Das Flechet, manchmal auch Flechette (deutsch Pfeil) ist eine schnell fliegende Munition.
Das Flechet-Geschoss hat die Form eines Pfeils, mit einem Leitwerk am Ende oder im vorderen Drittel. Die Spitze ist meistens torpedo- oder flachkonisch ausgeführt.
Das Problem bei Hochgeschwindigkeitsgeschossen ist, dass diese ab einem kritischen Wert sehr unpräzise werden und rasante Treibladungen (gefährlich) oder sehr lange Läufe brauchen. Sehr lange Läufe schwingen wiederum (die Schallgeschwindigkeit im Metall ist größer als die Geschossgeschwindigkeit).
Möchte man nun das Geschossgewicht erhöhen, so kann man das zuerst tun, indem man schweres Material verwendet. Selbst Hartblei ist allerdings zu weich, also muss man es mit Tombak oder Stahl umhüllen, so entstand als Kompromiss das Stahlmantelgeschoss.
Eine andere Möglichkeit ist es, das Geschosskaliber, also den Durchmesser zu vergrößern. Dann jedoch vergrößern sich nicht nur Masse und Energie, sondern auch die Auftrefffläche und der Luftwiderstand. Der Luftwiderstand aber reduziert die Reichweite und vergrößert die Streuung, die Vergrößerung der Trefferfläche wiederum vermindert die Wirkungsenergie (N/cm²).
Die logische Konsequenz besteht darin, das Projektil zu verlängern. Dies ist aber nur geringgradig möglich, da ein überlanges Projektil schon im Unterschallbereich in Nähe der Schallgeschwindigkeit anfängt zu taumeln. Die Wirkung auf organische Ziele wäre zwar um so verheerender, die panzerpenetrierende Wirkung aber gering.
Aus diesen Erwägungen entstanden Flechettegeschosse. Sie sind zwar gering an Durchmesser, aber Ihre Länge steht in einem Verhältnis von 10/1 zum Durchmesser. Am Ende oder im Bereich des ersten Drittel befinden sich kurze Stabilisationsflossen. Da es unmöglich ist, ein solches Geschoss mittels gezogenem Lauf zu verschießen, entwickelte man sich erst nach Verlassen des Laufs entfaltende Flügel, die zuvor aufgerollt eng am Geschoss-Körper anliegen, oder man verwendet während der Flugzeit im Lauf ein das Projektil mittig stabilisierenden Treibspiegel und am Bug dieses Geschosses einen Treibkäfig. Durch konstruktionsbedingte Perforierung zerlegen sich Treibspiegel und -käfig nach dem Passieren der Laufmündung und geben das deutlich unterkalibrige Geschoss zum alleinigen Weiterflug frei.
a)In der Herstellung zu teuer ist.
b) Der sich vom Geschoss trennenden Treibspiegel eine unberechenbare Gefährdung für die nähere Umgebung des Schützen darstellt.
c) Die Mannstoppwirkung und die Wundbalistik bedingt durch die Geschossform miserabel sind.
d) Das Geschoss den menschlichen Körper in den meisten Fällen durchschlagen wird, ohne wesentlich an Geschwindigkeit zu verlieren. Dadurch ist der Gefahrenbereich sehr groß.
e) Das Geschoss ist sehr anfällig für Ablenkung. Ein Blatt im Wind reicht aus um des Geschoss zu destabilisieren und zum Taumeln zu bringen.