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Die Fermi-Dirac-Statistik ist eine Form einer Quantenstatistik, die für Teilchen mit halbzahligem Spin (Fermionen) gültig ist.

Kernpunkt der Fermi-Dirac-Statistik ist, dass die Wellenfunktion (oder der "Zustandsvektor") eines Vielteilchensystems bei Vertauschen zweier Teilchen einen Vorzeichenwechsel erleidet. Als Konsequenz davon ergibt sich das Pauli-Prinzip, demzufolge zwei gleiche Fermionen niemals im gleichen Zustand sein können. Da in diesem Fall die Vertauschung der Teilchen nämlich offenbar keine Auswirkungen hätte, folgt aus der Forderung nach Vorzeichenwechsel, dass die Wellenfunktion insgesamt verschwinden muss. Ebenso ergibt sich daraus die Fermiverteilung als Besetzungsstatistik für Fermionen.

Die Tatsache, dass gerade Teilchen mit halbzahligem Spin der Fermi-Dirac-Statistik folgen, bezeichnet man als Spin-Statistik-Theorem. Es folgt aus den Grundannahmen der relativistischen Quantenfeldtheorie.

Die mittlere Besetzungszahl durch Fermionen innerhalb eines Systems bei einer bestimmten Energie E_i wird folgendermaßen beschrieben:

= \frac {1}{e^{c (E_i - \mu)} + 1}
Hierbei ist μ das chemische Potenzial und c die Energienormierung. Diese wird üblicherweise zu \frac {1}{k_{B} T} gewählt (mit der Boltzmann-Konstanten k_B und der absoluten Temperatur T):
N_i = \frac {g_i}{e^{\frac{E_i}{k_{B} T}} + 1}

Für den Grenzfall sehr großer Energien geht die Fermi-Dirac-Statistik in die Boltzmann-Statistik über.

Siehe auch:


Quantenphysik | statistische Physik

Fermi-Dirac statistics | Estadística de Fermi-Dirac | Statistique de Fermi-Dirac | Statistik Fermi-Dirac | Statistica di Fermi-Dirac | Statystyka Fermiego-Diraca | Estatística de Fermi-Dirac | Fermi-Dirac-statistik | 费米-狄拉克统计

 

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