Der heilige Fidelis von Sigmaringen (* 1. Oktober 1578 in Sigmaringen; † 24. April 1622 in Seewis in Graubünden) war ein katholischer Ordenspriester und Märtyrer.
Entmutigt durch Misswirtschaft und Korruption trat er 1612 in den Kapuzinerorden ein, wo er den Ordensnamen Fidelis bekam. Er wurde bald zum Priester geweiht und bereiste als Missionar im Auftrag der päpstlichen Kongregation zur Ausbreitung des Glaubens die Gebiete des Elsass, der Schweiz sowie Vorarlberg. 1621 wurde er Guardian des Klosters in Feldkirch. Als im Dreißigjährigen Krieg österreichische Truppen Teile des Freistaats der Drei Bünde eroberten, folgte Fidelis diesen.
Als er am 24. April 1622, nachdem er in Grüsch die Messe gelesen hatte, nach Seewis zog und dort in der Kirche begann, den österreichischen Soldaten zu predigen, drangen bewaffnete Bauern in die Kirche ein und es entstand ein Tumult. Vor der Kirchentür wurde er aufgefordert, seinem Glauben abzuschwören. Seine Antwort soll gelautet haben: "Ich kam, die Häresie auszurotten, und nicht, um sie anzunehmen." Daraufhin wurde er erschlagen.
1729 wurde der als Märtyrer angesehene Fidelis selig- und 1746 von papst Benedikt XIV heilig gesprochen.
Fidelis ist der Stadtpatron von Feldkirch und Sigmaringen, als Patron von Hohenzollern und Vorarlberg, der Juristen, in Gerichtsangelegenheiten und für die Ausbreitung des Glaubens.
Heiliger | Kapuziner | Märtyrer | Geboren 1578 | Gestorben 1622
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"Fidelis von Sigmaringen".
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