38 statistischen Bezirken |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Rathausplatz 1 24937 Flensburg |
| Website: | www.flensburg.de |
| Oberbürgermeister: | Klaus Tscheuschner (parteilos) |
| Stadtpräsident: | Hans Hermann Laturnus (CDU) |
| Stärkste Fraktion: | CDU |
Flensburg (dänisch Flensborg, friesisch Flansborj, niederdeutsch Flensborg) ist eine kreisfreie Stadt im Norden Schleswig-Holsteins. Flensburg ist Zentrum des Landesteils Südschleswig. Nach Kiel und Lübeck ist Flensburg die drittgrößte Stadt des Landes. Flensburg ist die nördlichste kreisfreie Stadt Deutschlands.
Die nächsten größeren Städte sind Kiel (86 km südlich) und Kolding in Dänemark (etwa 90 km nordöstlich).
Deutschlandweit bekannt ist Flensburg:
Flensburg befindet sich im Norden des Bundeslandes Schleswig-Holstein direkt an der deutsch-dänischen Grenze. Nach Westerland auf Sylt ist sie die zweitnördlichste Stadt in Deutschland. Flensburg liegt im inneren Winkel der Flensburger Förde, einer Ausbuchtung der Ostsee, teils in einem Tal teils auf umliegenden Höhen. Das Ostufer Flensburgs wird bereits zu der Halbinsel Angeln gerechnet.
Die Stadt liegt etwa 20 m über NN. Die sich in einem Tal befindende Altstadt liegt bei 12 m. Der höchste Punkt der Stadt liegt bei 63,7 m über NN. Die Stadtgrenze ist 32,0 km lang. Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets beträgt von Norden nach Süden 7,6 km und von Osten nach Westen 9,6 km.
Folgende Gemeinden des Kreises Schleswig-Flensburg und der dänischen Amtskommune Sønderjylland grenzen an die Stadt Flensburg (sie werden nach dem Uhrzeigersinn beginnend im Nordosten genannt):
Glücksburg (Ostsee) (Amtsfreie Stadt), Wees (Amt Langballig), Maasbüll, Hürup, Tastrup und Freienwill (alle Amt Hürup), Jarplund-Weding, Handewitt (Amt Handewitt), Harrislee (Amtsfreie Gemeinde) und Bov (dt. Bau) auf dänischer Seite der Flensburger Förde
Die Stadt Flensburgs teilt sich in 13 Stadtteile, die sich wiederum in insgesamt 38 statistische Bezirke gliedern. Die Stadtteile haben eine zweistellige, die statistischen Bezirke eine dreistellige Nummer.
Die Stadtteile mit ihren zugehörigen statistischen Bezirken:
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Flensburg wurde spätestens um 1200 am inneren Teil der Flensburger Förde von dänischen Siedlern gegründet. 1284 wurde ihr Stadtrecht bestätigt, und die Siedlung stieg rasch zur bedeutendsten im Herzogtum Schleswig auf. Das Herzogtum Schleswig gehörte im Gegensatz zu Holstein nicht zum Deutschen Reich; Flensburg war kein Mitglied der Hanse, pflegte aber enge Kontakte mit dieser.
Historiker nehmen an, dass es mehrere Gründe für die Wahl dieses Standortes gab:
Heringe, besonders in Salz eingelegt, waren die Ware für die aufblühende Handelsunternehmen im Mittelalter: Sie wurden ins Binnenland und in fast alle europäischen Länder verschickt.
Am 28. Oktober 1412 stirbt die Königin Margarethe I. an Bord eines Schiffes im Hafen von Flensburg an der Pest.
In gewissen Abständen rafften Pocken, die hauptsächlich vom Rattenfloh (Xenopsylla cheopis – Parasit, der Wanderratten befällt) verursachte Beulenpest, die Rote Ruhr oder andere Seuchen große Teile der Flensburger Bevölkerung hinweg. Leprakranke wurden streng isoliert; und zwar im St.-Jürgen-Hospital (vor 1290 errichtet), das weit vor den Toren der Stadt (an der Stelle der heutigen St.-Jürgen-Kirche) lag. Um 1500 wurde auch noch die Syphilis eingeschleppt. Das kirchliche Hospital „Zum Heiligen Geist“ stand in der Großen Straße (der heutigen Flensburger Fußgängerzone).
