| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen Fichtelberg.jpg | Karte Fichtelberg in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Bayern |
| Regierungsbezirk: | Oberfranken |
| Kreis: | Bayreuth |
| Fläche: | 5,17 km² |
| Einwohner: | 2.351 (30. September 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 409 Einwohner je km² |
| Höhe: | 742 m ü. NN |
| Postleitzahl: | 95686 |
| Vorwahl: | 09272 |
| Geografische Lage: | |
| Kfz-Kennzeichen: | BT |
| Gemeindeschlüssel: | 09 4 72 138 |
| Gliederung: | 3 Ortsteile |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Gablonzer Str. 11 95686 Fichtelberg |
| Offizielle Website: | Gemeinde Fichtelberg |
| Politik | |
| 1. Bürgermeister: | Jose-Ricardo Castro Riemenschneider (Christlich Sozialer Förderkreis) |
Fichtelberg ist eine Gemeinde im Landkreis Bayreuth im Regierungsbezirk Oberfranken, Bayern, Deutschland.
Der Ursprung des Namens Fichtelberg, ebenso wie des Fichtelgebirges, ist wahrscheinlich im Bergbaugeschehen zu suchen und kommt nicht wie lange vermutet von der dichten Fichtenbewaldung. Zum Zeitpunkt der Namensentstehung war, wie Pollenanalysen zeigen, im nordbayerischen Raum ein Buchen-Tannen-Fichten-Mischwald vorhanden. Erst infolge des Erzbergbaus und der Verhüttung der Metalle wurden die Laubholzarten stark dezimiert und die schneller wachsende Fichte als Rohstofflieferant angepflanzt. Zunächst war der in einer Urkunde von 1317 genannte „Vythenberg“ nur der Berg, an dem sich das Bergwerk St. Veit befand, der heutige Ochsenkopf . Daraus entwickelte sich später das Wort „Vichtel“ oder „Fichtel“, wie es heute noch mundartlich gesprochen wird und wurde irgendwann das gesamte Gebiet des heutigen Fichtelgebirges ausgedehnt.
Um 1600 war das oberste Fichtelnaabtal dort, wo sich jetzt die Orte Neubau und Fichtelberg befinden, noch mit einer unwegsamen Waldwildnis bedeckt. Der Eisenerzbergbau begann hier bereits im Jahre 1478, zuerst im Tagebau, da die Erzadern bis zur Erdoberfläche reichen. Nur eine kleine Siedlungszunge mit wenigen Häusern schob sich von Süden herauf bis zum jetzigen Fichtelberger Ortsrand. Die steilen Hänge und die deutlich ansteigende Höhenlage haben bis zu Beginn des 17. Jahrhunderts eine weitere Besiedlung gegen das innere Zentralmassiv verhindert.
1602 gründete Johann Glaser eine „Gewerkschaft“ von sechs einflussreichen, kapitalkräftigen Männern, um mit ihnen den Bergbau am Gleisingerfels, etwa auf halbem Weg zwischen Hütten und Neubau , voranzutreiben, nach geeignetem Eisenerz zu suchen, es auf die für jene Zeit modernste und rentabelste Weise in Hochöfen zu verhütten und es gewinnbringend zu verarbeiten. Holz, das in den Öfen, Schmieden, Hämmern und Gießereien in großen Mengen benötigt wird, war in den ausgedehnten Wäldern reichlich vorhanden. Genügend Wasser für die Triebräder der Werke gab es zunächst auch. Als das Wasser schlielich nicht mehr aureichte, grub man dem Main und der Steinach kurzerhand die obersten Quellflüsse ab und leitete sie um. Rasch entwicktlte sich eine blühende Eisenindustrie im obersten Fichtelnaabtal. Verarbeitet wurde das Eisenerz in der kurfürstlichen Gießerei. Zunächst arbeitete man weiter im Tagebau. Aber nachdem sich in der Grube zu viel Wasser ansammelte und leistungsfähige Pumpen nicht zur Verfügung standen, musste man die Lagerstätte mit Stollen erschließen, durch die auch das Wasser ablaufen konnte. Die von Hand ausgehauenen Stollen waren gerade so groß, dass ein schwer tragender Mann einigermaßen gut durchgehen konnte.
Die Geschichte des Ortes Fichtelberg ist geprägt von dem seit 1602 durch die Gewerkschaft "Erzgrube Gottesgab im Gleißingerfels am Fichtelberg" erfolgten Erzabbau. "Gottesgab am Fichtelberg" nennt man zurecht das Bergwerk am Gleißinger Fels und später auch das weit über das obere Fichtelnaabtal hinaus bedeutsame Bergamt. Die ersten Wohnhüttlein entstehen, Anfänge einer bald wachsenden und blühenden Bergmannssiedlung.
Bis 1862 gab es hier Bergwerke und ein bayerisches Bergamt. Vier Hochöfen verhütteten das Silbereisen, das bei Fichtelberg abgebaut wurde. Erzabbau und die Verhüttung waren ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Die Granitindustrie löste dann den Bergbau ab.
Nach dem zweiten Weltkrieg siedelten sich vor allem Glasbläser aus Gablonz an und verhalfen Fichtelberg zu einer zweiten Blüte als Industriestandort u. a. der Glas- und Knopf-Produktion. Inzwischen hat es seine industrielle Bedeutung weitgehend verloren uns lebt aufgrund seiner reizvollen Lage am Südwesthang des Ochsenkopfes hauptsächlich vom Fremdenverkehr und ist ein Wintersportzentrum.
Die Bergwerksstollen "Gleißinger Fels" gelten als ältestes Bergwerk in Nordbayern und sind heute das einzige Silbereisenbergwerk der Welt, das noch allgemein zugänglich ist.
Fichtelberg gehört seit 1857 zum Regierungsbezirk Oberfranken, als der Bezirk des damaligen Landgerichts Bayreuth vergrößert wurde.
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"Fichtelberg (Bayern)".
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