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Rektor Helmut Hoyer
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Art öffentlich
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religiöse Zugehörigkeit keine
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gegründet 1974
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Ort Hagen, Deutschland
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Eingeschriebene 44.715 (WS 2005/2006), davon
  - 5424 Akademiestud.
  - 4552 Weiterbildungsstud.
  - ca. 80% Berufstätige
  - ca. 19% mit abgeschl.
    Studium.

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Beschäftigte 2.070
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jährl. Budget 70,7 Mio. Euro (Haushaltsjahr 2005)
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Die FernUniversität in Hagen ist die einzige staatliche Fernuniversität in Deutschland. Ihr Sitz befindet sich in der Stadt Hagen in Nordrhein-Westfalen.

Das Fernstudium erlaubt es, die Präsenz an der Universität minimal zu halten. Daher wird dieses Angebot vor allem von berufstätigen Studierenden genutzt. Vier Fünftel der Studierenden sind berufstätig. Fast ein Fünftel der Studierenden hat bereits mindestens ein Studium erfolgreich abgeschlossen.

Die Abschlüsse der Fernuniversität sind reguläre Hochschulabschlüsse. Die FernUniversität verleiht Bachelor-, Master- und Diplom-Titel. Promotionen und Teilstudien für die berufliche oder persönliche Weiterbildung sind an der FernUniversität ebenfalls möglich.

Die FernUniversität in Hagen


Geschichte

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Die FernUniversität Hagen hat derzeit ca. 44.700 eingeschriebene Studierende. Hiervon sind ca. 33.600 ordentliche und ca. 10.000 Akademie- und Weiterbildungsstudierende.

Lage

Feu_prg.jpg Das Hauptgelände der FernUniversität befindet sich heute an der Universitätsstraße in Hagen. Hier sind vor allem die Institute für Informatik, Elektro- und Informationstechnik, Rechtswissenschaft und zum Teil auch Mathematik untergebracht. Ein Großteil der wirtschaftswissenschaftlichen Institute befindet sich im Eugen-Schmalenbach-Gebäude. Die Universitätsbibliothek befindet sich an der Universitätsstraße. Eine Mensa ist zur Zeit im Bau.

Andere Institute der Fernuni sind über die Stadt Hagen verteilt. So die Mathematiker in der Lützowstraße, das Institut für Bauelemente in der Fachhochschule Südwestfalen und ein Teil der Wirtschaftswissenschaften in der Profilstraße (Lennetal). Am Roggenkamp befinden sich der AStA und die Bildungsherberge.

Ein Teil der Verwaltung der Uni ist an der Rohrstraße (Lennetal) untergebracht.

Das zentrale Service-Center als Anlaufstelle für Studierende befindet sich im Philipp-Reis-Gebäude auf dem Hauptgelände.

Fachbereiche und Studiengänge

Im Wintersemester 2005/2006 werden an der FernUniversität in Hagen Studiengänge in den folgenden Fachbereichen angeboten:

  • Elektrotechnik und Informationstechnik
  • Informatik
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  • Kultur- und Sozialwissenschaften
  • Mathematik
  • Rechtswissenschaften
  • Wirtschaftswissenschaften
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Das Hochschulranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) untersuchte im Jahr 2005 die Fächer Soziologie, BWL und VWL. Die Soziologie an der FernUniversität landete dabei, bezogen auf die Zahl der Forschenden, in der Spitzengruppe deutscher Universitäten. Die VWL liegt im Mittelfeld und die BWL liegt mit ihren Drittmitteln und der Zahl der Veröffentlichungen in der Spitzengruppe, bei der Zahl der Promotionen allerdings in der Schlussgruppe. Andere Fächer an der FernUniversität wurden bisher nicht gerankt und die Studierenden der FernUniversität - wie sonst in Rankings üblich - auch nicht nach ihrer Zufriedenheit gefragt. Andere Rankings als das des CHE berücksichtigen die FernUniversität bisher gar nicht.

