| Fleckvieh | ||||||||||||||
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| Glocke2.jpg | ||||||||||||||
| : | Paarhufer (Artiodactyla) |
| : | Wiederkäuer (Ruminantia) |
| : | Hornträger (Bovidae) |
| : | Rinder (Bovinae) |
| : | Bos |
| : | Bos primigenius |
| : | Bos primigenius taurus |
Gemeinsam ist allen Tieren dieser Rasse der weiße Kopf, mit gelegentlichen Augen- oder Backenflecken und die weißen Beine. Ferner sind auch der Unterbauch und die Schwanzquaste immer weiß. Die Erbanlagen für diese Merkmale werden dominat vererbt. Das restliche Fell kann in Farbabstufungen von Hellgelb bis dunklem Rotbraun auftreten, ebenso ist der Anteil von weißen Flecken sehr variabel.
Ebenso rassetypisch ist das breite, unpigmentierte Flotzmaul und die breite Stirn der Rinder. Die Rasse weist an der Halsunterseite eine ausgeprägte Wamme auf. Die Hörner sind hell, mit leicht nach außen und oben gebogenen gelblichen Spitzen.
Die Tiere sind mittelgroß bis groß. Die Widerristhöhe liegt bei Stieren bei 150 bis 158 und die für Kühe bei 138 bis 142 Zentimeter. Die Kühe wiegen ca. 600-800 kg, Stiere ca. 1100-1300 kg. Die Tageszunahmen bei den Bullen liegen zwischen 1200 und 1500 Gramm.
Als eine der letzten Rinderrassen wird das Fleckvieh noch als Zweinutzungsrind gehalten. Die Zuchttiere werden nach Milch und Fleischleistung selektiert. Beides befindet sich auf sehr hohem Niveau.
Mastbullen nehmen täglich ca 1.300 Gramm zu. Die Schlachtausbeite liegt bei ca 63 Prozent.
DSC02856.JPG]] Die Urheimat dieser Rinderasse ist vermutlich das Berner Oberland (Simmental). Das Simmentaler Fleckvieh ist aus verschiedenen lokalen Schlägen entstanden. Wichtigste Schläge waren der grosse Saanenschlag und das leichtere Frutigvieh. Sicher ist, dass das Simmentaler Fleckvieh seit mindestens 1400 Jahren in der Westschweiz gezüchtet worden ist.
Ab 1835 wurde das Fleckvieh zielbewusst aus dem Simmental nach Deutschland importiert. Vier Stellen begannen etwa gleichzeitig mit der Reinzucht des Fleckviehs: Hohenheim und Meßkirch in Baden-Württemberg sowie Miesbach und Bayreuth in Bayern.
Die Fleckvieh (Simmental-Rasse) ist heute auf allen Kontinenten zuhause. Mit weltweit rund 41 Millionen Tieren ist sie eine der bedeutendsten Rinderpopulationen.
Simmentaler Kühe auf Weide.JPG
| Land | Anzahl Tiere (1996) | Anteil am Gesamtrinderbestand |
|---|---|---|
| Deutschland | 4.400.000 | 28 % |
| Österreich | 2.100.000 | 80 % |
| Schweiz | 800.000 | 44 % |
| Frankreich | 1.650.000 | 9 % |
| Italien | 320.000 | 5 % |
| Tschechien | 1.200.000 | 60 % |
| Slowakei | 400.000 | 45 % |
| Slowenien | 272.000 | 57 % |
| China | 12.000.000 | 15 % |
| Russland und GUS | 16.000.000 | 24 % |
| sonstige | 125.000 |
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