Fiktion kommt aus dem lateinischen von fictio, was so viel heißt wie „Erdichtung“.
Es ist eine Darstellung, etwas Erfundenes ohne Bezug zur Wirklichkeit, ein Sachverhalt wie er sein könnte oder wie etwas geschehen könnte. Es ist weder falsch noch wahr, sondern eine eventuelle Möglichkeit, eine Idee, die in die Zukunft gehen oder auch die Vergangenheit beschreiben kann. Eine Annahme, etwas Erdachtes oder Erfundenes, meist in Bezug auf Literaturerzählungen. Besonders folgende Formulierung Kants, "gedichtete und zugleich dabei für möglich angenommene Gegenstände" (Kritik der reinen Vernunft) beschreibt sehr gut den Begriff „Fiktion“. Es ist also keine Wirklichkeit, es ist das Gegenteil vom Tatsachenbericht.
Dazu zählen in erster Linie:
In der Literaturtheorie wird zwischen fiktional und fiktiv unterschieden. Literarische Texte sind fiktional, sie scheinen reale Gegebenheiten der außersprachlichen Realität wiederzugeben; ihr Scheincharakter wird jedoch mehr oder minder klar erkannt: der Text 'tut als ob'. Fiktive Texte lassen sich weiter klassifizieren: fiktiv-deskriptiv sind Aussagen mit Wahrheitsanspruch und falsifiziertem Realitätsgehalt ("Falschaussagen"), fiktiv-projektiv sind Aussagen, die zwar nicht aktuell falsifizierbar, jedoch auf wissenschaftlich-systematische Realität zu beziehen sind ("Wir könnten ein Auto mit drei Rädern entwickeln").
Das zugehörige Eigenschaftswort fiktiv (nicht zu verwechseln mit fingiert) ist recht gebräuchlich, so etwa in
fiction | Fiktion | Ilukirjandus | Ficción | Fikcio | Fiction | Ficción | בדיון | Fictie | フィクション | Ficção | Fiction | Fiktiv | Fiktio | Fiktion