Studienzentren

Studienzentren sind Außenstellen der FernUniversität in Hagen, die über ganz Deutschland und teilweise im Ausland verteilt sind. Die Studierenden haben so die Möglichkeit, in der Nähe ihres Wohnortes Lehr- und Klausurvorbereitungsveranstaltungen zu besuchen, notwendige Literatur einzusehen, Kontakte zu Kommilitonen zu knüpfen und Fragen mit Mitarbeitern der FernUniversität vor Ort zu klären. Zur Zeit existieren folgende Studienzentren in Deutschland:

Wer studiert in Hagen?
Das Studienangebot an der FernUniversität erscheint besonders für die nachfolgend genannten Gruppen attraktiv. Ein Großteil der Hagener Studenten kann daher auch einer dieser Gruppen zugeordnet werden:

  • Berufstätige. Sie bilden die größte Gruppe innerhalb der Studentenschaft
  • Eltern
  • Grundwehr- und Zivildienstleistende, die während ihrer Dienstzeit bereits in ein Studium einsteigen wollen. Viele dieser Studenten wechseln nach zwei Semestern an eine konventionelle Universität.
  • Absolventen anderer Fachrichtungen, die zusätzlich zu ihrer bereits erlangten Qualifikation einen weiteren Abschluss anstreben. Der größte Anteil dieser Gruppe besteht aus Absolventen technischer Disziplinen, die ein betriebswirtschaftliches Diplom anstreben.
  • Fachhochschulabsolventen, die zusätzlich einen Abschluss an einer Universität anstreben und beispielsweise einen fachverwandten Master anstreben.
  • Hochbegabte Schüler, die sich ohne Hochschulzugangsberechtigung als Akademiestudierende einschreiben können. Mit Gutachten und Empfehlung ihrer Schule und ihrer Professoren können Schüler auch als Jungstudierende in reguläre Studiengänge zugelassen werden.
  • eine geringe Zahl Inhaftierter.

Absolventen der FernUniversität in Hagen
Die Zahl der Bachelor-, Master- und Diplomabsolventen an der FernUniversität in Hagen liegt vergleichsweise hoch; die Landesstatistik weist für die FernUniversität pro Jahr etwa zwölf Absolventen pro Professur aus. Etwa 650 Diplome vergibt allein der Fachbereich Wirtschaftswissenschaft pro Jahr. Damit liegt die FernUniversität landesweit nach der Deutschen Sporthochschule Köln an der Spitze: Der Landesschnitt liegt bei nur sechs Absolventen pro Professur pro Jahr.

Ehrendoktoren der FernUniversität Hagen

Studentenleben
Das Studentenleben an der FernUniversität unterscheidet sich deutlich vom Studentenleben an konventionellen Unis. Die Kommunikation der Studierenden untereinander erfolgt zumeist
  • in den Internet-Newsgroups der FernUniversität,
  • in den Studienzentren,
  • an Studientagen der FernUniversität und
  • während der präsenzpflichtigen Seminar-, Übungs-, und Praxisphasen.

Insbesondere im Grundstudium finden darüber hinaus oft auch privat organisierte Studiergruppen zusammen. Des Weiteren existieren zahlreiche Studenteninitiativen wie zum Beispiel Webforen, die einen weltweiten Austausch der Fernstudenten ermöglichen. Ein Paradebeispiel bildet hier das Forum http://www.studienservice.de/

Studium an der FernUniversität


Zulassungsvoraussetzungen

Für die Zulassung zu einem ordentlichen Studium an der FernUniversität ist in der Regel die allgemeine Hochschulreife, z. B. das Abitur oder die Matura, erforderlich. Studieninteressenten ohne Hochschulreife können ein Akademiestudium beginnen. Die dabei erworbenen Studienleistungen können nach dem Bestehen einer Einstufungsprüfung auf den betreffenden Studiengang angerechnet werden.

An der FernUniversität gibt es zumeist keinen Numerus clausus. Ausnahme bildet da mit einem Orts-NC der Studiengang "Bachelor of Laws (LL.B)" des Fachbereichs Rechtswissenschaften.

Studienformen

An der FernUni Hagen gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die angebotenen Kurse zu belegen. Die wichtigsten Formen sind im Folgenden aufgelistet:

Vollzeitstudierende

Sie sind üblicherweise nicht oder nur studentisch berufstätig, unterliegen in dieser Tätigkeit üblicherweise nicht der Sozialversicherungspflicht und können sich u.a. studentisch krankenversichern. Vollzeitstudenten sind als einzige Gruppe, unter gewissen Voraussetzungen, BAföG-berechtigt.

Teilzeitstudierende
Teilzeitstudierende sind üblicherweise nebenbei berufstätig. Anders als Vollzeitstudierende fallen sie in der Regel nicht unter die studentische Krankenversicherung. Die FernUniversität schätzt, dass Teilzeitstudierender etwa die Hälfte der Kursanzahl eines Vollzeitstudierenden pro Semester belegen kann, wodurch sich seine Regelstudienzeit praktisch verdoppelt.

Akademiestudierende
Akademiestudierende müssen nicht über die formalen Zugangsvoraussetzungen für ein Studium verfügen. Sie können aus dem gesamten grundständigen Kursangebot der FernUniversität (ca. 1400 Kurse) frei auswählen und studieren diese außerhalb der Prüfungsordnungen. Das Akademiestudium ermöglicht es, sich außerhalb eines regulären Studiums auf wissenschaftlichem Niveau fortzubilden.

