Flamme.jpg Als Flamme wird ein Gasgemisch oder ein Aerosol verstanden, in dem es unter starker Wärmeabgabe (exotherm) zu einer chemischen Reaktion (in den meisten Fällen einer Verbindung mit Sauerstoff: Oxidation) kommt. Dies führt meistens zu einem intensiven Leuchten, das den Reaktionsbereich scharf abgrenzt und verschiedene Farben annimmt; am häufigsten kommt die Farbkombination rot-orange-gelb vor. Teilweise verwendet man verschiedene Flammenfärbungen wie blau, grün oder violett zur Identifikation eines Reaktionspartners. Die von einer Flamme abgegebene Wärme reicht oft aus, um andere Reaktionen einzuleiten: Stoffe verbrennen dann.
Bei vorgemischten Flammen liegt ein homogenes Gemisch reagierender Gase vor (so z. B. bei einem Bunsenbrenner), bei Diffusionsflammen (z. B. einer Kerze) werden Brennstoffe und Oxidationsmittel getrennt zugefügt. Teilvorgemischte Flammen stellen Zwischenformen dieser beiden Flammentypen dar.
Als Reduktionsflamme (leuchtende Flamme) wird eine Flamme mit niedrigem Sauerstoffanteil bezeichnet. In der Flamme bildet sich Ruß, der für das intensive Leuchten der Flamme verantwortlich ist. Oxidationsflammen (rauschende Flammen) enthalten Sauerstoff im Überschuss. Wegen des fehlenden Rußes leuchten sie nicht.
Die bisher heißeste Flamme entsteht bei einer Reaktion mit Kohlenstoffsubnitrid bzw. Dicyanoethin C4N2 und Ozon O3 bei 40 bar Druck und erreicht eine Temperatur von etwa 6000 °C.