Der Alltag jedes einzelnen Flensburgers war sehr hart, und die damaligen Verkehrswege waren schlecht. Die Hauptstraßen waren nicht gepflastert und unbeleuchtet. Wenn es zu schlimm wurde, waren die Bürger verpflichtet, die mit Viehdünger durchtränkten Wege mit Holzstegen passierbar zu machen. Fenster hatten nur wenige Patrizierhäuser.
1485 kam es zu einem Großbrand in Flensburg. Auch von Sturmfluten blieb Flensburg in dieser Zeit nicht verschont.
Jeder Bürgerhaushalt hielt im Haus und Hof Vieh. Bürger hatten zudem eigene Kuh- und einen Schweinehirten.
Nach dem Niedergang der Hanse im 16. Jahrhundert galt Flensburg als eine der bedeutendsten Handelsstädte im skandinavischen Raum. Selbst bis ans Mittelmeer, bis nach Grönland und in die Karibik reichten die Aktivitäten Flensburger Kaufleute. Die wichtigsten Handelswaren waren neben den Heringen zunächst Zucker und Tran, welcher auf der so genannten Grönlandfahrt durch Walfang gewonnen wurde. Erst der Dreißigjährige Krieg beendete diese Blütezeit, während der die Stadt protestantisch wurde und sich in der Folge immer mehr der deutschen Kultur und Sprache öffnete, während das Umland dänisch geprägt blieb.
Im 18. Jahrhundert erlebte Flensburg dank des Rumhandels eine zweite Blüte. Der Rohrzucker wurde aus Dänisch-Westindien importiert und in Flensburg raffiniert. Erst im 19. Jahrhundert, im Zuge der Industrialisierung, konnten sich die Flensburger Zuckerraffinerien nicht mehr gegen die Konkurrenz der benachbarten Metropolen Kopenhagen und Hamburg behaupten.
Der in Flensburg verschnittene Rum war dann ein Ausweichgeschäft im Westindienhandel - nach 1864 aber nicht mehr mit Dänisch-Westindien, sondern mit (dem damals britischen) Jamaika, von wo er eingeführt und als Verschnitt in ganz Europa vertrieben wird. Heute gibt es nur noch ein aktives Rumhaus in Flensburg, "A. H. Johannsen".
Zwischen 1460 und 1864 war Flensburg neben Kopenhagen der zweitgrößte Hafen des Königreichs Dänemark und gehörte nach dem Deutsch-Dänischen Krieg (1864) zu Preußen. Es lebt aber heute noch eine große Gemeinde der dänischen Minderheit in der Stadt. Schätzungsweise bis zu 25 % der Bürger Flensburgs zählen sich ihr zugehörig. Vor 1864 waren es über 70 %, wie heute noch die dominierenden dänischen Familiennamen (Asmussen, Claussen, Jacobsen, Jensen, Petersen, etc.) im Flensburger Telefonbuch bezeugen. Oberschicht und Bildungsbürgertum waren allerdings schon damals deutsch, und nach 1864 setzte sich die deutsche Sprache in der Stadt immer weiter durch.
Am 1. April 1889 wurde Flensburg ein eigenständiger Stadtkreis (kreisfreie Stadt) innerhalb der Provinz Schleswig-Holstein, blieb aber Sitz des Landkreises Flensburg. 1920 wurde nach Beschluss des Völkerbundes über den Grenzverlauf abgestimmt. Infolge der Abstimmungsergebnisse (und des Zuschnitts der Abstimmungszonen) gingen Flensburgs nördliche Gebiete an Dänemark. Siehe auch: Südjütland, während sich Flensburg mit großer Mehrheit für den Verbleib bei Deutschland entschied.