Je nach Fachbereich ist es möglich, sich Teile des Akademiestudiums für ein ordentliches Studium als erbrachte Prüfungsleistungen anerkennen zu lassen. Der Status als Akademiestudierender wird daher auch von vielen Studierenden gewählt, die eigentlich ein ordentliches Studium absolvieren möchten, durch die spätere Anerkennung jedoch bis zu vier Semester Studiengebühr sparen können.

Da das Akademiestudium über keine formalen Zulassungsvoraussetzungen verfügt, wird es auch von Studierenden betrieben, die sich noch auf die ein Abitur/Fachabitur ersetzende Einstufungsprüfung vorbereiten.

Studieninhalte und Leistungsnachweise

Die Vermittlung der Studieninhalte erfolgt, von wenigen Ausnahmen abgesehen, in Form von schriftlichen Kurseinheiten, die in sogenannte Module aufgeteilt sind, und den Studierenden zugestellt werden.

Damit sich die Studierenden tatsächlich mit den Inhalten auseinandersetzen, müssen zu den Kurseinheiten Einsendearbeiten bearbeitet werden.

Kurseinheiten
Die Kurseinheiten werden von der FernUniversität an die eingeschriebenen Studenten versandt. Der Zustellungsrhythmus ist je nach Fachbereich unterschiedlich und liegt zwischen vierzehn Tagen und ein bis zwei Mal pro Semester. Je nach Fachbereich haben die Kurseinheiten einen Umfang von ca. 30-80 Seiten (Mathematik, Informatik, Elektrotechnik und Informationstechnik, Wirtschaftswissenschaften), bis hin zu gut 200 Seiten (Rechtswissenschaft).

Für Rückfragen stehen Kursbetreuer zur Verfügung. In einigen Fächern ist das der Verfasser der betreffenden Kurseinheit (in der Regel der Lehrstuhlinhaber), in anderen Fächern sind es wissenschaftliche Mitarbeiter des Lehrstuhls. Die Studienzentren bieten mentorielle Betreuung der Kurse/Module wohnortnah an. Die Mentoren haben von der Hagener Fakultät das Agréement zur Betreuung der Kurse erhalten.

Einsendeaufgaben
Gleichzeitig mit den Kurseinheiten erhalten die Studenten Einsendeaufgaben, die bis zu einem vorgegeben Termin bearbeitet und zurückgesandt werden müssen. Die Fristen liegen dabei zwischen drei Wochen und (fast) dem ganzen Semester.

Für die Zulassung zu Prüfungen ist es in der Regel notwendig, bestimmte Kriterien bei der Bearbeitung der Einsendeaufgaben zu erfüllen. Üblicherweise muss ein Student eine gewisse Mindestanzahl der zu bearbeitenden Einsendeaufgaben bestehen. Die genauen Bedingungen werden entweder über die Kursbetreuer zu Beginn des Kurses festgelegt oder zentral vom Fachbereich vorgegeben.

In einigen Fachbereichen stehen webbasierte Rückgabemöglichkeiten zur Verfügung. Für Kurse zur Programmierung gibt es dazu eine aufwändige Umgebung namens WebAssign, die auch Testläufe eingereichter Programme durchführen kann. Im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften können Einsendearbeiten zu den meisten Kursen ebenfalls online abgegeben werden.

Die Einsendeaufgaben werden im Sinne einer Lernzielkontrolle korrigiert und an die Studenten zusammen mit Musterlösungen zurückgesandt. Dadurch erhalten die Kursteilnehmer Feedback, inwieweit sie die Kursinhalte verstanden haben.

Seminare
Die meisten Seminare bestehen aus einer Heimarbeitsphase, in der der Student zu Hause eine Seminararbeit zu verfassen hat. Hinzu kommt eine Präsenzphase, in der der Student die Ergebnisse seiner Arbeit in einen Seminarvortrag den Mitstudierenden und Betreuern präsentiert und mit diesen über seine Resultate diskutiert. Die Präsenzphase dauert in der Regel zwei bis drei Tage. Teilweise sind die Ergebnisse der Heimarbeitsphase in Gruppenvorträgen zusammengefasst vorzustellen.

Es gibt auch virtuelle Seminare, bei denen Vortrag und Diskussion im Rahmen von Newsgroups oder anderen Onlinekanälen erfolgt.

