Feuerwehrleistungsbewerbe sind Wettbewerbe oder Wettkämpfe innerhalb der Feuerwehrorganisationen, die einerseits zur sportlichen Ertüchtigung, andererseits zur Übung und Festigung von in der Feuerwehr üblichen Handgriffen dient. Dazu gibt es verschiedenste Bewerbsarten in den einzelnen Ländern. Je nach dem Ausbildungsziel werden die Wettbewerbe vorrangig nach der erzielten Zeit oder vorrangig nach der Genauigkeit beim Arbeiten durchgeführt. Die Bewertung erfolgt dann entsprechend nach Sekunden oder mit Gut- bzw. Minuspunkten. Es kann auch das Alter mit Punktebewertung mit in das Ergebnis einfließen, so dass auch ältere Teilnehmer zur Teilnahme motiviert und nicht benachteiligt werden.
Je nach Bewerb gibt es für die Sieger Pokale oder für die Teilnehmer, die ein bestimmtes Limit erreichen Abzeichen.
Der Unterschied zwischen Bronze und Silber ist der, dass beim Bronze-Bewerb, jeder Teilnehmer vorher weiß, welche Rolle er in der Gruppe durchführen muss, während beim Silber-Bewerb die Tätigkeit innerhalb der Gruppe unmittelbar vorher durch das Los entschieden wird.
Um auch älteren Kameraden die Möglichkeit mitzumachen zu geben, gibt es auch Wertungen mit Alterspunkten.
Die genauen Regeln können zwar Länderspezifisch etwas schwanken, die Grundregeln sind jedoch gleich und sind sogar international als Teil der alle 4 Jahre stattfindenden Feuerwehrolympiade so übernommen worden.
Diese Bewerbe finden jeweils im einzelnen Bezirk und im Bundesland statt. Die Sieger nehmen dann am Bundesbewerb teil.
In den letzten Jahren wurde die Durchführung des Bewerbes überarbeitet und an die geänderten Einsatzanforderungen angepasst. Der Bewerb um das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold umfasst nun auch viele Tätigkeiten, die ein Feuerwehrmitglied in der täglichen Einsatzpraxis anwenden kann.
So sind z.B. im praktischen Teil spezielle Knoten anzufertigen und im theoretischen Teil ist eine Löschwasserberechnung durchzuführen. Auch die Lagebeurteilung und Führung eines Einsatzes stellt eine wichtige Komponente des Bewerbes dar. Aber auch traditionelle Elemente wie Exerzierübungen sind durchzuführen.
Diesen Bewerb gibt es in Bronze, Silber und Gold, wobei die Kameraden bei Bronze jeweils ihre Funktion in der Gruppe vorher kennen und bei Silber durch das Los bestimmt werden. Bei Gold sind außerdem noch theoretische Fragen von jedem Kameraden zu beantworten.
Beim Feuerwehrsport handelt es sich um einen Leistungssport, der von den Sportlern Leistungsbereitschaft, Ausdauer, Geschicklichkeit und Schnelligkeit abfordert. Die wohl interessantesten Disziplinen sind dabei die Zweikampf-Disziplinen der 100-m-Hindernisbahn und des Hakenleitersteigens, offiziell Aufstieg mit der Hakenleiter.
Die 100m Hindernisbahn wird sowohl von Männern als auch von Frauen absolviert, unterscheidet sich aber ein wenig im Aufbau. Bei den Männern ist das erste Hindernis eine Wand, die der Sportler übersteigen muss, direkt dahinter muss er zwei Schläuche aufnehmen und einen Laufbalken überqueren. Die eingewickelten Schläuche werden zum Ende des Balkens gelöst und später an einen Verteiler angekuppelt. Bei den Frauen gibt es anstelle der Wand eine einfache Hürde.
Im Feuerwehrsport unterscheidet man Mannschafts- und Einzeldisziplinen. Einzeldisziplinen sind die 100m Hindernisbahn und das Hakenleitersteigen, Mannschaftsdisziplinen sind die 4 x 100 m Hindernisstaffel, die Gruppenstafette und der Löschangriff Nass. Im Feuerwehrsport finden alle vier Jahre Deutsche Meisterschaften statt, die letzten waren 2004 in Halle (Saale). Außerdem gibt es Internationale Wettbewerbe und jährlich stattfindende DeutschlandCups.
Auch bei der Feuerwehrjugend gibt es eine Reihe an Bewerben und Wissensstandüberprüfungen. Für jede erfolgreiche Teilnahme an einem Bewerb oder einer Wissensstandüberprüfung gibt es ein Abzeichen. Grundsetzlich dabei zwischen Bewerben der 10- und 11-jährigen sowie der zwischen 12- und 15-jährigen Unterschieden. Eine weitere Unterscheidung ist die Ebene (Feuerwehr, Bezirk, Land, Bund).
In allen Bundesländern gibt es den Bewerb um das Feuerwehrjugendleistungsabzeichen. Der Feuerwehrjugendleistungsbewerb wird nach bundesweit einheitlichen Bestimmungen (Fachschriftenheft Nr. 4) durchgeführt. Es werden Abschnitts-, Bezirks-, Landes- und Bundesfeuerwehrjugendleistungsbewerbe durchgeführt.
Dabei muss eine Gruppe (9 Bewerbsteilnehmer) zwei Disziplinen bewältigen. In der Disziplin „Hindernisbahn“ müssen die Bewerbsteilnehmer verschiedene Hindernisse bewältigen und dabei eine Löschleitung verlegen und einen Löschangriff mittels Kübelspritze durchführen. Außerdem ist Geräte- und Knotenkunde gefragt. Die zweite Disziplin ist der 400 m-Staffellauf bei dem ein Strahlrohr von Bewerbsteilnehmer zu Bewerbsteilnehmer weitergegeben wird und dabei verschiedene Hindernisse bewältigt werden müssen.
Das Feuerwehrjugendleistungsabzeichen gelangt ausschließlich bei den Landes- und Bundesfeuerwehrjugendleistungsbewerb zur Verleihung. Der Bewerb auf Landesebene dient als Qualifikation für den Bundesbewerb, welcher alle zwei Jahre durchgeführt wird. Dieser wiederum dient für die Qualifikation zu den internationalen Jugendfeuerwehr-Wettbewerben, welche vom CTIF veranstaltet werden und ebenfalls alle zwei Jahre stattfinden.
Weiters gibt es in den Bundesländern verschiedene Wissensstandüberprüfungen. Der Wissenstest wird in allen Bundesländern durchgeführt, jedoch nach unterschiedlichen Bestimmungen.
Informationen zu allen Bewerben in Niederösterreich gibt es unter www.feuerwehrjugend-noe.at
Siehe auch: Feuerwehr, Hilfsorganisationen/Themenliste Feuerwehr, Liste der internationalen Feuerwehrwettkämpfe | Feuerwehrsport | Feuerwehr (Österreich)
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