Die Stadt Flensburg erhielt im Gegenzug für das mehrheitlich pro-deutsche Stimmverhalten eine große Veranstaltungshalle: das "Deutsche Haus", das als "Reichsdank für deutsche Treue" von der Reichsregierung gestiftet wurde.
Während des Zweiten Weltkriegs erlitt die Stadt so gut wie keine Kriegsschäden. 1943 starben allerdings über 20 Kinder nach der Bombardierung ihres Kindergartens, und kurz nach dem Krieg forderte die Explosion eines Munitionslagers zahlreiche Opfer. 1945 zog sich Admiral Karl Dönitz nach der Eroberung von Berlin mit den restlichen Regierungsmitgliedern des Deutschen Reichs in die Fördestadt zurück, bevor er und seine Regierung in der heutigen Marineschule in Mürwik von britischen Truppen verhaftet und abgesetzt wurden. Damit war Flensburg für einige Wochen der Sitz der letzten Reichsregierung.
Nach dem Zweiten Weltkrieg überschritt die Einwohnerzahl für kurze Zeit die 100.000-Grenze und machte Flensburg zur Großstadt, doch sank die Einwohnerzahl danach wieder ab.
In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg gab es in Südschleswig und insbesondere in Flensburg eine starke prodänische Bewegung, die an die Ideen der Eiderdänen anknüpfte. Ihr Ziel war der Anschluss der Stadt und des Landesteils Schleswig an Dänemark. Flensburg hatte in den ersten Jahren nach 1945 einen von dänischen Parteien dominierten Rat und entsprechend dänische Bürgermeister.
Die Stadt Flensburg profitierte von der gezielten Ansiedlung militärischer Einrichtungen, die die Randlage der Stadt kompensieren helfen sollten. Seit der Wiedervereinigung nahm die Zahl der Soldaten um ca. 8.000 ab. Bis Dänemarks Eintritt in die EWG, aber auch noch heute, spielt der Grenzhandel eine wichtige Rolle in Flensburg. Einige dänische Unternehmen wie Danfoss siedelten sich aus steuerlichen Gründen direkt südlich der Grenze an.
1970 wurde der Kreis Flensburg um die Gemeinden des Amtes Medelby im Kreis Südtondern erweitert und 1974 mit dem Kreis Schleswig zum neuen Kreis Schleswig-Flensburg vereinigt, dessen Kreissitz die Stadt Schleswig wurde. Damit verlor Flensburg seine Funktion als Kreisstadt, blieb selbst aber eine kreisfreie Stadt.
Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts umfasste das Stadtgebiet von Flensburg eine Fläche von insgesamt 2639 ha. Ab 1874 wurden folgende Gemeinden bzw. Gemarkungen in die Stadt Flensburg eingegliedert:
| Jahr | Orte | Zuwachs in ha |
|---|---|---|
| 1874 | Süder- und Norder-St. Jürgen | 36 |
| 1874 | Fischerhof | 3 |
| 27. Juli 1875 | Duburg | 10,5 |
| 1877 | Hohlwege und Bredeberg | 5,5 |
| 1. Dezember 1900 | Jürgensgaarde | 205 |
| 1. April 1909 | Klues | 19 |
| 1. April 1910 | Twedt, Twedterholz/Fruerlund und Engelsby | 1458 |
| 1916 | Teil des Kluesrieser Forstes (incl. Wasserfläche) | 146,5 |
| 26. April 1970 | Adelbylund | 132 |
| 10. Februar 1971 | Ausgemeindung des Strandes von Wassersleben | -147,5 |
| 22. März 1974 | Sünderup und Tarup | ? |
| Jahr | Einwohnerzahlen |
|---|---|
| 1436 | 3000 |
| 1600 | 6000 |
| 1760 | 6842 |
| 1835 | 12.483 |
| 1. Dezember 1875 ¹ | 26.474 |
| 1. Dezember 1890 ¹ | 36.894 |
| 1. Dezember 1900 ¹ | 48.937 |
| 1. Dezember 1910 ¹ | 60.922 |