Praktika
Es gibt an der Fernuniversität unterschiedliche Formen von Praktika:

Industriepraktika

Industriepraktika werden in Unternehmen abgeleistet. Das Präfix "Industrie" soll dabei darauf hindeuten, dass dort praktische Arbeit im Gegensatz zur Forschungstätigkeit an einer Universität geleistet wird. Industriepraktika können zum Teil durch Berufserfahrung vor Studienbeginn ersetzt werden.

Heimpraktika

Heimpraktika werden von den Studenten zu Hause absolviert. So gibt es im Studiengang Informatik auf Diplom II ein Hardwarepraktikum, für das die Studenten von der FernUniversität die notwendigen programmierbaren Mikrocontroller mit Zubehör zur Verfügung gestellt bekommen.

Die Form des Praktikums kann auch in der Art erfolgen, dass dem Studenten ein kleines Versuchslabor nach Hause geschickt wird.

Heimpraktika können auch in Form von virtuellen Praktika (siehe unten) abgeleistet werden.

Präsenzpraktika

Bei Präsenzpraktika werden während einen gewissen Zeitraums vor Ort, im Regelfall in Hagen, praktische Erfahrungen gesammelt.

Kooperative, virtuelle Praktika Praktika können auch über das Internet abgewickelt werden. Häufig wird dabei optional die Möglichkeit einer Präsenzphase am Ende des Praktikums eingeräumt, sollten die Ziele während der virtuellen Phase nicht erreicht werden.

Im Studiengang Informatik beispielsweise ist für alle Studenten ein Programmierpraktikum gefordert. Dabei muss eine Programmieraufgabe von mehreren Studenten gemeinsam gelöst werden. Die Kommunikation erfolgt dabei zumeist über Newsgroups, E-Mail und Chat.

Prüfungen
Schriftliche Prüfungen

Feu avz tgz parkplatz.jpgIn einigen Fächern werden am Ende jedes Semesters schriftliche Prüfungen in Form von Klausuren durchgeführt. In anderen Fächern erfolgt die Prüfung am Ende jedes Studienjahres.

Je nach Studierendenzahl werden schriftliche Prüfungen zeitgleich an mehreren Orten geschrieben. Die FernUniversität mietet dazu Räume in den Universitäten diverser deutscher Städten an. Im Ausland können die Prüfungen an Botschaften und Goethe-Instituten geschrieben werden. Da ein Fernstudium unter gewissen Voraussetzungen auch von inhaftierten Studenten durchgeführt werden darf, können Klausuren unter Aufsicht auch im Gefängnis geschrieben werden.

Allerdings gibt es auch schriftliche Prüfungen, die nur an einem Ort abgehalten werden. Das sind zum Beispiel fast alle Hauptdiplom-Prüfungen im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften und die Abschlussprüfungen im Aufbaustudium Arbeits- und Wirtschaftsrecht.

Mündliche Prüfungen

In einigen Studiengängen ist ein Teil der Prüfungsleistungen in Form von mündlichen Prüfungen zu erbringen. Diese sind in der Regel vor Ort in Hagen, abzulegen.

Mündliche Vordiplomsprüfungen in der Informatik oder Mathematik dauern beispielsweise 20-25 Minuten, mündliche Diplomprüfungen ca. 45 Minuten.

Ebenfalls gibt es die Möglichkeit, mündliche Prüfungen per Videokonferenz in einem Studienzentrum oder einer Botschaft durchzuführen. Es hängt jedoch vom Fachbereich und Prüfer ab, in welchem Umfang diese Möglichkeit angeboten wird. Am Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik ist diese Form der mündlichen Prüfung eher üblich. In der Informatik finden mündliche Prüfungen per Videokonferenz eher selten statt.

Für den Aufwand, der durch eine Videoprüfung entsteht, müssen Studenten eine gesonderte Gebühr zahlen, die derzeit ca. 40-50 Euro beträgt. Für entfernt wohnende Studierende kann sich diese Form der Prüfung daher durchaus lohnen.

Eigenarten des Hagener Studiums

Vor- und Nachteile
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Von Vorteil sind:

