Hamburg_Brooksfleet_01_KMJ.jpg | U-Roedingsmarkt-kl.jpg | Hamburg Nikolaifleet 01 KMJ.jpg Das Fleet ist eine norddeutsche Bezeichnung für Gräben, deren ursprünglicher Zweck die Entwässerung war bzw. ist.
Das Wort stammt vom plattdeutschen Wort "fleeten" ("fließen") ab. Eine der frühesten Nennung des Begriffes findet man in einer bekannten Hamburger Weisheit des 16. Jahrhunderts wieder, die lautet "Rücken zum Fleet! Bauch zum Hafen![.. Auf, Kameraden!"
Die bekanntesten Fleete sind in Hamburg zu finden (Alsterfleete). Hier wurden die Häuser mit der Rückseite zum Fleet und der Vorderseite zur Straße gebaut. Die Fleete dienten, ähnlich den niederländischen Grachten, auch dem Warenverkehr. Die Ladungen der Seeschiffe wurden auf kleinere Schuten umgeladen und zur weiteren Verarbeitung über die Fleete an den Bestimmungsort gebracht.
Im Gegensatz zum Kanal wird im Fleet der Wasserstand nicht durch Schleusen geregelt, sondern schwankt mit der Tide. Das Fleet ist ein künstliches Fließgewässer, während der Kanal ein künstliches stehendes Gewässer ist.
In Hamburg sind die Fleete zum Schutz vor dem Hochwasser aber teilweise durch Schleusen gegenüber der Elbe absperrbar. Das Nikolaifleet, auf der Rückseite von Grimm und Deichstraße fällt regelmäßig bei Ebbe trocken. Das Alsterfleet wird wegen der Schiffbarkeit ständig auf einem Mindestwasserstand durch die Alsterschleuse Beim Alten Waisenhaus gehalten. Gleiches gilt für das Herrengrabenfleet.
Durch die Gezeiten kommt es zu Schlammablagerungen, mit deren Beseitigung der Berufsstand der Fleetenkieker beauftragt ist.
Seit 1994 hält der Verein "DE FLEETENKIEKER - Verein für Umwelt- und Gewässerschutz e.V." die Hamburger Kanäle von Unrat frei. Der Verein bietet vor allem Kindern und Jugendlichen ab 6 Jahren Fahrten auf den Hamburger Kanälen und der Alster an.