| 16. Juni 1925 ¹ | 63.139 |
| 16. Juni 1933 ¹ | 66.580 |
| 17. Mai 1939 ¹ | 70.871 |
| 13. September 1950 ¹ | 102.832 |
| 6. Juni 1961 ¹ | 98.464 |
| 27. Mai 1970 ¹ | 95.400 |
| 30. Juni 1975 | 93.900 |
| 30. Juni 1980 | 88.200 |
| 30. Juni 1985 | 86.900 |
| 27. Mai 1987 ¹ | 86.554 |
| 30. Juni 1997 | 86.100 |
| 31. Dezember 2003 | 85.300 |
| 31. Dezember 2004 | 85.762 |
Die Stadt Flensburg ist christlich geprägt von den folgenden Konfessionen:
An der Spitze der Stadt Flensburg stand seit Jahrhunderten der Rat, mit zwei Bürgermeistern, einer für die Nordstadt (St. Marien) und einer für die Südstadt (St. Nikolai und St. Johannis). Die Mitglieder des Rates und die Bürgermeister wurden vom Rat selbst bestimmt, d. h. schieden Ratsmitglieder aus, wurden von den verbliebenen Ratsmitgliedern Nachfolger bestimmt, wobei jede der o. g. beiden "Stadthälften" gleich viele Mitglieder im Rat hatte. Die Ratsherren trugen meist den Titel "Senator".
Diese "Stadtregierung" bestand in Flensburg bis 1742, dann wurde der "Bürgermeister des Nordens" zum "dirigierenden Bürgermeister" vom Landesherrn, also dem König von Dänemark ernannt. Aus diesem "dirigierenden Bürgermeister" wurde später der 1. Bürgermeister. Der "2. Bürgermeister" trug lediglich den Titel "Bürgermeister". Nach dem Übergang der Stadt an Preußen wurden ab 1870 die Bürgermeister von den Bürgern der Stadt gewählt, wobei der 1. Bürgermeister meist den Titel Oberbürgermeister erhielt. Während der Zeit des Nationalsozialismus erfolgte der Ernennung des Stadtoberhaupts durch die seinerzeitigen Machthaber.
1945, Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde nach britischem Vorbild eine zweigleisige Verwaltungsspitze eingeführt. An der Spitze der Stadt stand zunächst als Vorsitzender des Rates und des Magistrats der vom Rat gewählte Oberbürgermeister. Daneben gab es als Leiter der Verwaltung einen "Oberstadtdirektor". 1950 trat die neue schleswig-holsteinische Gemeindeordnung in Kraft. Danach wurde der Titel "Oberbürgermeister" (wieder) auf den Leiter der Verwaltung übertragen. Er wurde zunächst weiterhin vom Rat gewählt. Der Vorsitzende des Rates trägt seither den Titel "Stadtpräsident". Dieser wird ebenfalls nach jeder Kommunalwahl vom Rat gewählt. Seit 1999 wird der Oberbürgermeister jedoch wieder von der Bevölkerung direkt gewählt.
Der erste direkt gewählte Oberbürgermeister Hermann Stell verstarb am 4. Mai 2004 an den Folgen eines Schlaganfalls. Zum Oberbürgermeister wurde mit 59% der Stimmen am 14. November 2004 der parteilose von der CDU vorgeschlagene Klaus Tscheuschner gewählt. Stadtpräsident ist seit der letzten Kommunalwahl 2003 Hans Hermann Laturnus.
Im Flensburger Rat sitzen heute Fraktionen der CDU, SPD, des SSW und der Grünen.
Siehe auch Liste der Stadtoberhäupter von Flensburg
Das Wappen der Stadt Flensburg zeigt in Gold über nach links ansteigenden blauen und silbernen Wellen einen sechseckigen roten Turm mit blauem Spitzdach, aus dem übereinander die zwei schleswigschen/dänischen Löwen hervorbrechen; oben ist ein rotes Schild mit dem silbernen holsteinischen Nesselblatt zu sehen. Die Stadtflagge ist blau, belegt mit dem farbigen Wappen.