  • Die Möglichkeit, Ort und Zeit des Studiums (innerhalb gewisser Grenzen, z.B. dem 14-tägigen Einsendeaufgabenrhythmus) eigenständig wählen zu können.
  • Gedrucktes Studienmaterial ersetzt die an konventionellen Universitäten üblichen Vorlesungen bzw. Vorlesungsmitschriften.
  • Die umfassende Nutzung des Internets.
  • Eine serviceorientierte Universitätsbibliothek, die Bücher und Artikel auf Wunsch per Post nach Hause verschickt.
  • Möglichkeit zum berufbegleitenden Studium.
Über 60 Studienzentren, die eine wohnortnahe Betreuung bieten. Von Nachteil sind:
  • Die vergleichsweise lange Studienzeit. Die Studienzeit berufstätiger Studenten kann sich leicht verdoppeln oder sogar noch mehr verlängern. Die Kombination von Berufstätigkeit und Studium über mehrere Jahre erfordert jedoch nicht nur Durchhaltevermögen, sondern auch Opfer des Partners bzw. der Familie. Die starke zeitliche Beanspruchung durch das Studium trifft teilweise auch im Freundes- und Bekanntenkreis nur auf geringes Verständnis.
  • Die relativ hohe Quote von Studienabbrechern (vgl. dazu unten den Abschnitt "Abbruchquote").
  • Der geringe Aufbau persönlicher Kontakte innerhalb der Studierenden. Durch die vergleichsweise geringe Studentenkultur in Form von Studentenvereinen, Studentenverbindungen oder im Umfeld einer Universität angebotenen (außeruniversitären) Veranstaltungen, ist der Aufbau persönlicher Freundschaften und Kontakte zwischen den Studierenden im Vergleich zu konventionellen Universitäten erheblich stärker von der Eigeninitiative des Einzelnen abhängig. Da die Bildung von Netzwerken oft als ebenso wichtig angesehen wird, wie die Vermittlung des Lernstoffs, kann dieser Aspekt als Nachteil des Fernstudiums genannt werden.

Gebühren
Abhängig vom Hörerstatus. Pro Kurs ist eine Materialgebühr zu zahlen, ebenso existiert eine Grundgebühr, die unabhängig von der Belegung erhoben wird. Zusätzlich ist der auch an Präsenzuniversitäten übliche Studierendenschaftsbeitrag zu zahlen. Ein Studentenwerkbeitrag ist nicht fällig, da Fernstudenten die Leistungen der Studentenwerke (Wohnheime, Mensen etc.) typischerweise nicht in Anspruch nehmen (können).

Studierende, die nach dem Studienkonten- und -finanzierungs-Gesetz des Landes Nordrhein-Westfalen zahlungspflichtig sind (Langzeitstudierende, Zweitstudierende, Senioren), zahlen seit dem WS 04/05 650 Euro/Semester bzw. 325 Euro/Semester im Teilzeitstatus. Von dieser Gebühr sind auch Studierende betroffen, die nicht in Nordrhein-Westfalen wohnen, aber an der FernUniversität studieren. Die Zahl derjenigen Studierenden an der FernUniversität, die bereits einen ersten Hochschulabschluss haben, hat sich in der Folge des Gesetzes halbiert. Insbesondere für Studierende aus Bundesländern ohne Zweitstudiengebühren resultiert aus dem Gesetz der Entschluss, das Studium an der FernUniversität abzubrechen und ggf. trotz höheren zeitlichen Aufwands an einer Universität des eigenen Bundeslandes fortzusetzten.

Ebenfalls sind Strafgebühren für das Nichterscheinen bei Klausuren zu zahlen, falls nicht rechtzeitig eine Abmeldung erfolgte.

Abbruchquote

Im ersten Studienjahr liegt die Abbrecherquote an der FernUniversität bei etwa 50 Prozent. In den Folgejahren ist die Quote jedoch deutlich niedriger, auch im Vergleich zu Präsenzuniversitäten.

Die hohe Abbruchquote im ersten Studienjahr wird verschieden begründet:

  • Unterschätzen der hohen Doppelbelastung durch Studium, Beruf und Familie
  • Wechsel an eine Präsenzuniversität
  • Verlassen der Universität nach Erreichen des individuellen Bildungsziels (bestimmte Kurszertifikate)
  • Der Abbruch bei Problemen fällt leichter, da häufig eine bereits beruflich gesicherte Lebenssituation vorliegt
  • Unterschätzen der völlig anderen Studiensituation, verglichen mit einer Präsenzuni
  • Versuchsweises Einschreiben

Studieren im Ausland
Die Unterlagen der FernUniversität werden weltweit versandt, so dass ein Studium auch aus dem Ausland betrieben werden kann. Studienzentren zur Unterstützung des Auslandsstudiums befinden sich in Österreich (Bregenz, Steyr, Wien, Bad Goisern, Deutschlandsberg, Saalfelden und Villach), der Schweiz (Brig und Pfäffikon), Russland (Smolensk und Sankt Petersburg), Ungarn (Budapest) sowie Lettland (Riga). In Estland und Litauen existiert ein Fernstudienbüro bzw. eine Kontaktstelle.

Siehe auch


Weblinks


Universität in Deutschland

FernUniversität Hagen

 

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