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Die Finanzpolitik ist ein Politik-Bereich, der sich mit den Einnahmen und Ausgaben des Staatshaushaltes beschäftigt. Dazu gehört die Festlegung der Steuern und Subventionen, ggf. Aufnahme von neuen Krediten und die Verabschiedung eines Haushaltes. Diese Maßnahmen können auf unterschiedliche Weise die Konjunktur beeinflussen und deshalb ergeben sich zahlreiche Überschneidungen mit der Wirtschaftspolitik. Manche sehen die Finanzpolitik auch als Teil der Prozesspolitik und diese als Teil der Wirtschaftspolitik.

Die Finanzpolitik ist meistens in einem eigenen Ministerium angesiedelt. In Deutschland gibt es auf Bundesebene das Bundesministerium der Finanzen, daneben haben die Bundesländer eigene Finanzministerien und die Kommunen einen Kämmerer.

Fehlende Staatseinnahmen werden oft durch Schulden finanziert. Dazu platziert in Deutschland die Bundesvermögensverwaltung Anleihen an der Börse.

In der Europäischen Währungsunion ist die Finanzpolitik durch die EU-Konvergenzkriterien stark eingeschränkt, um Sekundäreffekte durch monetäre Allimentierung und dadurch bewirkte Geldentwertung zu vermeiden.

Eine von strengen Sparzwängen diktierte Finanzpolitik wird als Austeritätspolitik bezeichnet. Ein Teilbereich der Finanzpolitik ist die Fiskalpolitik.

Siehe auch: Finanzverwaltung, antizyklische Finanzpolitik

Politisches Sachgebiet | Finanzwissenschaft | Wirtschaftspolitik

 

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