Die Löwen symbolisieren das Land Schleswig, das Nesselblatt das Land Holstein und bringen somit die Verbundenheit der Stadt Flensburg mit diesen beiden Landesteilen zum Ausdruck. Der Turm weist auf die alten Stadtrechte Flensburgs und auf die frühere Burg hin, die der Stadt ihren Namen gab. Die Wellen deuten auf die Lage der Stadt an der Flensburger Förde hin.
Das Wappen wurde durch König Wilhelm II. von Preußen im Jahre 1901 verliehen und in einer überarbeiteten Form am 19. Januar 1937 durch den Oberpräsidenten der Provinz Schleswig-Holstein neu genehmigt.
| Carlisle in England (Vereinigtes Königreich), seit 1961 | |
| Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern), seit 1987 | |
| Slupsk (Stolp) (Polen), seit 1988 |
Im Westen von Flensburg führt die Bundesautobahn A 7 vorbei, die an der Staatsgrenze in Richtung Dänemark als Europastraße 45 weiterführt. Ferner führen die Bundesstraßen B 200 und B 199 durch das Stadtgebiet.
Im Westen der Stadt liegt der Flugplatz Flensburg-Sch%C3%A4ferhaus.
Den ÖPNV bedienen mehrere Buslinien der "Aktiv Bus GmbH" und der "Allgemeinen Flensburger Autobus Gesellschaft" (AFAG) sowie zahlreicher anderer Verkehrsgesellschaften. Sie alle sind zu einheitlichen Preisen innerhalb der Verkehrsgemeinschaft Flensburg zu benutzen. Ferner erkennen alle Flensburger Busse den Schleswig-Holstein-Tarif an. Alle Bus- und Bahnreisenden aus dem restlichen Schleswig-Holstein und Hamburg können damit kostenlos in Flensburg alle Busse für Ihre Anschlussfahrt zum endgültigen Zielort benutzen. Umgekehrt funktioniert es genauso: In den Bus in Flensburg einsteigen, Zielort in SH oder HH nennen, bezahlen und mit nur einer Fahrkarte bis zum Zielort weiterfahren.
Der Flensburger Hauptbahnhof liegt seit 1929 südlich der Altstadt. Von hier verkehren Züge auf der Hauptstrecke Hamburg- Neumünster-Fredericia, darunter einige Intercity-Verbindungen, sowie die Züge auf der Bahn nach Eckernförde und Kiel. Ein weiterer Haltepunkt für die Regionalzüge nach Neumünster befindet sich in Flensburg-Weiche. Die Strecke nach Niebüll ist trotz Bemühungen um Wiedereröffnung seit 1981 außer Betrieb, die Nebenbahn nach Husum und die Kleinbahnen nach Kappeln und Satrup existieren nicht mehr. Auch die 1881 als Pferdebahn eröffnete und seit 1906 elektrisch betriebene Straßenbahn mit zeitweise vier Linien wurde 1973 durch Busse ersetzt.
Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) betreibt eines seiner ältesten Studios überhaupt in der Nähe vom Deutschen Haus.
Flensburg ist Standort mehrerer Rundfunksendeeinrichtungen: auf dem Fuchsberg im Stadtteil Engelsby betreibt der Norddeutsche Rundfunk eine Sendeanlage für UKW, TV und Mittelwelle. Als Antennenträger kommt ein 215 Meter hoher abgespannter, geerdeter Stahlfachwerkmast, an dem eine Reusenantenne für Mittelwelle montiert ist, zum Einsatz. Dieser Sender ist Nachfolger des Senders Flensburg über den am 8. Mai 1945 die Meldung von der deutschen Kapitulation verbreitet wurde.
Vom Fernmeldeturm Flensburg-Freienwill werden die landesweiten UKW-Hörfunkprogramme von R.SH, delta radio und von Deutschlandfunk und Deutschlandradio abgestrahlt.
Einen reinen Stadtsender (Lokalsender) hat Flensburg nicht. Das Landesrundfunkgesetz von Schleswig-Holstein erlaubt nur landesweit sendende Sender. Von 1993 bis 1996 versuchte "Radio Flensburg" ein Programm für Flensburg, über einen in Grenznähe liegenden dänischen Lokalsender, zu etablieren. Das Projekt musste jedoch aufgrund finanzieller Probleme des dänischen Senders wieder eingestellt werden.
