Das Flüchtlingslager Traiskirchen ist als Bundesbetreuungsstelle für Asylwerber eine in Traiskirchen ca. 20 km südlich von Wien gelegene Einrichtung der Republik Österreich.
Seit dem Herbst 1956, als der niedergeschlagene Ungarische Volksaufstand einen riesigen Flüchtlingsstrom von über 200.000 Ungarn brachte, dient "Traiskirchen" als Flüchtlingslager. Weitere große Flüchtlingsströme gab es im Zuge der Machtwechsel in Polen (1980 bis 1989), der DDR und Rumänien (1988/1989) sowie im Verlauf der Jugoslawien-Krise seit Anfang der 90er-Jahre.
Im März 1990 wurde nach langer und heftiger Diskussion die Zahl der Asylwerber am Standort Traiskirchen auf 1.000 beschränkt, um die Konflikte mit der örtlichen Bevölkerung zu mindern. Seit 1992 ist Traiskirchen eine Bundesbetreuungsstelle für Asylwerber. Diese Bundesbetreuungsstellen (in Bad Kreuzen, Mödling-Vorderbrühl, Thalham und Traiskirchen) sind per Rechtsverordnung für die Betreuung hilfsbedürftiger Asylwerber zuständig.
Im November 2005 setzte die Wiener Stadtverwaltung in der Badener Bahn, die in der Nähe des Lagers Traiskirchen vorbeifährt, verstärkt Polizeibeamte ein, um die Sicherheit besorgter Zuggäste zu gewährleisten. Als Grund wurden Befürchtungen genannt, dass es zwischen den Flüchtlingen und anderen Fahrgästen zu Übergriffen kommen könnte. Auch diese Maßnahme führte in Wien zu politischen Diskussionen, da sie von einigen Seiten als unnötig und politisch motiviert betrachtet wird.
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"Flüchtlingslager Traiskirchen".
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