The Tomb of Ali at Shakhimardan.JPG im Ferghanatal]] Das Ferghanatal (usbek. Farg‘ona vodiysi, kirgis. Фергана өрөөнү/Fergana öröönü, tadschik. водии Фaрғонa/wodii Farghona; russ. Ферганская долина/Ferganskaja dolina) ist eine dichtbesiedelte Senke zwischen dem Tienschan- und dem Alai-Gebirge in Zentralasien, an dem Usbekistan, Tadschikistan und Kirgisistan Anteil haben. Mehr als zehn Millionen Menschen leben in dem 300 Kilometer langen und 70 Kilometer breiten Tal. Das Ferghanatal wird vom Fluss Syrdarja durchflossen.
Die Bevölkerung des Ferghanatals ist sehr heterogen und umfasst Usbeken, Kirgisen, Tadschiken, Tataren und kleinere Minderheiten. Es kam immer wieder zu Konflikten, die auch Todesopfer forderten. Zuletzt war dies Ende der 1980er / Anfang der 1990er Jahre der Fall.
Das Ferghanatal hat eine alte Geschichte. Frühe Bewohner waren unter anderem die Dayuan. Seit dem 2. Jahrhundert v. Chr. war es Durchzugsgebiet vieler Völkerschaften. Von hier aus brach Babur, Nachkomme Timurs zur Eroberung Indiens und der Begründung der Moguldynastie auf.
Hauptwirtschaftszweige sind die Bewässerungswirtschaft (Großer, Südlicher und Nördlicher Ferghanakanal; Baumwolle, Reis, Obst, Wein); Bergbau (besonders Brennstoffe), Leicht- und Schwerindustrie. Durch die eigenwillige Grenzziehung zwischen den damaligen Sowjetrepubliken unter Stalin sind im Ferghanatal heute wichtige Verkehrsverbindungen durch Staatsgrenzen unterbrochen.
Siehe auch: Ferghana (Farg‘ona), Basmatschi
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