Der "Offene Kanal" in Flensburg zeigt an sieben Tagen die Woche, meist in den Abendstunden, ein von Bürgern gemachtes Programm, das unter anderem über Kabel zu sehen ist.
Flensburg ist Sitz folgender Einrichtungen und Institutionen bzw. Anstalten und Körperschaften des öffentlichen Rechts:
Daneben gibt es in Flensburg das komplette Angebot an allgemein bildenden (darunter auch einige in dänischer Trägerschaft) und beruflichen Schulen. Flensburg ist Sitz der Landeszentralbibliothek Schleswig-Holstein, einer Universitätsbibliothek, einer Stadtbücherei und der Dänischen Zentralbibliothek für Südschleswig. Letztere bietet nicht nur Intensivkurse in Dänisch an, sondern verfügt mit der "Schleswigschen Sammlung" über einzigartiges Material zur Geschichte und Kultur des Grenzlandes. Flensburg hat ein umfangreiches Stadtarchiv. Das Archiv der dänischen Minderheit in Südschleswig befindet sich an der Dänischen Zentralbibliothek.
Größter Verein ist der Turn- und Sport-Bund (TSB), der 1973 aus der Vereinigung des Flensburger Turnerbundes und des ATSV Vorwärts FLensburg hervorgegangen ist.
Dansk Gymnastik Forening Flensborg (DGF) ist der größte dänische Sportverein in der Stadt.
Weitere wichtige Sportvereine sind Flensburg 08 (vor allem Fußball), ETSV Weiche, SV Adelby, VfB Nordmark und IF Stjernen. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl kleinerer Vereine, die sich auf einzelne Sportarten spezialisiert haben. Dazu zählte auch Dansk Bokseklub (DBK) Sparta, der in den 1980/90er Jahren lange Zeit in der Bundesliga kämpfte.
Beispiele:
Is dat Sünde!
Das ist aber schade!
Dat mit dem Jensen is voll Sünde, nich?
Schlimm, was dem Jensen passiert ist, oder?
So'n Aggewars!
Was für ein Stress!
Nun sollen wir mal sehen und kommen los.
Nun lass' uns mal zusehen, dass wir losgehen.
Dascha 'n Maars un kriegn 'n guten Platz in'n Unibus!
Das ist ja schwer, im Omnibus einen guten Platz zu bekommen!
Ein beliebter Satz ist auch:
Wie kann ein sitzen bei ausses Licht und zue Rollon und näh´n abbe Knöpfe an?
Wie kann einer sitzen bei ausgeschaltetem Licht und geschlossenen Rollos und abgerissene Knöpfe annähen?
Zu einem vergleichbaren Phänomen in Hamburg siehe auch: Missingsch
Neben dem typisch Flensburger Petu werden hier auch eigene Variationen des Deutschen, Niederdeutschen und Dänischen gesprochen. Daneben gibt es eine friesische Sprachkolonie in Flensburg, der die Stadt vermutlich den allgemeinen Gruß Moi(n)-Moin zu verdanken hat (siehe dort).
Besonders dieses Moin wurde dann durch den Comic-Zeichner Rötger Feldmann (Brösel), der als Lithographie-Lehrling in Flensburg seine ersten Comics (Werner) zeichnete, und dann später zurück nach Holstein (Kiel) ging, deutschlandweit bekannt, und in der Jugendsprache fast überall als besonderer Slang akzeptiert.
Nicht in Flensburg geboren aber eine Zeit lang in Flensburg lebte
Die offizielle Seite der Stadt ist in der Datentabelle oben eingetragen.
Ort in Schleswig-Holstein | Ort in Südschleswig | Flensburg | Ort mit Seehafen
Flensborg | Flensburg | Flensburg | Flensbourg | Flensborg | Flensburg | フレンスブルク | Flensborg | Flensburg | Flensburg | Flensburg | Flensburg | Flensburg
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