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Das Fin de siècle (*, franz. "Ende des Jahrhunderts") bezeichnet die Zeit von 1890 bis 1914 mit der Konnotation der Dekadenz, die als zwangsläufige Folge einer fruchtbaren Epoche (Belle Epoque) angesehen wird.

Die Bezeichnung "Fin de siècle" wurde erstmals 1886 in der französischen Zeitschrift "Le Décadent" erwähnt. Die Literaturepoche wird auch "Dekadenzdichtung" genannt. Sie wird 1910 vom Expressionismus abgelöst.

Obwohl der Begriff in Frankreich geprägt wurde und sich auf ein spezifisch französisches Lebensgefühl der Zeit bezieht, wird Fin de siècle auch für die allgemeine Befindlichkeit der kulturellen Szene vor dem Ersten Weltkrieg verwendet.

Diese Zeit ist geprägt von einem Schwanken zwischen Aufbruchsstimmung, Zukunftseuphorie, diffuser Zukunftsangst (siehe Degeneration) und Regression, Endzeitstimmung, Lebensüberdruss, Weltschmerz, Faszination von Tod und Vergänglichkeit, Leichtlebigkeit, Frivolität und Dekadenz.

Namen, die mit dem Fin de siècle assoziiert werden:

Orte, die eine Atmosphäre des Fin de siècle ausstrahlen:

Literatur


  • Francis de Jouvenot: Fin de siècle. Pièce en quatre actes, Ollendorff, Paris, 1888
  • Francis de Jouvenot: Fin de siècle, Edition Libri, Düsseldorf, 2000, ISBN 3934268021
  • Jens-Malte Fischer: Fin de siécle. Kommentar zu einer Epoche., Winkler, München 1978. ISBN 3538070261
  • Jens-Malte Fischer: Jahrhundertdämmerung. Ansichten eines anderen Fin de siecle, Paul-Zsolnay-Verlag, Wien 2000. ISBN 3552049541

Literaturepoche | Französische Phrase | Stilepoche Neuzeit

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