Mit Ferrari Dino oder nur Dino wurden mehrere Fahrzeuge bezeichnet.
Um auch unterhalb der klassischen V12-Sportwagen präsent zu sein, wurde mit dem Mittelmotor-Prototypen bzw. Sportwagen Ferrari Dino 206 insbesondere in der Klasse bis zwei Liter Hubraum die Herausforderung von Porsche in der Sportwagen-Weltmeisterschaft angenommen. Dazu gehörten Mitte der 1960er Jahre auch Bergrennen oder die winklige Targa Florio, die der Ferrari Dino 246SP 1961 und 1962 gewann. Auch bei den 1000km Nürburgring waren die kleinen V6 oft besser als ihre großen V12-Brüder.
Ab 1967 wurde in der neuen Formel-2-Europameisterschaft nur Motoren zugelassen, von denen mindestens 500 verkauft wurden. Dazu musste Ferrari neue Wege gehen.
Dann baute man auch V6-Mittelmotorsportwagen, lange bevor Ferrari den V12 hinter seine Kunden verlegte. Diesen relativ billigen Wagen mit deutlich weniger als 200 PS wollte man allerdings weder den guten Namen Ferrari noch das Cavallino zugestehen, und die neue Marke Dino wurde eingeführt, zuerst nur mit dem Dino 206. Ab 1969 kam der größere Dino 246, auch dem berühmten Sechszylinder, der später zudem die italienische Design- und Rallye-Ikone Lancia Stratos antrieb.
Nach einem Modellwechsel wurden daraus die Achtzylinder Dino 208 und Dino 308. Der 308 wurde im Laufe der Jahre zum tatsächlichen Ferrari geadelt (Ferrari 308 GT 4) und war der Vorläufer des meistgebauten Ferrari, des Ferrari 308, in seiner Ausführung als 308 GTS nicht nur bekannt aus der amerikanischen TV-Serie Magnum PI.
Die kleinere Version wurde samt der Marke Dino aufgegeben. Im Nachhinein betrachtet hat der Dino, obwohl nicht als Ferrari anerkannt, diese Marke gerettet, denn die größten Umsätze wurden mit den vom Dino abstammenden V8-Fahrzeugen gemacht.
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