finow-1.jpg | finow-2.jpg bei der Heegermühler Schleuse]] Die Finow ist ein kleiner Fluss im Nordosten Brandenburgs und Finow ist seit 1970 ein eingemeindeter Ortsteil am westlichen Stadtrand von Eberswalde im Oberbarnim.
Die Finow entspringt südlich von Biesenthal im Landkreis Barnim. Etwas nördlich der Stadt erreicht die Finow das Eberswalder Urstromtal. Als Besonderheit benutzt das Flüsschen das Urstromtal entgegen der ursprünglichen Abflussrichtung. Sie fließt nach Osten; der Urstrom floss nach Westen. Ursache ist das sehr tief liegende Oderbruch, welches die Entwässerung an sich zog, sowie im Stadtgebiet von Eberswalde vorhandene Toteisblöcke, die mit ihrem Austauen Becken schufen, die das Flüsschen ebenfalls nach Osten ablenkten.
Die Finow mündete ursprünglich bei Oderberg in die Alte Oder. Ihr Unterlauf wurde schon von 1603 bis 1620 kanalisiert und wurde Teil des Finowkanals. Zwischen dem ehemaligen Messingwerkhafen und unterhalb der Heegermühler Schleuse sind Teile des ersten Finowkanals sowie der Messingwerkgraben im ehemaligen Flussbett der Finow erhalten geblieben.
Anfang des 20. Jahrhunderts entstand in Finow nach Plänen des Architekten Paul Mebes die Messingwerksiedlung mit bemerkenswerten einheitlichen Wohnhausensembles. Markant ragt aus der flachen Landschaft am nördlichen Ortsrand der ebenfalls von Mebes 1916/1917 gebaute monumentale Wasserturm heraus, der zum Kriegerdenkmal umgestaltete wurde, nachdem er nicht mehr in Betrieb war.
Ein sehr gut ausgebauter Radweg ermöglicht dem Verlauf zu folgen und einen Eindruck von der Landschaft und Natur zu bekommen.