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Als Mast bezeichnet man eine vertikale, hoch aufragende Konstruktion aus Holz, Metall oder anderen festen Materialien. Der Mast dient in der Regel zur Befestigung von Gegenständen in größerer Höhe.

Segelschiffe


Mast 1.JPGen]] Auf Segelschiffen ist die Spiere, die auf dem Kiel gründet und hoch über das Deck aufragt, der "Grundstock" der gesamten Takelage.

Es gibt je nach Schiffsgröße und -typ (rah-, gaffel- oder hochgetakelte Masten) folgende Bezeichnungen der Masten (von vorn nach hinten gesehen; beim Vollschiff abweichend):

Die Masten großer Segelschiffe sind in der Länge aus mehreren Einzelteilen ("Stengen") zusammengesetzt. Dies erleichterte das Aufstellen des Mastes, der eine Gesamtlänge von 60m vom Kiel aus gemessen erreichen konnte. Der untere, bis zum Kiel des Schiffsrumpfes reichende Teil heißt Untermast, darüber folgen eine oder mehrere Stengen. Die erste Stenge ist die Marsstenge, darüber folgt die Bramstenge. Die Verbindung zwischen Untermast und Stenge erfolgt über das so genannte Fußholz und dem Eselshaupt. Der Untermast wird durch Wanten stabilisiert, die in der Bordwand des Schiffsrumpfes enden. Am Fußpunkt der Marsstenge trägt der Untermast eine plattformartige Saling, die früher mit einem Mastkorb (Krähennest) versehen war. Von dieser Saling beginnen die Wanten der Marsstenge. Diese Anordnung wiederholt sich bei der Bramstenge. Zusätzlich zu den Marswanten wird diese Stenge durch weitere Taue, die Pardunen genannt werden, mit dem Schiffsrumpf verspannt.

Die Kräfte der Besegelung werden durch stehendes und laufendes Gut in die Rumpfkonstruktion eingeleitet, nach vorn und achtern (hinten) durch Stage und seitlich durch Wanten. Um den Seeleuten das Aufentern (hinaufsteigen) in die Takelage, insbesondere von Rahschiffen, zu ermöglichen, sind in die Wanten, wie Sprossen einer Leiter, Webleinen eingeknotet. Der Knoten Webleinenstek (Webleinstek) hat daher seinen Namen. Jedoch versteht man unter Wanten genausogut seitliches stehendes Gut ohne Webleinen, und primärer Zweck der Wanten ist nicht, als Leitern zu fungieren, sondern dem Mast Halt zu geben.

Das obere Ende eines Schiffsmastes heißt Masttopp, den obere Abschluss hingegen nennt man Flaggenknopf.

Masten und Stengen bestanden lange Zeit aus Holz, zunächst aus einem gerade gewachsenen Baumstamm. Schon im 16. Jahrhundert wurden die Masten im Querschnitt aus einzelnen Holzstücken zusammengesetzt und mit Tauen und Eisenringen zusammengehalten. (Gebaute Masten). Auf stählernen Seglern bestand der Untermast und die Marsstenge aus einem Stahlrohr, die Bramstenge meist aus Holz.

Maschinengetriebene Schiffe


Auf maschinengetriebenen Schiffen sind Masten der Träger
  • von Information über den Status des Schiffes (tagsüber mit Flaggen oder schwarzen Körpern verschiedener Formen, nachts mit Lichtern in verschiedenen Farben), um etwa Manövrierunfähigkeit, Lotsen, Explosionsgefahr beim Tanken, Taucherbetrieb oder baldige Abreise anzuzeigen,
  • der Flagge des eigenen Landes (an der Gaffel), des Gastlandes (in der Rah) und der Reederei,
  • des internationalen Rufzeichens des Schiffes als vier Buchstabenflaggen,
  • von Mitteilungen mit dem militärisch erweiterten Flaggenalphabet (bei Marineschiffen),
  • der Radar-Antennen
  • der GPS-Antennen,
  • der Telekommunikations-Antennen,
  • der Decca-Antennen, die allerdings heutzutage nicht mehr zu finden sind; Decca wurde abgeschafft,
  • der Funkpeil-Antennen (zwei quer zueinander stehende Ringe) und
  • der umfassenden, aufwendigen Antennenanlagen zur Ortung, Aufklärung, Feuerleit-Technik und Kommunikation auf bisherigen Marineschiffen - bei neuen Marineschiffen werden diese Anlagen zunehmend hinter Verkleidungen den neugierigen Blicken gegnerischer Aufklärung entzogen.

Im Sportschiffbau kommen neben Holzmasten auch Masten aus Verbundkunststoffen (Epoxid und Glasfaserverstärkten Kunststoff (GFK)), Kohlefaser (Carbon) oder Leichtmetalllegierungen zum Einsatz.

Schiffbau

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